Geheimer Weltraumkrieg Erde/Mond/Mars Interview deutsch


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Randy Cramer ein Us marine packt aus: Teil 1 - Supersoldaten und Projekt Moonshadow


Deutsches Transkript des Interviews mit Michael Salla (www.exopolitics.org)
Quelltext:
http://engelschwere.blogspot.de/
(Text geglättet)

Es handelt sich hier um den Ersten Teil eines fünfteiligen Interviews mit Randy Cramer, der seine Rekrutierung in eine Spezialabteilung des US Marine Corps enthüllt, die für die Ausbildung der Verteidigungsstreitkräfte der fünf bestehenden Marskolonien verantwortlich zeichnet.

Dieser Blog macht sich die hier vertretene exopolitische Sichtweise nicht vollständig zu eigen, lädt vielmehr jeden dazu ein, kritische Kommentare zu hinterlassen!


Familiäres Milieu

Michael Salla: Es ist der 25. Februar [2014] und bei uns ist Captain Kaye [Randy Cramer], um uns einige wichtige Informationen über seinen militärischen Hintergrund mit zu teilen, insbesondere über die US Navy und eine sehr spezielle Abteilung des US Marine Corps, von der noch nicht viele Leute gehört haben.

Wir beginnen also mit Captain Kayes Lebensgeschichte, um eine bessere Vorstellung davon zu bekommen, wie es zur Rekrutierung in diese spezielle Abteilung des US Marine Corps kam und welcher Art die Erfahrungen waren, die bereits in seiner Kindheit begannen.

Bei uns ist also Captain Kaye. Willkommen, Captain Kaye!

Randy Cramer: Danke, Michael. Ich freue mich, hier zu sein.

Michael Salla: Lass uns damit beginnen, den Zuhörern ein Gefühl für Deinen Lebenshintergrund zu vermitteln: Eltern, Herkunft, Geschwister usw. Lass uns als hier beginnen, mit Deinem Geburtsdatum.

Randy Cramer: Klar. Ich wurde am 25. Mai 1970 geboren . Meine Eltern stammen beide aus einer Kleinstadt in Kentucky. Nach ihrem High School Abschluss zogen sie nach Westen, um vor allem von ihren Familien weg zu kommen. Ich habe einen älteren Bruder und eine älter Schwester, bin also der jüngste von Dreien. Die Eltern kommen aus der Arbeiterschicht, sind beide aber durchaus intelligente Leute. Wenn sie beide bessere Gelegenheiten gehabt hätten, Eltern etwa, die das Geld fürs College gehabt hätten, wären die Dinge für sie wohl etwas besser gelaufen. Sie haben zwar Potential, Angehörige der Arbeiterschicht haben aber nicht sehr viel Möglichkeiten, die übers Ausgehen und das Bemühen um einen Job hinaus führen. Sie schätzten sich wohl schon glücklich, bei drei Kindern ihre Hypothek zurück zahlen zu können, ohne dass alles aus den Fugen geriet. Ich würde also sagen, dass es eher ein bodenständiger Kampf ums Dasein war, als ein Leben in Luxus und Freizeit. Wir mussten nicht Hungern, aber es gab eben dieses Ringen am unteren Ende der ökonomischen Skala. Meine Eltern waren jedoch gute und intelligente Leute. Sie hatten freilich einen ganz schön starken religiösen Hintergrund, sehr starke religiöse Überzeugungen, mit denen ich erzogen wurde, die ich heute nicht mehr so teile. Sie haben immer noch starke religiöse Überzeugungen. Das war eben die Art ihrer Erziehung in einer Zeit, in der man das eben fast ausnahmslos so glaubte und machte, wenn man sich nicht an den Rand der Gesellschaft stellen wollte. Im Grunde sind es aber gute Leute. Sie wuchsen in einem Milieu auf, in dem nicht übermäßig viel geschrien, geschlagen und getrunken wurde. Ein gutes, liebevolles Umfeld. Ich mag meine Eltern. Ich hab' meine Probleme mit ihnen. Manchmal machen sie mich wahnsinnig. Aber sie sind immer noch meine Eltern, und ich liebe sie beide.

Michael Salla: Hatte einer von Deinen Eltern irgendeinen militärischen Hintergrund?

Randy Cramer: Nein.







Eine unheimliche Begegnung


Michael Salla: Wir haben also etwas von Deinem familiären Hintergrund abgedeckt und soweit es Dir bewusst ist, haben beide Elternteile keine Verbindungen zum Militär gehabt.

Ab einem gewissen Punkt in Deiner Kindheit begannen sonderbare, anomale Erfahrungen in Dein Leben zu treten. Erzähl uns doch darüber ein bisschen.

Randy Cramer: Die frühesten Erinnerungen an sonderbare Träume oder ein plötzliches Erwachen in der Nacht mit sonderbaren Erlebnissen, etwa Aufwachen mit Malen, Prellungen und Schnitten an sonderbaren Stellen, die noch nicht da waren, bevor ich zu Bett ging, gehen zurück in ein Alter, in dem die Erinnerungen [entwicklungsbedingt] stark werden. Davor liegende Erlebnisse mit fünf, sechs oder sieben sind etwas verschwommener in der Erinnerung, aber es gibt definitiv einige Eindrücke und Bilder auch aus dieser Zeit. Ich denke, das liegt einfach an der Entwicklung des Gehirns eines älter werdenden Kindes. Es ist jedenfalls schwerer, aus dieser Zeit präzise Erinnerungen an solche Vorfälle [wie oben beschrieben] zu bekommen.

Ich erinnere mich an das Gefühl einer Abweichung [vom Normalen], … ich hatte zwar das Gefühl, normal zu sein, wie jedes Kind, das seinen eigenen Zustand als normal annimmt. Ich bekam aber eine Menge Feedback, dass ich es nicht sei, und das nicht in einem abwertenden Sinne. Man gab mir zu verstehen, dass ich für mein Alter ein intelligentes und kreatives Kind sei.

Ich bekam also aus vielen externen Quellen kaum ein Gefühl dafür, dass das, was in meinem Leben vor sich ging, in Wirklichkeit sonderbar und schräg war. Ich war sozusagen schon verschieden genug, dass sich die Aufmerksamkeit auf meine Intelligenz und Pfiffigkeit richtete: „Oh, ist er nicht ein schlaues Kerlchen, immer so helle...“ Das ist es, was ich häufig als Kind zu hören bekam.

Ich versuchte also meine verwirrenden Erlebnisse zu verstehen und einzuordnen. Es war das erste mal, als ich meinem Vater von meinen Erfahrungen erzählte - 'Ich habe da diese schrägen Träume, wache auf in der Nacht und spüre, dass da jemand im Raum ist.'-, und er setzte sich mit mir hin und gab mir eine Erklärung, die seiner gnostisch-judäo-christlichen Sichtweise auf die Dinge entsprach. Nicht so sehr das traditionelle Schwarzweißbild, als viel mehr nach der Art: 'wir leben in einem spirituellen Universum, in dem es gute und schlimme Dinge gibt...' Er versuchte das aus seinem eigenen religiösen Hintergrund heraus in den Kontext von Engeln und Dämonen zu setzen. Ich hab das mehr oder weniger akzeptiert (es seien ja nur Engel und Dämonen, die da Mitten in der Nacht in mein Zimmer kommen), aber diese Erklärung wollte bei mir nicht so richtig verfangen. Obwohl ich in diesem Alter an diese Dinge glauben konnte (da meine Erziehung mich anhielt, an sie zu glauben), fühlte ich das Unbehagen, dass dies keine befriedigende Erklärung war...

Es war im Alter von zehn Jahren, als ich mit zwei perfekt kreisrunden, 5-Cent (Nickel)-Stück großen Hämatomen [Blutergüssen] an den Innenseiten meiner Oberschenkel erwachte...

[Randy Cramer versucht die anatomische Besonderheit dieser Stellen zu beschreiben. Amatomisch sei es nicht die Stelle zur Hauptarterie, sondern zu einer Seitenarterie, die man etwa bei einer Angiographie für das Setzen des Katheters verwendet. Als Angiogramme (engl. angiogram) werden die während einer Angiographie seriell aufgenommenen Röntgenbilder bezeichnet, die den Kontrastmittelfluss und die Gefäßfüllung mit Kontrastmittel zeigen.]

...gleiche Größe der Hämatome auf beiden Seiten mit perfekter kreisrunder Form? Das beunruhigte mich. So sehr, dass ich zu meinem Vater ging und fragte, ob mich da vielleicht etwas gebissen haben könnte in der Nacht. Auch mein Vater war beunruhigt und fragte, ob ich diese Woche einen Arztbesuch gehabt hätte. Ich verneinte. Er war beunruhigt genug, dass er es meiner Mutter wissen ließ, die in Arztpraxen gearbeitet hatte und es ebenfalls sonderbar fand. Sonderbar genug, dass ein Termin vereinbart wurde, um es von einem Arzt begutachten zu lassen.

Eine Ärztin warf einen Blick darauf und ihre Reaktion auf die zwei Blutergüsse bestand in einem 15- minütigen Vortrag über den Missbrauch von Steroiden. Offenbar sah sie diese Blutergüsse als Beleg dafür, dass ich mir selbst Injektionen verabreichte, auf die jene Blutergüsse ein Hinweis [für sie] waren. Alles was ich tun konnte, war geschockt und sprachlos da zu sitzen gegenüber jemandem, der mir unterstellte, Steroide zu spritzen, wo doch mein Wissen zum damaligen Zeitpunkt über Steroide und Spritzen minimal waren. Ich wusste also nichts darauf zu erwidern als ein [verständnisloses] 'Nein'. Ich hörte sie all dies sagen („Du weißt, die sind gefährlich und Du solltest das nicht tun...“), wusste aber im Grunde nicht, über was sie da sprach, da ich eine Spritze niemals an mich ran lassen würde, ganz zu schweigen von Steroiden, aus welchen Gründen auch immer.

Die Hämatome sahen also auch für einen Arzt so aus, als ob sie von einer Nadel beim Einstechen oder Herausziehen verursacht worden wären, sonst hätte mir die Ärztin diese 15-Minuten-Belehrung über Steroide wohl nicht erteilt.

Kurze Zeit danach, im Alter von 11 Jahren, hatte ich einen wirklich beunruhigenden „Traum“. Meine Erinnerung aber schien nicht von einem Traum auszugehen, sondern von etwas, was tatsächlich passierte. Das Erwachen aus dieser Erfahrung machte mich glauben, dass es sich um einen Traum handelte, aber kein einziger Aspekt des Zwischenfalls vertrug sich mit der Anmutung eines Traumes. Ich kann diesen Zwischenfall in meinem Geist in perfekter Klarheit eines fotografischen Gedächtnisses erinnern, von dem Tag an, als es passierte bis in die Gegenwart. Niemals wurden diese Erinnerungssequenzen und ihre Bilder verschwommen, unklar oder veränderlich. Es war stets die gleiche, kristallklare und präzise Erinnerung für mich. Im Ablauf: Es ist mitten in der Nacht, ich liege im Bett. Plötzlich reiße ich die Augen auf, bin auf der Stelle ganz wach, nicht „hellwach“, sondern ein Wachsein mit Herzklopfen, gleichsam adrenalinwach. Ich sehe auf die Uhr auf meinem Nachttisch und lese '2:56 Uhr' morgens, eine sonderbare Zeit, zu der weder ich noch irgendjemand im Haus wach zu sein pflegt. Ich schreckte also aus dem Schlaf hoch, mein Herz klopfte in der Brust, meine Augen weit aufgerissen, und nahm ein Geräusch wahr, als ob jemand in der Küche im Besteckkasten herum wühlte, 'um sich ein Sandwich zu machen'. Keine Ahnung, warum ich ausgerechnet auf diesen Gedanken kam, dass sich da jemand ein Sandwich machen wollte. Aber die Geräusche klangen einfach nach diesem Gedanke: 'Irgendjemand macht sich gerade ein Sandwich'. – 'Wer macht ein Sandwich um 3 Uhr morgens?', war der nächste Gedanke in meinem Kopf und ich folgere: 'nun, vielleicht ist meine Mutter wach und macht sich ein Sandwich'. – 'Meine Mutter würde sich niemals um 3 Uhr morgens ein Sandwich machen!'. Nach ein paar wenigen Minuten mit diesem Geräusch im Bett liegend ('Kann es meine Mutter, kann es meine Schwester, kann es mein Vater sein, der sich da gerade ein Sandwich macht?') [kam ich zum Schluss]: Nein!, es kann keiner von ihnen sein. Wenn ich den Atem anhielt konnte ich in der Nacht sogar von meinem Zimmer aus die Schnarchgeräusche meines Vaters und die Atmung meiner Mutter und Schwester hören, da mein Hörsinn derart gut war.

In diesem Moment realisierte ich also, dass alle im Bett sind und [doch] jemand in der Küche ist. 'Ich sollte also besser aufstehen, um der Sache nachzugehen.' Ich sprang aus dem Bett mit meinem gelben Spider Man Pyjama, den meine Mutter mir bei J. C. Penny zu Weihnachten gekauft hatte. Meine Schlafzimmertür, die in der Nacht für gewöhnlich geschlossen war, stand offen. Ich dachte bei mir, dass das sonderbar sei. Ich konnte eine Lichtstreuung wahrnehmen , die von irgendwo im Haus zu kommen schien, wo es doch eigentlich dunkel sein müsste. Ich schlich also zur Tür, um einen Blick den Flur hinunter zur Küche zu werfen, um herauszufinden, was da vor sich ging. Just im selben Moment, als mein Kopf sich zur Tür heraus reckte, um einen Blick auf die Küche zu werfen, hörte das Geräusch auf. Was auch immer ich dort gehört hatte, wurde plötzlich totenstill. Ich konnte nur mehr das Ticken der Batterie getriebenen Uhr im Esszimmer hören, das man in der Stille des Hauses wie in einem Hallraum wahrnahm: Tick, tick, tick, tick... Das ist Stille.

Ich schlich den Flur entlang, um in der Küche nach zu sehen, was dort vor sich ging. Das Licht im Esszimmer, das sich gegenüber der Küche befand, war eingschalten. Meine Mutter schätzte diese 150 Watt Glühbirnen, die äußerst hell waren und alles gut ausleuchteten. Statt durch die Küche zu gehen, schlich ich in das Esszimmer hinein, da ich in dem Moment, als ich auf Blickachse mit dem Esszimmer kam, bei mir dachte, dass ich dort im Vergleich zur Küche eine größere und sicherere Distanz haben würde zu dem, was immer auch im Haus sein mochte. Bin mir nicht sicher, warum ich so dachte, aber ich war offensichtlich besorgt genug über die Tatsache, dass da jemand im Haus war, der nicht da sein sollte und dem ich mich mit Vorsicht nähern müsste, indem ich den Weg über das Esszimmer ging. Ich bin also auf Blickachse mit dem Esszimmer und trete ein. Der Raum ist hell erleuchtet, aber nichts ist zu sehen, nichts rührt sich in ihm. Die Situation hat sich freilich geändert, denn ich sehe die Türe zur Garage offen stehen. Die Tür ist weit aufgerissen und verbirgt ein kleines Dreieck vor der Wand. Die Garage ist komplett schwarz. Und als ich da stand und Fühlung aufnahm mit der Garage und der Tür, schlug meine Besorgnis umgehend in Angst um. In dem Moment, als ich etwas in der Garage hinter dieser Tür spürte, war die Angst da, ich wusste nicht, warum. Mein Hirn aber richtet seine Aufmerksamkeit sofort wieder auf das, was die Tür verborgen hält und ich kann spüren, dass dahinter jemand ist, der nicht mehr als 4 ½ Fuß misst.

Mein erster Gedanke: es kann kein Einbrecher sein, sondern ein Kind, ein Nachbarskind vielleicht, die Freunde meines Bruders, die uns verulken...das ist es, was mein Hirn dachte und ich sagte mir 'Also gut, ich werde die Tür wegziehen und diesem kleinen Dreckskerl eine Überraschung bereiten. Ich werde ihn in die Magengrube boxen'. Und als ich die Tür zurück schwang, um den Eindringling zu überraschen, erstarrte ich. Er entpuppte sich nicht als das, was ich zu sehen erwartete. Selbst wenn ich etwas erwartet hätte, das nicht menschlich ist, wäre ich überrascht gewesen über das, was ich sah. Ich war derart überrascht, dass ich zum Stillstand kam. Ich fror ein. Das war alles, was ich tun konnte in Anbetracht dessen, was ich sah.

Hier steht also ein kleiner Kerl, so um die 4 ½ Fuß groß, mit schwarzer Robe und Kapuze, und das einzige, was ich dabei denken konnte, an was mich dieser Knilch erinnerte, waren die kleinen Java Leute aus den Star Wars Filmen. Diese kleinen Typen hatten doch diese kleinen Umhänge an...

Irgendwie ließ dieses Bild meinen Verstand [wieder] einrasten und mein Hirn fragte sich: 'Was macht ein Java in meinem Haus?!' Es war natürlich und offensichtlich kein Java. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht sein Gesicht sehen, und ich sollte wohl besser heraus finden, wie er aussieht. Ich griff also nach der Kapuze und zog sie ihm aus dem Gesicht. In dem Moment, als ich ihm die Kapuze vom Kopf nach hinten zog, kam der Extraschock. Nun sah ich seinen Kopf im extrem hellen Licht der 150 Watt Leuchte des Esszimmers. Er hatte einen Schädel, der im Gegensatz zu einer rundlichen Form eher quaderförmig und breit war. Der Hinterkopf war ziemlich groß, eine beachtlich große Schädelkapazität also in einer seltsamen Form, die ich niemals zuvor sah. Ich war mir nicht sicher, ob die Strukturen auf dem Schädel Kämme oder Falten waren. Es sah fast so aus, als ob das Hirn außen gewesen wäre, was es natürlich nicht war. Aber da waren eben diese Kämme und Falten...ich bin mir nicht sicher, ob diese dunklen Stellen die Schatten der Kämme oder Faltenlinien, oder ob es sich um fleckige Farbtexturen handelte; ich sehe das Bild sehr klar in meinem Geist, kann aber nicht spezifisch genug werden, die Konturen der Farben und Schatten dahingehend zu unterscheiden, ob es sich um Kämme oder Flecken handelte...Die farbliche Textur des Gesichtes war annähernd das Orange eines Kürbiskerns, aber nicht so hell. Eher ein bronzefarbenes Orange.

Eine Unmenge an Eindrücken schoss durch meinen Kopf, alles ging sehr sehr schnell. In jenem Augenblick, in dem ich die Kapuze herunter zog (und dieses Gesicht sah: die großen schwarzen Augen; den Mund als kleinen Schlitz, zwei Nasenlöcher, aber ohne das geringste Hervorstehen irgendeiner Nase; den ziemlich dünnen Hals) – in jenem Augenblick holt er nach mir aus und packt meine linke mit seiner rechten Hand und mit seiner linken meine Genitalien. Die Hand an meiner Kehle und meinen Eiern hob er mich dann vom Boden ab. Ich bekam keine Luft mehr, versuchte zu schreien, aber konnte es nicht. Ich wollte mich nicht bewegen aufgrund des heftigen Druckgefühls zwischen meinen Beinen.

Er hatte diesen eisenharten Griff um meine Hand. Ich versuchte mit meiner rechten Hand an meinen linken Arm zu kommen, um seinen Griff zu lösen, was mir nicht gelang. Ich versuchte mit meinen Beinen nach ihm auszuschlagen und konnte es nicht.

Da war dieser tief empfundene WOW!-Eindruck: Dieser kleine Kerl hält mich mit eiserner Faust und er ist stark, viel stärker, als ich es bei jemanden voraussehen hätte können, der von dieser Statur ist. Und als ich versuchte zu schreien und auszuschlagen, bekam ich schließlich so etwas wie ein Geräusch aus meiner Kehle. Aber sobald ich dieses Geräusch hervorbrachte, fuhr ich aus dem Schlaf im Bett hoch – 'Ah! was für ein entsetzlicher Traum!'

Von nun an blickte ich eine ganze Reihe von Jahren zurück auf diesen wirklich schrägen Traum oder Zwischenfall, den ich nicht richtig einordnen konnte. Es war erst einige Zeit später, bevor ich die Erinnerung an diese Erfahrung wirklich verfolgen und prüfen konnte. Heute gibt es nicht eine einzige Erinnerung daran, die mich glauben machen könnte, dass es sich um einen Traum handelte. Ich erinnere mich an meine Träume sehr gut und führe ein Traumtagebuch. Träume haben eine bestimmte Anmutungs-Qualität bzgl. der Farben, Schatten, Texturen und der Gestaltbarkeit hinsichtlich dessen, was mit dem physikalischen Raum, seinen Objekten und den Leuten darin passiert. Und diese besondere Erinnerungsabfolge hat alle Anzeichen einer erinnerten Erfahrung, nicht die eines Traumes oder einer imaginierten Erfahrung. Erst später im Leben wusste ich damit etwas anzufangen. Aber all diese Erfahrungen: Blutergüsse, ein Schnitt in meinem Nacken, der gelegentlich auf ging und zu bluten begann..., alles von dem ereignete sich zwischen dem vierten und fünften (soweit die Erinnerungen an meine Kindheit eben zurück reichen) und dem elften, zwölften und 13. Lebensjahr. Obschon ich zu Jung war, um mir auf alles einen Reim machen zu können, sprachen doch alle Zeichen und Daten dafür, dass etwas vor sich ging. Ich hatte einfach nicht die Zeit, alles zu sortieren und zu verstehen... (Ich werde hier gleich anhalten, dass Du mit der nächsten Frage fortfahren kannst)...

[Zusammenfassend] Es handelte sich also um eine Reihe von tief gehenden, panischen Erfahrungen, die in einigen Fällen körperliche Spuren hinterließen und zu denen ich einen klaren affektiven Bezug habe wie bei anderen traumatischen Erfahrungen im Gegensatz zu Träumen. Schräge Träume haben das nicht..., selbst mein schlimmster Albtraum ist nur ein Albtraum und ist nicht so beängstigend, entsetzlich und irre wie so etwas. Ein unwirklicher Albtraum ist etwas, von dem man aufwacht und es macht Dir [in dem Moment] Angst. Aber das verebbt sehr schnell, je länger der bewusste Zustand anhält ('oh, das war nur ein Albtraum'), der dem Erwachen aus einem unbewussten Zustand folgt. Aber eine traumatische Erfahrung bzw. Erinnerung verebbt nicht. Du wachst auf von ihr und sie hört nicht auf, traumatisierend zu wirken. Sie hört nicht auf, Dich umzutreiben und klingt nicht ab in jenen 'Oh, das war ja nur ein Albtraum'-Zustand. Sie behält ihren Verfolgungscharakter und plagt und stresst einen nachhaltig, so dass man sich genötigt fühlt, stets über seine Schulter zu blicken. Du stellst Dir fortwährend die Frage: 'Ist alles in Ordnung mit Dir?'. Denn Du bist Dir nicht sicher, ob Du o.k. bist.


Michael Salla: Gut. Also Du hattest diese albartigen Träume. Und in diesem Alter dachtest Du, dies wäre die Art von Erfahrung, die man mit Engeln und Dämonen macht. Hast Du irgend jemanden bemerkt, der sich für Dich interessiert, denn nun können wir wohl festhalten, dass all dies die Merkmale einer Abduktionserfahrung hat: man hat diese Erinnerungen an diese Begegnungen, aber man kann die Zeit zwischen der Begegnung bis zum Erwachen nicht mehr erinnern, außer vielleicht zu einem viel späteren Zeitpunkt.

Randy Cramer: Genau.

Interesse und Verhalten des Umfeldes

Michael Salla: ...es sind also alle Kennzeichen da für eine Abduktionserfahrung. Hat daher irgend jemand irgendein Interesse an Dir gezeigt? Erinnerst Du Dich etwa an auffällige Autos in der Nachbarschaft, die in eurer Nähe parkten und eine Art von Aufmerksamkeit bekundeten. Ich versuche eine Vorstellung davon zu bekommen, ob die Behörden hinsichtlich Deiner Person alarmiert waren.


Randy Cramer: Ich glaube, dass mir als Kind da nicht viel aufgefallen ist. Als ich älter wurde und mich an gewisse Dinge erinnerte, dachte ich bei bei mir: 'Oh, das war aber schräg...' Im Rückblick kann ich mich also an mehrere Sachen erinnern, die sich vom Normalen abheben und sonderbar sind. Aber zu jener Zeit als Kind habe ich an diese Dinge vermutlich kein zweites mal gedacht. Als Kind ist jede Erfahrung neu, und Du kannst nicht beurteilen: 'Oh, so läuft diese Erfahrung aber nicht. So sollte es nicht sein.' Ich kann mich ein, zwei mal daran erinnern, als meine Eltern nicht zu Hause waren. Das war im Alter von 9, 10, 11, 12 keine Besonderheit, da es sich um eine sehr sichere Nachbarschaft handelte. Es wurden da also keine Kinder von irgendwelchen Fremden verschleppt. Meine Eltern hatten nicht das Gefühl der Unsicherheit, wenn sie mich für ein paar Stunden zu Hause allein ließen. Aber gelegentlich kam jemand vorbei und klopfte an der Tür und fragte: 'Wie geht’s? Sind Deine Eltern zu Hause?' - 'Nein, sind sie nicht.'.... Einmal kam dieser Typ vorbei und stellte mir einige Fragen, die bedeutungslos schienen. Er fragte etwa nach einem Glas Wasser und ich brachte ihm das Glas Wasser. Er stand dann noch da für einige Minuten und stellte mir Fragen, die mich selbst betrafen. Und obwohl ich nicht wusste, warum mich diese Person befragte, fühlte ich mich ein wenig unbehaglich. Nicht weil er ein Kinderfänger sein könnte, fühlte ich mich unbehaglich, sondern aus dem Gefühl heraus: 'Wer ist diese Person, warum stellt sie mir diese Fragen?'.

Als man die IQ Tests in der Grundschule [elementary school] durchführte, war (auch) das nicht ganz normal. Ich punktete sehr sehr hoch und es erregte Aufmerksamkeit. Die Leute begannen, Fragen zu stellen, was ich so tue und wollten von meinen Eltern wissen, ob es für mich Pläne gäbe, spezielle Klassen, spezielle Schulen zu besuchen, ob also der Wunsch vorläge, meine Fähigkeiten und Potentiale auszubilden...


Michael Salla: Erinnerst Du Dich an irgendwelche äußerlichen Merkmale dieses Fremden an Deiner Haustüre? Trug er ein Militäruniform, einen Anzug oder Freizeitkleidung? Irgendetwas, das auffällig war?

Randy Cramer: Ich kann da sehr spezifisch Auskunft geben. Ich habe das Bild genau vor Augen. Er hatte kurzes dunkles lockiges Haar, einen recht kurz geschnittenen Bart, eine knöpfbare Oxford Hose und Straßenschuhe, keine Krawatte. Es war ein Sommertag und er war für das Wetter angemessen gekleidet. Als ich älter wurde und als Teenager öfter aus ging, hatte ich gelegentlich sonderbare Gefühle, so dass ich mich fragte, ob ich wohl paranoid sei. Ich dachte nämlich, dass mir jemand folgt. Oder ich begegnete auf öffentlichen Plätzen derselben Person drei oder viermal. Sie sagten nicht unbedingt etwas, aber der Augenkontakt und der fast körperliche Kontakt, wenn man von derselben Person an die drei, vier fünfmal gestreift wird, während das mit den anderen Menschen nicht passiert. Und das lässt einen fragen: 'Ist das Zufall? Oder folgt mir diese Person etwa?' Es war nicht vor meinem 18. oder 19. Lebensjahr, als ich begann, mutig zu werden. Ich ging einmal spazieren in der Einkaufstraße der Innenstadt und da war diese Frau, die beständig in meine Nähe kam und mich streifte und mich von oben bis unten besah. Sie war vermutlich Anfang 30 in Freizeitkleidung: blaues adrettes Kleid mit weißen Punkten, keine Streifen. Braunes, lockiges Haar, ganz normale Körpermerkmale, vielleicht eine Konfektionsgröße von 8 oder 6 [entspricht einer deutschen Konfektionsgröße von 36 oder 34]. Und ich tat etwas, von dem ich dachte, dass es verwegen war. Nachdem ich sie das vierte oder fünfte mal gesehen habe, ging ich geradewegs auf sie zu und fragte: 'Folgen Sie mir etwa?' Ich weiß nicht, ob ihre Reaktion der Tatsache geschuldet war, dass ich mich umdrehte und direkt auf sie zuging, auf alle Fälle verwandelte sich ihr sorgloser Blick in einen Blick des Entsetzens. Es war diese Art, wie sie sich an ihre Handtasche klammerte, die bei mir im ersten Moment den Gedanken auslöste, dass sie zu einer Waffe greifen oder mich mit Pfefferspray besprühen wollte. Oder die Art, wie sie einen schnellen Blick nach links und rechts tat, so als ob sie nach jemandem Ausschau hielt, nach Unterstützung oder nach einer Kontaktperson. Und sie erwiderte: 'Nein, nein, natürlich nicht!' Und ohne ein weiteres Wort zu verlieren zog sie ab und ich sah sie nie wieder.

Ich bin mir bei diesen Geschichten nicht ganz sicher. Manche von ihnen sind schräg, andere mögen andere Erklärungen haben. Andere legte ich einfach auf jenen Datenstapel im Fach 'Oh, das war aber bizarr, und wir sollten das in den Das-ist-aber-schräg-Aktenschrank ablegen', der alles sammelt, was man als befremdlich einstuft. Es gibt also Zwischenfälle dieser Art, aber nicht genug spezifischer Art, von denen ich eine Liste anfertigen und absolut sagen könnte, was sich da genau ereignete....

Es gab immer genug Anlässe, bei denen ich spürte, dass die Menschen mich nicht wie alle übrigen behandelten, sei es nun mit Achtung oder Voreingenommenheit oder nur aus Distanzbedürfnis heraus. Es fühlte sich so an, als ob ich anders behandelt worden wäre als die anderen und ich wusste manchmal einfach nicht warum. Aber es fühlte sich an, als ob die Leute etwas über mich wussten, was ich nicht wusste.

Michael Salla: O.k. Also was den IQ Test betrifft, hast Du sehr hoch gepunktet. Es ist die Rede davon, dass Du in spezielle Klassen kommen könntest. Erinnerst Dich daran, dass man Dich in spezielle Klassen versetzt und in spezielle Schulen geschickt hat? Erzähl uns darüber etwas.

Randy Cramer: Klar. Meine Mutter gibt gerne damit an, dass sie nach den IQ Tests von der Schule angerufen und ihr mitgeteilt wurde, dass ich die höchste Punktzahl erreicht hätte, die jemals ein Schüler an dieser Grundschule erreichte, solange sie dort Schüler testeten. Sie hatten damals das TAG Programm [Talented And Gifted] für Talentierte und Begabte und ich wurde selbstverständlich in diese Klassen versetzt.

Ich glaube, mein älterer Bruder ist einen ähnlichen Weg gegangen. Er war ein helles Kind. Sie prüften ihn viel gründlicher als mich, bin mir aber nicht sicher, was da der Unterschied war. Auf alle Fälle war er einmal für ein Programm an der Universität eingeschrieben. Da waren Doktoren und Psychologen, die ein Auge auf ihn warfen, um sich zu vergewissern, dass alles mit ihm in Ordnung sei und er funktionsfähig war. Und das auf eine Weise, über die ich von meiner Mutter und meinem Vater immer noch keine klare Antwort erhalte. Ich versuche immer noch die Geschichte heraus zu bekommen, was da genau passierte, als mein Bruder ein Kind war und was bei ihm falsch gelaufen ist. Ab einem gewissen Alter ging bei ihm alles schief, was schief gehen konnte und er entwickelte diese massiven PTSD-Reaktionen [Post Traumatic Stress Disorder/Posttraumatische Belastungsstörung] in einem sehr jungen Alter. Er wurde instabil, bevor er sein 10. Lebensjahr erreichte. Es schien aber nicht von etwas her zu rühren, das ich als eine geistige oder körperliche Erkrankung bezeichnen würde. Es hatte einfach alle Kennzeichen einer intensiven Reaktion auf eine posttraumatische Belastungsstörung der Kindheit. Nachdem er all diese Panikattacken, Irrsinns- und Wutattacken bekam, die darauf schließen ließen, dass ihm irgend etwas schlimmes zugestoßen sein musste, es aber nicht zuordnen konnte, sagte er sich dann schließlich: 'Ich bin raus hier. Was immer es ist, ich schmeiß hin.' Ich denke, dass es innerhalb der Familie geschah, was immer es auch gewesen sein mag. Was immer auch geschah, es passierte meinem großen Bruder zuerst. Was immer von dieser Sache gelernt werden konnte, was man also tun oder besser nicht tun sollte vor dem Hintergrund der Genetik meiner Familie, mag dabei eine Rolle gespielt haben...

Ich wurde also in das Talentierten-Programm aufgenommen und war dort für ein paar Jahre, bevor meine Eltern (in meinen Augen) einen furchtbaren Fehler begingen und meine Schwester und mich in eine religiöse Privatschule steckten. Sie dachten wahrscheinlich, dass das für unser Wertesystem wohl förderlich sei. Als ich die staatliche Schule verließ, war ich dem Lehrplan voraus. Als ich zwei Jahre später an die staatliche Schule zurück kehrte, lag ich zurück. Ich brauchte ein Jahr, um wieder dorthin zu kommen, wo ich vorher lag. Ich braucht im Grunde drei Jahre, um aufzuholen mit dem Stand, den ich in der 4. Klasse hatte, alles wegen 2 Jahren auf einer religiösen Schule, die mich in meiner Bildung zurück warf.

Auf welchem Wege ich mich damals auch immer befunden haben mag, er wurde unterbrochen durch die Entscheidung meiner Eltern , mich auf eine religiöse Privatschule zu schicken. Was immer also die staatliche Schule mit mir vor hatte, wurde unterbrochen, als ich der Observanz der stattlichen Schule entzogen wurde und ich kam erst wieder ein paar Jahre später zurück, in einen anderen Schulamtsbezirk, wo alles ganz anders war...


Project Moonshadow

Michael Salla: Nun wollen wir uns eine Vorstellung davon machen, wie es mit dem offiziellen Einfluss auf Dein Leben bezüglich Project Moonshadow bestellt ist, in das Du als Kind rekrutiert wurdest. Erzähl uns etwas darüber und was Du über dieses Programm weißt.

Randy Cramer: Gewiss. Und ich sage es gleich vorweg, dass diese Erinnerung im Alter von etwa 19 Jahren herein fluteten. Ich hatte da ein ganzes Bündel von Erinnerungen und die erste Gelegenheit, mit einer Person darüber zu reden. Ich sagte: 'Weiß Du, ich habe da diese Erinnerungen und habe immer noch diese Träume aus meiner Kindheit', die dann in ein neues Licht gerückt wurden. Im Alter von 19 Jahren begann ich also damit, mehr Erinnerungen aus meiner Kindheit zu bergen. Zusammenfassend kann man sagen, das sich damals eine Art übergroßer „Aktenordner“ füllte mit schrägen und befremdlichen Erlebnissen, die ich zwar nicht einordnen und klassifizieren konnte, aber nichtsdestotrotz hatte. So viele Jahre später kann ich das ins rechte Licht setzen. Ich werde also meine heutige Klarsicht auf eine Situation anwenden, die zum damaligen Zeitpunkt gar nicht klar war, als ich mit den anderen 299 Kindern, welche für das Projekt Moonshadow eingezogen wurden. Nach meinem Verständnis war es ein Programm mit 300 Testpersonen/Kindern, etwa Zweidrittel männlich und Eindrittel weiblich. Diese Erinnerungen bestehen meist aus Gruppeninteraktionen mit anderen Kindern, in denen wir Spiele spielten, Strategiespiele mit Zielorientierung; Spiele, welche das Jagen nachstellten, Kriegsspiele... aber alles nach Kinderart, so dass ein Kind Spaß dabei hat. Ein Training in der Art, dass es diese Spiele spielen will ohne dabei verängstigt zu werden oder mit zu viel Gewalt konfrontiert zu sein. Und in diesen Erinnerungen steht immer ein Typ in der Ecke: in Khaki, verschränkte Arme, Schnurrbart, Igelschnittfrisur, Bandschnalle. Er trug offensichtlich die Farben eines Marines (eine Marine Uniform) und hatte das Haar entsprechend geschnitten.

Das Programm begann, als ich noch sehr sehr jung war, in der frühen Kindheit. Es kann, wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, aber auch schon davor begonnen haben, im Sinne von: 'Wir nehmen eine Probe von Deiner Mutter, nehmen eine Probe von Deinem Vater, mixen etwas dazwischen und fügen es dann zusammen', damit Ich dabei heraus kommen würde. Und von diesem Punkt des genetischen Testverfahrens ausgehend ('Wir wollen diese genetische Basis, die wir mit diesen und jenen Gentherapien behandeln', oder mit welcher Technologien sie es auch immer tun) – von hier aus gehen also die Kinder in die verschiedenen Programme. Mich teilten sie dem Projekt Moonshadow zu, aus welchen Gründen auch immer.

Project Moonshadow bestand aus 300 Kindern. Eine Art Grundausbildung mit Schwerpunkt Spiel- und Trainingsprogramme, Gruppendynamik (die Fähigkeit zu führen und zu folgen). Eine Menge Dinge ähneln dem Umgang in einem Ausbildungslager, aber in einer entschärften Version für Kinder, so dass diese an dem Training teilnehmen wollen, sich damit einverstanden zeigen und sich darin entwickeln konnten.

Da ist also dieser Hauptteil [meiner Erinnerungen] zwischen dem fünften und 17. Lebensjahr. Als Teenager änderte sich das Programm. Vielleicht mit 13 Jahren gaben sie uns echte Waffen mit scharfer Munition in die Hände. Sie begannen damit, uns gelegentlich mit anderen Gruppen der Special Forces zu trainieren. Ich kann mich an ein Alter zurück erinnern, ich war nicht älter als 13, 14, 15, in dem ich in verschiedenen Szenarien im Freien herum rannte mit Black Ops Teams der Speciel Forces. Wir wurden für ein paar Tage einer Gruppe zugewiesen und ihr Job bestand darin, den Kindern einige Tricks beizubringen. 'Lasst sie für ein paar Tage mit euch herum ziehen und schaut euch an, wie sie sich machen.' Ich erinnere mich gerade an die Einstellung dieser anderen Soldaten, die sich fragten: 'Wer sind diese jungen Kids. Was machen wir hier mit KINDERN?' Auf der anderen Seite wusste jeder, dass es ich um wertvolle Kinder handelte. Es war ihnen nicht gestattet, uns in irgendeiner Weise Schaden zuzufügen. Man wurde häufig angesehen als 'das Material', als 'die neue Waffe' oder 'das große Geld', möglicherweise um auf das viele Geld anzuspielen, das in uns investiert wurde. Da war stets diese Grundhaltung: 'Du bist eine teure Waffe.' Davor hatten die anderen einen gewissen Respekt, aber spürten im selben Moment, dass sie selbst nicht das gleiche waren ('Wer nur ist dieses Kind? Was hat es mit ihm auf sich?')

Es brauchte nicht viel Zeit im Felde, dass sie sich beeindruckt zeigten ('Wow. Diese Kinder können aber rennen', 'Diese Kinder können aber klettern.', 'Diese Kinder können aber schießen!') Es fand sich freilich, dass diese beeindruckenden Ergebnisse von Jugendlichen und Teenager nur deshalb erzielt wurden, weil man sie schon seit ihrer frühen Kindheit trainierte, im Gegensatz zu einem Training, das erst mit 17, 18 oder 19 Jahren beginnt.


Michael Salla: Im wesentlichen sind das also die Jahre von 1975 bis 1987, in denen Du Teil des Projekts Moonshadow warst. Du hast in einem unserer vorhergehenden Interviews auch erwähnt, dass Operationen an Dir durchgeführt wurden. Deinen Fertigkeiten und Fähigkeiten wurden also einige Steigerungen hinzugefügt. Kannst Du uns darüber erzählen, was da passiert ist?

Randy Cramer: Einige Steigerungen, ja. Ich habe vorher schon einmal erwähnt, dass ich mich in meinen verschwommensten Erinnerungen in medizinischen Einrichtungen sehe, von Ärzten umgeben. Ich glaube, dass all die Betäubungs- und Schmerzmittel, die sie dort verabreichten, es schwerer machten, sich zu erinnern. Aber ich kann mich sehr gut daran erinnern. Ich erinnere mich, dass ich bei vielen Gelegenheiten nicht wie ein Tier behandelt wurde [im Befehlston]: 'Komm her und mach das jetzt!' oder 'Halt die Klappe!'... In den meisten Fällen erklärten die Leute bereitwillig, was da gerade vor sich geht ('Wir machen nun diese Behandlung und Du wirst in ein paar Stunden aufwachen. Wirst ein wenig erschöpft sein, aber nach einer Zeit wirst Du Dich großartig fühlen, mit neuen Fähigkeiten (superschnell und superstark)...' Ich nickte und sagte mir: 'O.k., das ist in Ordnung für mich.' Ich kann mich daran erinnern, auf einer mobilen Krankenliege herein und heraus gerollt zu werden, mit einer Maske auf. Ich wachte manchmal auf mit Schnitten und Narben. Nach einigen Tagen kamen sie herein und machten irgendeine Behandlung wegen der Schnitte und Narben, damit sie wieder verschwinden würden, so dass also keine Operationswunden und -narben zurückblieben. Ich kann mich an Operationen erinnern...und ich muss hier gleich sagen: was immer sie anwendeten an Gentherapien, Anreicherung der Genetik oder genetische Nano- oder Nanitentechnologie, dies war die erste Behandlungssequenz: die grundlegende Basisbehandlung der Genetik und der körperlichen Grobstruktur. Die nächste Behandlungsserie betrafen die größeren und härteren Implantate. Erst kam also die Arbeit an der genetischen Struktur und dann setzten sie (was immer für) technische Implantate ein an Schlüsselstellen in der Wirbelsäule, im Zentralnervensystem, im autonomen Nervensystem oder an den gewünschten mechanischen Orten im Körper ein, um eine verbesserte Kontrolle, Geschwindigkeit, Ausdauer und Geist-Körper-Koordination zu erzielen. Und dann, auf die Implantate und die Genetik oben drauf, kommt jene Feinabstimmung, die sicher stellt, dass auch alles funktioniert. Die Nanoimplantate, die größeren Implantate und die genetischen Zusätze (die Software und die Hardware) , arbeiteten alle Hand in Hand. Und sobald dieser Prozess abgeschlossen war und dafür gesorgt wurde, dass alles ineinander griff, ging's zurück ins Trainingsprogramm. Jedes mal, wenn man aus dem Trainingsprogramm heraus genommen wurde für eine weitere Behandlungsprozedur, war man in der gleichen anonymen, „unterirdischen“ Anlage (keine Fenster, kein Tageslicht), und man wusste nicht, wo man sich befand, wie spät es war, ob oberirdisch oder unterirdisch, ob auf der Oberfläche eines Planeten, ob auf einer Raumstation, weil nämlich alles, was man dort sah, nur Wände waren.

Die Behandlungen konnten Tage und Wochen dauern. Manchmal gab es Genesungszeiten, bei denen man Tage und Wochen am Stück in einem Krankenhausbett lag, manchmal, um sich von einer partiellen Lähmungen zu erholen, bevor die Prozedur abgeschlossen war. Dann wieder zurück ins Trainingsprogramm. Nach einiger Zeit wieder zurück in die medizinische Einrichtung für eine weitere Behandlung und abermals zurück ins Trainingsprogramm... Und zu jedem beliebigen Zeitpunkt, an dem sie Dich ins medizinische Zentrum zurück brachten, gab es Bluttests und noch mehr Impfungen. Ich kann mit Bestimmtheit sagen, dass eine der andauernden Behandlungsarten Impfungen waren. Manchmal wachte ich auf mit diesen Schmerzen in meinen Armen, die dort einfach nichts zu suchen hatten. 'Was war passiert?' Ich setzte mich hin und versuchte in einen Theta-Zustand zu kommen, um heraus zu finden, was geschah. Mein Körper bzw. mein zelluläres Gedächtnis sagte mir dann: 'Wir hatten eine medizinische Behandlung.' Es handelte sich um ein medizinisches Update. Ich hatte eine Nachuntersuchung und erhielt einige weitere Impfinjektionen. 2012 und 2013 waren bedeutende Jahre, was die regelmäßigen medizinischen Nachuntersuchungen und Impfungen betrifft. Nach meiner Rechnung wurde aus der vierteljährlichen Nachuntersuchung eine wöchentliche. 2012 und 2013 wurden also die Nachuntersuchungen von vierteljährlich auf wöchentlich erhöht; also wöchentliche medizinische Untersuchungen und wöchentliche Impfungen. Was immer ihr Zeitplan war, der das Geschehen lenkte, auf alle Fälle sah man die Vorbereitung für Leute wie mich vornehmlich beim Impfschutz bzw. dem Schutz vor Krankheiten. Es machte mir Sorgen, was denn da auf uns zu kommen könnte: 'Wozu brauche ICH all diese Impfungen?' Eine Impfung bekommt man nicht gegen nichts. Man bekommt Impfungen gegen etwas, was jetzt oder später eine Gefahr darstellen kann. Ich machte mir also einen Kopf darüber, an welche Art von viraler biologischer Kriegführung sie da wohl dachten bzw. welche Leute in der Zukunft damit drohen könnten. Sonst hätte ich letztes Jahr [2013] keine 89 Impfungen bekommen.

Michael Salla: Project Moonshadow umfasste also 300 Kinder. Und Du bist über einen Zeitraum von 12 Jahren durch dieses Programm gegangen sind. Hat man Dich dazu länger von zu Hause weggeholt, sagen wir auf ein Monat oder drei Monate? Deine Eltern mussten doch gewusst haben, dass Du ein spezielles Training absolvierst bzw. weg warst? Deine Eltern mussten doch irgendjemandem ihre Erlaubnis dazu gegeben haben. Was weißt Du darüber?

Randy Cramer: Das ist eine interessante Frage. Gerade vor dem Hintergrund ihrer religiösen Überzeugungen und Werte meiner Eltern. Es gibt gewisse Dinge, die sie akzeptieren und glauben würden. Andere würden ihnen große Probleme bereiten. Das ist ein Gegenstand, über den ich mit ihnen zu reden versuchte: 'Erinnert ihr euch an diese Zeit und erinnert ihr euch, was damals passierte'? Freilich wollen sie darüber nicht sprechen. WENN sie es tun, bin ich immer überrascht wie oft sie sagen, dass sie sich nicht mehr erinnern könnten. Meine Mutter sagte dann:“Ach, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich hätte doch etwas bemerkt. Ich hätte mir doch Gedanken gemacht'. Ich bin mir also nicht sicher, bis zu welchem Grad ihre eigenen Erinnerungen berührt wurden hinsichtlich dessen, was wirklich geschah bzw. an was sie glaubten, sich zu erinnern.

Ich weiß, dass für einige dieser Behandlungen die Fähigkeit, in der Zeit zu reisen, angewandt wurde. Bei einer Entführung des Körpers kann man den Betroffenen aus dem Verkehr ziehen, ihn an den gewünschten Ort verbringen, um all das zu tun, was man will, für welchen Zeitraum auch immer. Ich bin kein [akademischer] Eierkopf, kein Zeitwissenschaftler. Soweit ich aber verstehe, haben diese Wissenschaftler es gut berechnet im Sinne eines guten „Fahrplans“: 'diese Leute hier müssen zurück gebracht werden an jenen Abend, an dem wir sie weg holten, so dass sie nicht als abwesend auffallen.' Ich weiß, dass genau dies manchmal geschah. Und ich weiß, dass sobald einmal alle Implantate installiert waren, ein Menge über Virtuelle Realität als Trainingserfahrung lief: die Fähigkeit, die Erfahrung von Geist und Körper entweder in einen Klonkörper zu projizieren (Trainieren im Klonkörper), oder in einer virtuellen Umgebung zu trainieren, aus der die kinästhetische Erinnerungsprogrammierung im Hirn als Erinnerungsmuster in der Person erhalten blieb, wenn sie aus ihr zurück kehrte. Da ist freilich vieles verschwommen, weil man [abwechselnd] bewusst und lange Zeit wieder ohne Bewusstsein ist; schwach bewusst in einigen Ein- und Ausstiegsvorgängen... Da sind aber meine Erinnerungen und die Erklärungen, die mir dazu gegeben werden von Leuten, denen ich im Moment unterstelle, dass sie es in einer Weise tun, die zu meinem Besten ist, also nicht bloß, um mich auszufragen. Sie wissen, dass sie meinen Ausstieg aus dem Projekt riskieren würden, sobald ich mich nicht mehr wohl fühlen sollte mit den Antworten, die ich bekomme, im Sinne von: 'Wenn ihr Typen mir nicht erzählen wollt, was ich wissen möchte; wenn ich das Gefühl habe, dass ihr nicht mehr mit mir kooperiert, werdet ihr von mir nichts mehr bekommen. Keine Kooperation, kdine Information. Ich werde genau das Gegenteil tun von dem, was ihr von mir erwartet.' Das ist „Reverse Psychology“: 'Ihr seid nicht nett zu mir – ich bin nicht nett zu euch.' Das schien es also wirklich diese Absicht zu geben: 'O.k. Du willst also die Wahrheit? Wir werden Dir erzählen, was wir können. Es ist besser, dass Dein Verhalten von dem bestimmt wird, was Du für wahr hältst, als von einem ständigen Kampf mit dem, was Dir gegen den Strich geht.'

Meine Eltern wollten also nicht darüber reden, obschon ich ihnen Fragen darüber stellte. Sie zeigten sich vage über dies und jenes. Sie haben allerdings Erinnerungen, die sie vor ihrem Verständnishintergrund von „Engeln“ und „Dämonen“ betrachten. Für meine Eltern war jene monströse Episode aus meinem Leben als Zehn-, Elf-, Zwölfjähriger Anlass genug, einen Exorzisten der Kirche ins Haus kommen zu lassen, in dem dann dieser große Exorzismus veranstaltet wurde. Ich gehe davon aus, dass meine Eltern die Anwesenheit dieser multidimensionalen Wesen im Haus gespürt haben. Meine Mutter hat diese Erinnerungen von Trittgeräuschen im Flur, die Anmutung einer Präsenz mitten in der Nacht. Sie hat einen sehr unruhigen Schlaf, hatte ihr ganzes Leben lang Schlafprobleme. Ich denke also, dass sie über einige Dinge Bescheid wussten, dass sie eigene Erfahrungen damit hatten. Ich glaube aber nicht, dass sie sich im Hinblick auf ihre Glaubensvorstellungen damit arrangieren konnten. Eher hätten sie behauptet, dass nichts passiert wäre. Denn wenn es passiert wäre... Meine Eltern sind gute Leute. Ich weiß, dass sie mich sehr lieben, aber wenn da etwas 'tatsächlich' passiert wäre, hätten sie sich gezwungen gesehen, ihre eigene Wirklichkeit zu überdenken, und sich zu fragen:'Was haben wir getan, das entweder zum Wohle oder zum Schaden unseres Sohnes gereichte?' Wären sie hier zu irgendeiner Schlussfolgerung gekommen, dass sie etwas taten oder bei irgend etwas mitwirkten, das zu meinem Schaden war, glaube ich, dass meine Eltern damit nicht hätten umgehen können. Jede Idee daran, dass sie irgend etwas schlimmes getan haben oder mit irgendetwas kooperiert haben könnten, das mich verletzte, war außerhalb ihrer Vorstellungskraft. Es stünde einfach in zu großem Gegensatz zu dem, wie sie sich unter ihrem Leben vorstellten.

Michael Salla: Du hast erwähnt, dass da jemand innerhalb des Projekts Moonshadow war, der in Aussehen und Verhalten wie ein Marine auftrat. Welche Zweige des Militärs, so weit Du das beurteilen kannst, waren denn im Projekt Moonshadow involviert?

Randy Cramer: Meines Wissens stand dieses Projekt ausschließlich unter der Leitung der Special Section des Marine Corps, einer Spezialabteilung des Marine Corps, die meines Wissens in den 1950er Jahren ins Leben gerufen wurde und die mit allem zu tun hatten, was mit extraterrestrischer Technologie oder extraterrestrischen Lebensformen [„Extraterrestrial Biological Entities“ oder EBEs: Militärjargon für außerirdische Lebensformen] zu tun hatte, um die geheimen Informationen von den übrigen Befehlsketten und Informationswegen abzutrennen, die nicht für sicher erachtet wurden. Ich kann mich nur an ein paar wenige Offiziere des Marine Corps erinnern, die eigens diesem Programm zugeteilt waren. Ich kann mit Bestimmtheit erinnern, das ich ein oder zweimal in einer Einrichtung war, in der ich auch Leute aus anderen Teilstreitkräften des Militärs sah. Das schließt auch Uniformen ein, die mir nicht bekannt sind. Ich kann vor meinem inneren Auge sehen, was sie trugen, kann ihre Uniform erinnern und beschreiben. Ich kann sie aber nicht in Übereinstimmung bringen mit irgendeiner bekannten Uniform der Teilstreitkräfte aus der Gegenwart und der Vergangenheit der letzten Jahrzehnte. Keine Übereinstimmung also mit dem, was mir bekannt ist. Das würde also bedeuten, dass es es ein Hinweis auf andere verdeckte militärische Abteilungen ist, möglicherweise komplett neu geschaffene Streitkräfte mit komplett neuer Uniformierung und Rangordnung. Oder möglicherweise auch international besetzte Abteilungen aus anderen Ländern, mit denen ich nicht vertraut bin und die ich nicht identifizieren kann.

Michael Salla: Wir werden auf die Special Section des US Marine Corps zurück kommen. Du hast hier aber den extraterrestrischen Faktor angesprochen. Wir haben es hier also offensichtlich damit zu tun, dass Du während des Trainingsprogramms im Projekt Moonshadow – wir würden heute wohl sagen, dass es sich um eine Ausbildung zum „Supersoldaten“ für talentierte Kinder handelte –, jene klassischen Abduktionserfahrungen hattest, von denen Du uns eine ausführlich geschildert hast. Darin wurdest Du von einem klein gewachsenen Außerirdischen gepackt und bist aufgewacht mit der Erinnerung an einen „Traum“. Hast Du zu irgend einem Zeitpunkt die Erinnerung daran wieder erlangt, was zwischen diesem „packenden“ Erlebnis und Deinem Erwachen im [ersten] Glauben an einen Albtraum vorgefallen war?

Randy Cramer: Ja, das habe ich. Vor dem Hintergrund meiner und der vollen extrapolierten Erinnerung an diese Erfahrung scheint es so zu sein, dass es sich um einen Test handelte. Sie haben bereits eine ganze Zeit lang mit mir gearbeitet, und es handelte sich um einen Test, wie ich auf einen häuslichen Eindringling reagieren würde. Was ich also tun würde, wenn ich mitten in der Nacht bemerkte, dass jemand ins Haus eingedrungen und mich und meine Familie bedrohte.

Es ging also im Wesentlichen darum, trotz aller Vorsicht und Aufregung aufzustehen, um die Situation zu klären. Auch um die Bereitschaft, den Angreifer physisch zu attakeiren. Und als ich diese „Verbindung“ herstellte und er mich packte, war dieser Teil des Tests vorbei. Meine tatsächliche Erinnerung danach bestand darin, ohnmächtig zu werden, nicht aufzuwachen. Er hielt so lange an mir und meiner Kehle fest, dass ich ohnmächtig dabei wurde. Dann brachte er mich zu seinem Schiff zurück, in denen sie unterwegs waren. Und dort geschahen abermals Scans, Behandlungen, Sondierungen...Dann wurde ich wieder zurück gebracht und ins Bett gesteckt.

Ich erwachte in diesen Test hinein und das letzte, an was ich mich erinnerte, war dann das Aufwachereignis: 'Ah, was für ein entsetzlicher Albtraum.' Es war also nur ein Test, ein Test, um herauszufinden, wie ich reagieren würde: 'Lasst uns sehen, wie er nach all den Jahren Training reagiert.' Dann im Schiff zurück: Scans und subzelluläre und Zentralnervensystem-Diagnostik, um sicher zustellen, dass alles so arbeitet, wie es soll, (so dass keine Anomalien auftreten würden), bevor sie mich dann ins Bett zurück brachten. Ende dieses Kapitels... Ein Kontrolltest also: 'Mal sehen, ob er ihn schafft' – 'Testet ihn und bringt ihn zurück'.


Michael Salla: O.k. Dieser Test war also vermutlich Teil von Project Moonshadow, das von jener speziellenAbteilung des US Marine Corps geleitet wurde.

Du hast erwähnt, dass das Wesen, das Dich packte, etwa 4 ½ Fuss groß [rund 1,40 m] war, einen breiten, quaderförmigen Kopf hatte und Dir nicht menschlich erschien. Das sagt uns doch, dass dieses Wesen ein Teil dieses Trainingsprogramms im Projekt Moonshadow war, oder?

Randy Cramer: Korrekt. Aber im Ganzen betrachtet sagt mir meine Erinnerung, dass diese Wesen mit der Special Section des Marine Corps kooperierten, um sie bei diesem Supersoldatenprogramm zu unterstützen. Im Sinne von: 'Wir haben die voll entwickelte Technologie, um das hier durchführen zu können, und wir werden unsere Leute schicken, die euch dabei helfen werden, das auf die Reihe zu kriegen.' Es war also ein Kooperations-Programm. Aber sofern ich das richtig verstanden habe, hatten die Extraterrestrischen auch ihre eigene Agenda. Auf der einen Seite kooperierten sie mit diesem Militärprogramm: 'Wir werden euch dabei helfen, Supersoldaten nach eurer Vorstellung zu erschaffen'). Aber es bedeutete auch: 'Wir werden zusätzlich ein Hintertürprogramm installieren, werden andere Eigenschaften hinzufügen, welche diese Personen [Supersoldaten] dazu befähigt zu tun, was WIR von ihnen wollen.') Ich denke nicht, dass das eine schlechte Sache ist, dass ihre Motive negativer oder böswilliger Art waren im Sinne einer totalen Versklavungs- oder Ressourcenausbeutung. Das schien nicht ihre Motivation zu sein. Und wenn es ihre Absicht gewesen wäre, hätten sie es wohl auf eine ganz andere Art und Weise getan. Hätten sie wirklich vorgehabt, uns zu unterdrücken und zu versklaven, hätte es keinen Sinn gemacht, sich so zu verhalten, wie sie sich verhielten. Der ganze Prozess und Handlungsablauf gleicht dem, was man tun würde, wenn man jemanden unterstützen will. Ob ich da nun falsch liege oder nicht: Ich glaube, dass ihre Absichten gut sind. Und sie machten sehr deutlich, dass sie dem Marine Corps mit dieser Intention helfen würden. Auch das Marine Corps selbst hatte gute Absichten mit diesem Programm. Sie wollten nicht nur versklavte Killermaschinen produzieren, wie sie in anderen fehlgeleiteten Supersoldatenprogrammen auftraten. In meinem Verständnis saßen die hochrangigen Militärs in den frühen Tagen zusammen und fragten sich: 'Wir haben die Technologie, um Supersoldaten zu erschaffen. Welche Art von Supersoldaten wollen wir erschaffen?' Die ersten Gespräche verliefen also in dem Sinne: „Wie erschaffen wir einen Herkules, einen Hektor, einen echten Helden aus dem goldenen Zeitalter?' Und ich glaube, was dann passierte, war weitestgehend eine Zweckentfremdung der Programme und eine Abweichung von diesem Gedankenansatz. Der Fokus richtete sich also mehr darauf, roboterhafte Killerautomaten zu erschaffen, die man augenblicklich in Tötungsmaschinen verwandeln könnte und die unter allen Umständen alles auslöschen würden, auf was man zeigte, ohne dabei Fragen zu stellen.

Projekt Moonshadow hatte jedoch einen anderen Zweck. Er bestand nicht darin, bloße Maschinenkiller zu kreieren. Das Ziel bestand darin, Helden zu erschaffen. Supersoldaten, deren Vergleichsrhamen der eines griechisch-römischen Helden sein würde. Ob das gelungen ist, wir werden es noch sehen... Das war jedenfalls die andere Intention des Projekts. Es schien, dass die Extraterrestrischen bei dieser Agenda halfen, aber ihre eigenen Ziele dabei verfolgten ('O.K. Eure Supersoldaten können x,y, z machen. Für uns ist seine Ausbildung aber noch nicht zu Ende und wir werden ihn mit ein paar extra Programmen ausstatten und uns ansehen, was er damit für lustige und schicke Dinge tun kann.'). So scheint es, dass dies ein kooperatives Programm war und sie arbeiteten sowohl an einem gemeinsamen Ziel, als auch mit eigenen, flankierenden Zielen.


Michael Salla: Auch andere suchten die Öffentlichkeit, um über Supersoldatenprogramme zu sprechen, welche Kinder involvierten. Und ein Kontrollmechanismus, der dabei benutzt wurde, bestand in Trauma-basierter Mind Control.

Randy Cramer: Genau...

Michael Salla: War das also auch Teil des Projekts Moonshadow?

Randy Cramer: Vor dem Hintergrund der ganzen Bandbreite der Mind Control Technologien ist nach meinem Verständnis die Trauma-basierte Bewusstseinskontrolle eine primitive Technologie, wenn es um die Formung des Bewusstsein geht. Es gibt viel fortgeschrittenere und weniger traumatisierende Methoden, um dies zu erreichen. Um das aber auf diesem Wege zu erreichen, muss man in einem möglichst früheren Alter ansetzen. Wenn man nämlich mit jemandem zu tun hat, der bereits irgendein fest sitzendes Bezugssystem in seinem Geist und seinem Körper hat, muss man es vorher brechen, um es wieder neu aufbauen zu können. Daher ist Trauma-basierte Mind Control so so gut bekannt und weit verbreitet, weil man es dabei mit Personen zu tun hatte, die sich bereits einige Jahre entwickeln konnten. Man muss das brechen, um darauf neu aufbauen zu können. Aber wenn man von Null und Tag 1 beginnt, von der reinen DNS und der befruchteten Eizelle, muss man das nicht in diesem Umfang tun. Da gibt es sicher ein paar Erfahrungen [bricht ab]...

Nach meinem Verständnis funktionierte das etwa so: die ETs und die Special Section des Marine Corps sagten sich 'Großartig! Um besser zu sein als die anderen Programme, tun wir es auf diese Art und erhalten viel stabilere Supersoldaten.' Man stand nämlich vor dem Problem, dass durch all diese Trauma-basierte Kontrolle sich die Lebensspanne verkürzte. Man hat zwar Supersoldaten, aber nur für einige wenige Jahre, bevor sie sich selbst zerstören und innerlich kaskadieren [Randy spielt hier wohl auf die Wiedervernetzung ehemals blockierter neuronaler Netzwerke an, welche die vormals kompartimentierten multiplen Persönlichkeiten ineinanderlaufen lassen. Aus anderen Zeugnissen von Supersoldaten wissen wir, dass dies nicht selten mit einer Selbsttötung endet]

Bei Nichtanwendung der Trauma-basierten Methode gibst Du Deinem Supersoldaten also eine sehr viel längere Lebensspanne mit auf den Weg; viele Jahre mehr an Militärdienst und ein größerer Nutzen, der daraus gezogen werden kann im Vergleich zu einem Trauma--basierten Regime. Im Wesentlichen sollte es also effektiver und nutzbringender sein. In den meisten Fällen wurden wir damit [Trauma-Kontrolle] also nicht konfrontiert, obschon man da freilich mit einem dutzend anderer Leute am Tisch sitzt, die nicht die gleichen Werte teilen. In Project Moonschadow gab es also auch die Leute, die forderten: 'Wir benötigen doch auch diese anderen Kontrollmechanismen und Sicherheiten in diesem System! Und am Tisch machte das Argument die Runde: 'Nein, das würde unser Programm und unsere Ziele verderben. Wir haben [bewusst] keine Trauma-basierte Mind Control angewandt, weil es sie [die Supersoldaten] mit der Zeit schädigt, ihre Lebenszeit und ihren Nutzen vermindert.' Aber wenn man Leute dabei hat, die ständig darauf insistieren: 'Nein, nein, nein, wir müssen diesen Kerl kontrollieren! Wir müssen sicher stellen, dass er nicht aus dem Ruder läuft und unabhängig wird', rollten die Leitenden bei Projekt Moonshadow schließlich mit den Augen und sagten: 'Na, gut, bitteschön, wenn ihr wollt, dass wir es so tun, fügen wir also ein Minimum an diesen Trauma-basierten Kontrollen hinzu.' Ich kann mich definitiv an einige erinnern. Meistens jedoch war es keine Trauma-basierte Mind Control, sondern eine Basis-Programmierung, die mit der DNS Programmierung begann, mit der elementaren Softwareprogrammierung der [meiner] Entwicklung, statt letztere auseinander zu brechen und wieder neu zusammen zu setzen.

Michael Salla: Wir sind fast am Ende dieses ersten Teils, der Deinen Lebenshintergrund aus der Frühzeit beleuchten sollte, bis Du im Alter eines Teenagers warst und in den Militärdienst eingetreten bist. Gibt es irgend etwas, das Du hinzufügen möchtest im Hinblick auf die nach und nach erfolgten Enthüllungen Deiner Frühzeit?


Randy Cramer: Ja, und zwar folgendes: Sogar wenn etwas geklärt scheint und sich für die Erinnerung klar zeigt, heißt das nicht, dass nicht alles anders sein kann. Ich erinnere die frühen Stadien dieses Prozesses und dachte mir dabei: 'Oh, dies bedeutet jenes und jenes bedeutet dieses...Oh, wenn ich von diesen Aliens entführt wurde, muss das diese Bedeutung haben.' Ich hatte also einige Annahmen, die ich auf nichts anderes als auf Annahmen stützte (wie das andere Leute auch tun, die zu glauben wissen, was diese Dinge zu bedeuten haben), was diese Dinge für mich persönlich bedeuteten, und auch, ob ich mit diesen Dingen mit mir im Reinen oder Unreinen wäre.

Erst als ich bereit dazu war und mir die Zeit nahm, tief zu graben und jede einzelne Facette der Erinnerungen und der emotionalen Erfahrungen zu erforschen, konnte ich die Gewissheit erlangen, bei der Wahrheit angelangt zu sein. Denn ich würde nicht zur Wahrheit gelangen, wenn eine Erfahrungserinnerung in mir nicht ganz korrekt war und sie mich dadurch zu falschen Schlussfolgerungen und Handlungen (basierend auf jenen) verleitete.

Wenn ich eine Botschaft vermitteln sollte, besonders an jene, welche diese Informationen dazu benutzen, sie auf sich selbst zu beziehen, [würde ich sagen]: 'Was immer ihr glaubt, dass euch widerfahren sei, seid euch nicht so sicher! Lasst den Zweifel nicht so nah an euch ran, dass ihr leugnet, etwas sei passiert. Aber seid bereit auszusprechen: 'Vielleicht ist es passiert, vielleicht auch nicht. Lass uns der Sache auf den Grund gehen und zur Wahrheit gelangen.' Und wenn eine Einstellung herrscht, eine Intention und Ernsthaftigkeit, welche tatsächlich den Willen hat, zur Wahrheit zu gelangen, wird man dort Am Ende auch landen. Ich bin überzeugt davon, wer auch immer euch dabei helfen will (eure Guides oder Außerirdische): ihr müsst die richtigen Fragen stellen! Dazu gehört, keine voreiligen Schlüsse zu ziehen. Es ist einfach, solche Annahmen zu treffen über Dinge, von denen man nicht unbedingt sehr viel Fakten kennt. Ich würde jeden, der durch irgendeinen ähnlichen Prozess geht, dazu ermutigen wollen, anzuhalten und sich zu vergewissern, ob man die richtigen Fragen stellt und wirklich willens ist, auf den Grund der Dinge zu kommen. Willens auch, die Vorstellungen seiner Vorurteile loszulassen. Wenn man eine neue Ebene erreicht, wird man gezwungen, einen ganzen Strauß an Annahmen zu verwerfen, bevor man sie betreten kann. Und das ist gut so. Es ist gut, wenn man sich willens zeigt, falsch zu liegen, um an einen Ort zu gelangen, an dem man richtiger liegt. Habe also den Wunsch, Dich zu irren. Sei Dir nicht sicher, fordere Deine Annahmen heraus, so dass Du wirklich zum Grund der Wahrheit darüber gelangen kannst, wer oder was Du bist und was Du mit dieser Erfahrung nun anfangen willst.

Michael Salla: Wir schließen hier diesen ersten Teil und werden bald wieder zurück sein, um einen Blick auf Deinen Militärdienst in der US Navy und in der Special Section des US Marine Corps zu werfen.

 Randy Cramer: Teil 2 – Die Mars Defense Force (MDF) und die Verteidigung der Marskolonien
Deutsches Transkript des Interviews mit Michael Salla (www.exopolitics.org)

(Text geglättet)

Es handelt sich hier um den zweiten Teil eines fünfteiligen Interviews mit Randy Cramer, der seine Rekrutierung in eine Spezialabteilung des US Marine Corps enthüllt, die für die Ausbildung der Verteidigungsstreitkräfte der fünf bestehenden Marskolonien verantwortlich zeichnet.

Dieser Blog macht sich die hier vertretene exopolitische Sichtweise nicht vollständig zu eigen, lädt vielmehr jeden dazu ein, kritische Kommentare zu hinterlassen!



Michael Salla: Wir sind zurück mit Captain Kaye [Randy Cramer] und werden die Serie von Ereignissen besprechen, die sich ereigneten, nachdem er Projekt Moonshadow mit etwa 17 Jahren abgeschlossen hatte und daraufhin in den Dienst der Special Section des US Marine Corps gestellt wurde. Erzähl uns bitte darüber, was dann passierte, nachdem Du ins Projekt Moonshadow aufgestiegen warst.

Randy Cramer: Klar. Da war eine kurze Zeitspanne nach dem Abschluss des Projekts, ich würde sagen, für eine Dauer von etwa 90 Tagen, in der wohl die letzten Tests durchgeführt wurden [im Sinne von]: 'O.k. Wir investierten so viel Zeit in diese Sache. Nun wollen wir uns [erst einmal] ansehen, wie er sich unter den unterschiedlichsten Bedingungen schlägt.' Es gab also diese interessante 90-Tage-Periode, während der ich an vielen verschiedenen Orten war. Das umfasste verschiedene Umwelt- und Ökosysteme und Temperaturzonen rund um den Planeten [Erde], um einfach zu sehen, wie ich unter verschiedenen Bedingungen und Szenarien funktionierte. Dann gab es wieder gelegentliche Zusammenarbeit und Kriegsspiele auf Augenhöhe mit anderen Special Forces. In einigen Fällen sogar Einsatzschießübungen, die für uns eine Übung, für andere Leute in anderen Ländern aber sehr real waren, da sie nun tot sind. Sie waren die Einsatzschießübung, die für uns ein Testlauf sein sollte. Freilich keine so bedrohliche Streitmacht, dass die High-Tech-Maschinerie [der Supersoldaten] beschädigt werden würde. Sofern diese nicht defekt ist, kann man garantiert davon ausgehen, dass das gegnerische Team keine Chance hat. Es gibt eine Menge bewaffneter Streitkräfte in der Welt mit AK-47-[Sturmgewähren], aber ohne Schuhe an den Füßen. Sie sind also nicht sehr gut ausgerüstet gegen ausgebildete bewaffnete Truppen. In einem Testszenario kann man dann also ruhig 5 Supersoldaten gegen 50 dieser Männer los schicken und sehen wie sie sich machen. Du weißt, dass Deine Leute gewinnen werden, aber wenn Du ein Training unter realen Bedingungen haben willst, ist so etwas ein sicherer Test. Nach etwa 90 Tagen wurde ich mitten in der Nacht in einen regulären Pickup verladen, um meine Reise zum Lunar Operations Command [Mond-Einsatzführungskommando] anzutreten. Ich wurde in Unterkünften einquartiert, die nicht größer waren als eine Gefängniszelle, obschon etwas zivilisierter als eine Gefängniszelle, so dass man sich nicht wie ein eingesperrtes Tier fühlte. Aber ungefähr in dieser Größenordnung: ein Raum sehr praktisch gehalten, mit Waschbecken und Toilette an der Seite. Ein kleiner Tisch mit Stuhl. Wie eine Stube, oder wie man es immer nennen will. Dort wurden wir also einquartiert und man befahl uns, auf das Läuten auf dem Gang zu warten. Jeder Einquartierte hatte dann in den Gang auszutreten... Davor stand Militärpersonal, in diesen LOC-Jumpsuits gleichenden Overalls. Die Farbe entsprach mehr einem Marinegrau („battleship grey“) mit goldenen Säumen. Die beiden Sicherheitsleute waren nicht sehr schwer bewaffnet, trugen aber eine Seitenwaffe. Sie eskortierten uns einzeln, einer nach dem anderen. Ich konnte sehen, wie andere auf demselben Gang von anderen zweien dieser Sicherheitsleute (in Jumpsuits mit Goldsäumen) eskortiert wurden. Ich wurde in einen großen Wartebereich gebracht, der sich in Nachbarschaft zu einer großen Anzahl an Bürozellen befand. Da drinnen saßen eine Menge Bürokraten in verschiedenen Uniformen, die eifrig ihre Schreibarbeit erledigten. Eine Menge saßen da herum, und warteten darauf, dass ihre Namen und Nummern aufgerufen werden würden. Auf ein Signal also, zum Gespräch mit diesen Leuten aufgerufen zu werden. Das war ein ziemlich großer und hell erleuchteter Bereich. Alles war in dieser goldgelben Farbe gehalten, zumindest war das die Farbgebung zu jener Zeit und der Wandel der Mode könnte zu Veränderungen geführt haben. Damals war es jedenfalls dieses Blumengelb, das einem Urlaubsstimmung vermittelte. Es war fast so, als ob man beim Zahnarzt wartete, nur alles in einem wirklich großen Raum.

Nach einer gewissen Wartezeit wurde man also aufgerufen, nahm Platz in einem der Bürozellen und hatte einen Unteroffizier vor sich in einer Uniform, die ich nicht genau identifizieren konnte. Er gab sich als Offizier der Air Force aus, aber seine Uniform war mir nicht vertraut vor dem Hintergrund der (mir bekannten) regulären Streitkräfte der Air Force. Ich vermute daher, dass dies etwas mit einer Parallelabteilung der Air Force zu tun hat, die ihr anderes Aussehen einer eigenen Uniform verdankt. Das ist nur geraten von mir, denn ich bin darin nicht der ausgesprochene Kenner.

Er [der Unteroffizier] zog dann einen Stapel Papiere hervor und sagte: 'Hier ist Ihr Vertrag. Ich soll ihn mit Ihnen durchgehen und Fragen beantworten, die sie dazu haben. Und dass sie beim Unterzeichnen die Unterschrift auch an den richtigen Stellen machen, bevor es für Sie weiter geht.' Da war also diese kleine „Diskussion“ von ihm: 'O.K. Das ist es, was sie hier tun: Sie unterschreiben für eine 20-jährige Dienstzeit.... Machen Sie sich keine Sorgen, wir löschen Ihnen die unerwünschten Erinnerungen an die hässlichen Dinge sowieso aus dem Gedächtnis. Wir verfrachten sie genau dorthin zurück, wo wir Sie aus dem Verkehr gezogen haben und führen eine Altersregression durch [ein auf Technologie basierender Verjüngungsprozess]. Sie werden ihr Leben noch einmal leben können und werden also keine Jahre Ihres Lebens verlieren. Tatsächlich werden Sie dann auf einem ruhigen Posten landen und wir werden uns um alles kümmern. Es wird alles gut.' Da gab es eine Menge Versicherungen ('Das ist keine große Sache' und 'Das tun andere jeden Tag' und 'So wird das heute eben gemacht...')...

Nachdem es kaum so etwas wie eine Diskussion gab, hatte ich ein paar Fragen, die er beantwortete, wobei ich schließlich realisierte, was er mir dabei zu verstehen geben wollte: 'Schauen Sie, Sie können jetzt unterschreiben, den Raum verlassen und sich ihrer nächsten Aufgabe widmen, oder wir können hier lange herumsitzen und uns über Papierkram unterhalten, den sie so oder so unterschreiben werden.' Er war hinreichend nett, war weder gemein noch machte er sich auf meine Kosten lustig. Es war für ihn einfach klar: Diese Sache musste erledigt und unterschrieben werden. 'Haben Sie Fragen, fragen Sie, aber eigentlich spielt das keine Rolle. Unterschreiben Sie einfach und wir können weiter machen.'

Nachdem wir das hinter uns hatten, wurde ich in meine zeitweise Unterkunft zurück eskortiert. Man teilte mir mit, ich solle eine Pause machen und auf das Läuten im Gang warten. Ich bin dann etwas weg gedöst, nicht sicher, für wie lange. Ich höre das Läuten im Gang und trete hinaus. Ich gehe den langen Gang hinunter zum Türdurchgang am Ende des Ganges, wie alle anderen, welche das Läuten hörten. Dann ging es durch größere Türen, welche den Raum öffneten auf einen großen Hangar, in dem sich ein sehr großes Schiff befand. Ich würde es eher mit einem Delta-Flügler oder einer Backwing-Form vergleichen wollen im Gegensatz zu einer Rund- oder Diskus-Form. Es war eine Delta-Dreiecks-Form, aber breiter, wie bei einer Fledermaus. Es war ganz schön hoch, von der Unterseite bis zur Oberseite des Schiffs waren es ungefähr 30 bis 35 Fuß [um die 10 Meter]. Im Inneren schien es mehrere Levels (Ebenen) zu geben. Der Eindruck bestätigte sich, als wir drinnen waren. Die Flügelspannweite von Spitze zu Spitze maß, – es ist schwer, Distanzen von dieser Warte aus zu schätzen – locker zwischen 400 und 500 Fuß [etwa zwischen 120 und 150 Meter]. Von der Nase bis zum hinteren Ende waren es weniger als 150 Fuß [rund 45 Meter]. Der Frontsektion saß eine riesige, gabgerundete Nase auf. Man konnte die leicht gewölbten Scheiben erkennen, da [auch hier] die Oberfläche gekrümmt war. Dort schienen die Steuerung und die Piloten zu sitzen. Es war ziemlich hoch oben, ganz so wie bei einer 747, wo das Cockpit über die Gesamtkonstruktion ragt, aber [freilich] in den oben angegebenen Dimensionen.

Im Inneren angekommen hatte man eine Menge Sitzgelegenheiten, Sessel wie in einer Lounge mit einer Art Gedächtnispolsterschaum. So als ob Luft entweichen würde, konnte man es hören, wenn sich das Material anpasste, um Deinem Körper einen guten Halt zu geben. Freilich waren dort auch Anschnallgurte. Nachdem also jeder ein bisschen herum fummelte, bereit und sicher war – es gab auch Leute, die jedem zeigten wo es lang geht, wenn es Verwirrung gab –, senkte das Licht im Schiff ab, ganz ähnlich wie in einem Flugzeug: aus dem Lautsprecher über Dir spricht der Pilot zu Dir: 'Willkommen an Bord. Ich bin Ihr Kapitän für den Shuttleflug zum Lunar Operations Command [Mond-Einsatzfühurungskommando], ihrem nächsten Zielflughafen. Über den Ort dieser Station haben Sie keine Sicherheitsfreigabe, bis wir dort angekommen sind. Sobald wir dort ankommen, werden sie die Sicherheitsfreigabe über ihren Zielort erhalten...' Uns war es also nicht gestattet zu wissen, wo unser Ziel sein würde, bevor wir es nicht erreichten. Das war sehr lustig. Es war unterhaltsam mit anzusehen, wie die Sicherheit funktionierte, wie all diese Ebenen der Sicherheit und Sicherheitsfreigaben eingezogen wurden. Aber er machte etwas interessantes, das ich nicht erwartete und über das ich nicht nachgedacht hatte. Er sagte: 'Ihr werdet euer Zuhause für eine sehr lange Zeit nicht mehr sehen. Bevor wir es hinter uns lassen, werden wir noch einen letzten Blick auf die Heimat werfen.' Jeder warf also noch einmal einen letzten Blick zurück auf die Heimat, und man gab uns so die Gelegenheit, darüber nach zu denken, warum man zu ihr zurück kehren wollte. Oder warum man die Leute und seine Familie da unten beschützen will. Warum es sich also lohnte, dafür zu kämpfen.

Als sich das Schiff aus dem Hangar heraus in Position brachte (in welch gut bemessener Distanz auch immer zur Erde), gingen an der Decke des Schiffs die Bildschirme an. Es war eine Projektion dessen, was das Schiff direkt vor sich sah. Das war so ähnlich wie in einem Planetarium, wo man ebenfalls in einem Stuhl liegt und durch die Deckenprojektion um einen herum den Eindruck gewinnt, dass man sich mitten im Weltall befindet. Wenn also eine Bewegung zu beobachten ist, gewinnt man fast den Eindruck, auf künstliche Weise [mit]bewegt zu werden. In einer ganz ähnlichen Art hatte man also diese sehr große und klare Projektion, die einem einen Eindruck vermittelte, was sich vor dem Schiff abspielte. Während wir auf die Erde starrten, um das letzte Mal mit großen Augen zurück zu blicken, hatten wir alle das Gefühl, in diesen Sitzen mitten im All zu schweben. Es war Ehrfurcht gebietend. Dieser Anblick sticht ohne Zweifel als der wunderbarste Moment meines ganzen Lebens heraus. Ich starrte auf den Planeten von dieser perfekten Warte aus und konnte ihn als Ganzes betrachten. Nicht als [Stand]Bild. Er bewegte sich, die Wolken bewegten sich, und die Gewitterblitze flackerten auf. Da ist Aktivität, die zwar sehr sehr langsam ist und Du bist so weit weg, dass Du es nicht bemerkst. Aber Du weißt, dass es da ist. Es ist eine Möglichkeit zu sehen, wie man sonst nicht sehen kann. Ein Bild zu betrachten ist nicht dasselbe. Es war kein Vergleich zu einem HD-Bild auf einem großen Bildschirm. Es war so riesig, dass man den Eindruck hatte, sich in unmittelbarer Gegenwart zu befinden. So klar war dieses Bild, dass man meinte, die Decke des Schiffes wäre gar nicht vorhanden, man blicke aufs Original. Kein Zweifel, die Decke war natürlich da. Es war einfach phantastisch, die Erde „live“ zu sehen. Wenn Du sie vom Weltall aus siehst, erkennst Du, dass sie lebt. Nicht nur, weil es Leben auf ihrer Oberfläche gibt. Nicht nur, weil wir Menschen dort unten leben. Etwas wird einem plötzlich sehr klar, wenn man diesen gigantischen Ball im Weltraum sieht: er ist lebendig. Aber Du siehst keine Grenzen, es ist eine Welt ohne Grenzen. Man sieht keine, wenn man vom Weltraum aus darauf sieht. Keine Linien, welche die Länder voneinander trennen. Man sagt sich nicht: 'Oh, sieh mal, da sind die Vereinigten Staaten! Und da ist Deutschland!' Du sagst Dir: 'Oh, hier ist Nordamerika, das mit Südamerika verbunden ist. Und da ist Europa zusammen mit Asien.' Du erkennst einfach sofort, dass alles miteinander verbunden ist ohne diese trennenden Linien. Und von dieser Perspektive aus ist alles Gezänk und aller Streit auf der Oberfläche unwahrscheinlich belanglos. Man bekommt den Eindruck: 'Wow! Ich bin hier wirklich an einem bedeutsamen Ort. Ich starre nicht nur auf dieses 'Ding', schaue sie [die Erde] mir nicht nur an, sondern werde für ihre Sicherheit sorgen. Und jeder, der dort unten lebt, wird sicher sein. Alles Leben, das dort unten lebt, ist momentan sicher, und vielleicht, wenn ich Glück habe, werden alle Menschen und alles Leben auch in der Zukunft sicher sein aufgrund der Arbeit, die ich hier und jetzt tue.' Dieser Gedanke blieb bei mir hängen und machte mich betroffen. Ich hatte einfach diesen Moment, der Ehrfurcht gebietend war und mich berührte. Ganz unabhängig davon, wie all dies enden sollte, würde dieser Moment versöhnlich und ein [ganz] spezieller sein. Ich war also im Reinen damit, diese spezielle Rolle einzunehmen und diese Verantwortung zu tragen. Es machte mich glücklich und es war gut so. Es war einfach eine atemberaubende Erfahrung.

Michael Salla: Vielleicht möchtest Du uns ein wenig über das Lunar Operations Command [Mond-Einsatzführungskommando] erzählen? Befindet es sich auf der Rückseite des Mondes? Ist es eine unterirdische Anlage? Wie groß ist sie?

Randy Cramer: Das sind gute Fragen. Aber ich kann sie nicht alle beantworten. Ich habe nur einen Teil davon zu Gesicht bekommen. Als wir uns im Landeanflug befanden, sah ich eine ziemlich große Basis, in der sich eine sehr sehr große Landeplattform befand. Sie ragte in Terassenstufen von der Basis bzw. von der Mondoberfläche aus nach oben. Und die Plattform selbst, du meine Güte...man konnte drei oder vier von diesen Dingern darauf platzieren. Sie maß also möglicherweise eine Quadratmeile, zumindest aber die Hälfte davon. Da unten waren eine Anzahl kleinerer Schiffe aufgereiht. Gebäude waren da, welche Nissenhütten glichen. Die waren riesig und hatten diese gerundete Form. Dann waren da auch rechteckige Gebäude, die nach nichts besonderem aussahen. Einmal drinnen, sah man dann Gänge und Aufzüge, die nach unten, unter die Mondoberfläche führten. Gemessen an den Arealen, die ich zu sehen bekam, behielt ich aus dieser Zeit den Eindruck zurück, dass es sich um eine absolut gewaltige Einrichtung handelte. Die Station, die ich besuchte, hatte mindestens die Größe einer mittleren Stadt. Und womöglich gibt es auf der Rückseite des Mondes noch mehr von diesen Stadt-großen Komplexen, mit denen wir [Menschen] etwas zu tun haben, die also unter terrestrischer Kontrolle stehen. Aber da gibt es auch... Nach meinem Verständnis ist die Rückseite des Mondes bereits von so vielen verschiedenen Spezies genutzt worden (ein bisschen wie die Antarktis, wo man all diese unterschiedlichen Regionen mit unterschiedlicher Ländervertretung hat. Man hält diese und jene Region und jeder respektiert den Raum und die Ansprüche des anderen... Da gibt es also eine Reihe von Regionen, die von verschiedenen Extraterrestrischen genutzt wurden und [bis heute] über einen sehr langen Zeitraum Basen unterhielten. Die haben auch nicht vor, weg zu gehen. Und ob die Leute sich nun freundlich oder feindlich gesinnt sind. Hier ist eine Art neutraler Boden. Diejenigen also, welche mit anderen nicht auskommen, können sich unter Umständen gar nicht weit voneinander befinden. Aber sie greifen sich nicht gegenseitig an und dulden sich in diesem neutralen Raum, welche vertraglichen und diplomatischen Arrangements auch immer dahinter stecken mögen. Dieser gegenseitige Respekt reicht vermutlich schon sehr lange zurück in die Zeit. Aber so weit ich weiß, brach dennoch einige Male der Krieg auf der Rückseite des Mondes aus, und das war schlimm genug, dass alle schließlich sagten: 'Nicht hier. Dies hier ist neutraler Raum, was immer auch alle Anwesenden hier verfolgen. Wir können nicht riskieren, hier unsere Konflikte auszutragen oder wir verlieren diesen Ort unter Umständen an jemand anderen'. Das war so eine Art „Deal“.

Das ist also eine ganz schön interessante Gemengelage [im Sinne von]: 'Wer und was ist da oben?', 'Wo befindet sich das alles?', 'Wie hat es sich ausgebreitet?'. Natürlich nur vor dem Hintergrund, was ich selbst gesehen habe und was mit mir besprochen wurde. Was meine Einsatzeinweisungen betrifft, ist es vollkommen klar, dass ich nicht alles weiß, was dort oben ist und was darüber bekannt ist. Das ist es also, was ich über das Lunar Operations Command weiß.

Michael Salla: Bezüglich des Shuttle-Schiffs, das Dich zu Deinem Einsatzziel brachte: ist Dir bekannt, welche Kapazität es hatte?

Randy Cramer: Da muss ich raten. Zweifellos gab es im Inneren mehrere Levels oder Ebenen. Mein eigener Aufenthaltsort war also auf einer dieser Ebenen. Ob die Ebenen darüber oder darunter gleich waren oder für Fracht- oder Lagerkapazitäten, Ausrüstung oder Technik genutzt wurden, weiß ich nicht. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass das Schiff die Kapazität besaß, eine Truppenstärke von 1000 bis 2000 Mann zu transportieren (vielleicht sogar mehr)

Michael Salla: O.k. Das ist wirklich groß.


Randy Cramer: Ja, es wurde definitiv oder hauptsächlich gebaut, um menschliche Körper zu transportieren. Noch einmal, es handelt sich hier um meine Annahme. Einige Sektionen können freilich auch Frachtraum gewesen sein. Aber nach seinem Aufbau zu urteilen, war es wohl hauptsächlich dazu da, eine Menge Leute zu bewegen.


Michael Salla: Bezüglich der Papiere, welche Du unterschrieben hast: gab es da irgend einen Hinweis, welchem speziellen Einsatzdienst Du Dich verpflichtet hattest? Oder handelte es sich um eine eher nebulöse Angelegenheit? Welche Details erinnerst Du von den Papieren, die Du unterzeichnet hast? Wem hast Du Dich da verschrieben?


Randy Cramer: Ich habe mich mit meiner Unterschrift als US Marine der Earth Defense Force [Erdverteidigungsstreitkräfte] verpflichtet. Ich bin froh über diese Frage, weil ich sie selbst gestellt habe: 'Für wen werde ich arbeiten? Was werde ich hier für eine Rolle spielen?' – [Antwort]: 'Nun, Sie sind doch ein Marine, oder?' –'Ja.'– 'Und sie bleiben auch einer. Sie werden immer ein US Marine sein. Das ist es, was sie sind und tun werden.' 'Aber', sagte er, 'dies ist ein Vertrag. Und dieses Vertrag bindet sie an die Earth Defense Force. Und sobald sie vertraglich an die Earth Defense Force gebunden sind, können wir Sie über Untervertrag an andere Organisationen weiterreichen, die Personal brauchen. Oder Sie werden einer beliebigen Anzahl anderer EDF-Basen im Sonnensystem zugeteilt.' Er meinte dazu: 'Ach, das meiste davon ist wirklich langweilig. Meist schiebt man Wache oder ist auf Horchposten für Nichts. Vielleicht bekommen Sie auch einen langweiligen Job am Boden.' Offensichtlich spielte er herunter, was immer auf mich zukommen und wo manch einer [von uns] enden würde. Ich kann nicht [mit Bestimmtheit] sagen, ob das Teil jenes typischen Ausbilderverhaltens war oder ob er wirklich ehrlich zu mir sein wollte. Ich glaube eher, er wollte mich mit seinen Antworten einfach in diese sorglose Stimmung versetzen, damit ich [endlich] unterzeichne (Fragen hin oder her) und die nächste Person herein gerufen werden konnte.

Er sagte also: 'Sie werden ein Mitglied der EDF [Earth Defense Force] sein. Und abhängig davon, wo sie hingebracht werden, wird Ihre Uniform entsprechend aussehen und Ihre Rangbezeichnung lauten. Aber Sie werden stets ein Marinesoldat bleiben. Sie werden vielleicht zeitweise mehr sein als das, werden zusätzliche Aufgaben haben. Aber das werden sie in dem Moment wissen, wenn sie dort angekommen sind. Ich kann Ihnen ihre nächste Aufgabe nicht nennen, da ich für diese Dinge keine Sicherheitsfreigabe habe. Alles, was ich Ihnen sagen kann, ist, dass nach der Unterzeichnung dieser Papiere andere Vorgänge ausgelöst werden. Wenn sie also an Bord des abfliegenden Shuttle-Schiffs gehen, werden Ihnen wiederum andere Papiere zugewiesen, die bei ihrer Ankunft geöffnet werden. Dies werden dann Ihre neuen Befehle und Aufgabengebiete sein, alles also, was Sie darüber wissen müssen. Bevor sie uns verlassen, haben Sie aber keinen „Need To Know“-Status [Need To Know: Kenntnis nur bei Bedarf] und diese Akten werden in Ihre Hände [erst dann] gelangen, wenn Sie dort sind und Ihnen jemand erklären wird, wo sie sich befinden.'

Er redete also ziemlich gekünstelt. Gleichzeitig konnte er mir versichern, dass meine Identität hier nicht verloren ginge, dass ich etwas anderes als ein Marine werden könnte, sobald ich für eine andere Organisation unterschrieben hätte, die meine Verhaltensregeln und meine Wertvorstellungen als Marine kompromittieren würde. Er war also darauf bedacht, dass ich mir diesbezüglich keine Sorgen zu machen brauchte, indem er einfach versicherte: 'Das machen so wir tagaus tagein. Es wird alles normal und gut werden'. So redete er also, wenn er mich beruhigen wollte.

Das war freilich ziemlich vage, denn die hatten ja noch gar nicht die Sicherheitsfreigabe, um eine [fundierte] Antwort darauf geben zu können. Ich würde es also erst herausfinden, wenn ich an meinem Einsatzzielort angekommen wäre.

Michael Salla: Zu dieser Zeit also bestand Dein Wissen über die Earth Defense Force darin, dass es sich um eine verdeckte, internationale Organisation mit Raumfahrtprogrammen handelte. In einer Art vergleichbar mit den Vereinten Nationen, innerhalb der die verschiedenen Teilstreitkräfte des US Militärs ihre jeweiligen Fähigkeiten als Peacekeeper und Berater (usw.) in Dienst stellen. Ist es das, was mit der Earth Defense Force auch im Weltraum geschieht?

Randy Cramer: Ja. Nach meiner Kenntnis ist das im Wesentlichen zutreffend. Noch einmal: zum damaligen Zeitpunkt war mein Wissen über diese Sache begrenzt auf meine  Einsatzbesprechungen. Ich bekam eine Einsatzabschlussbesprechung, als ich Jahre später zurück kam im Rahmen einer Abschiedszeremonie. Ich kann mich daran erinnern, dort eine Rede (wohl etwas mehr als das) über die Ziele und Absichten der Earth Defense Force und über den Anlass ihrer Entstehung gehört zu haben. [Das geschah] im Grunde auf ganz ähnlichem Wege, wie auch die anderen geheimen Organistaionen gegründet wurden. Die Earth Defense Force war eine parallele, aber abgetrennte Organisation, die sich im wesentlichen aus den Vereinten Nationen heraus entwickelte, wahrscheinlich aus dem Sicherheitsrat heraus. Der Sicherheitsrat vereinnahmt alles, was mit Verteidigungs- und Sicherheitsfragen zu tun hat. Aus diesem heraus wurden so ziemlich alle Abteilungen der EDF (Earth Defense Force) als Parallelorganisation geformt, die abgeschnitten von der Erde oben im Lunar Operations Command (Mond-Einsatzführungskommando) stationiert wurde, um so wenig Kontakte wie möglich mit der Erdoberfläche zuzulassen. Das Risiko eines Sicherheitslecks und der Informationsaustausch sollte damit auf ein Minimum reduziert werden. Man schuf also diese Sphäre um den Planeten, um ihn vor allen Dingen zu beschützen, die ihm schaden könnten. Zu jener Zeit waren ja schon einige Dinge bekannt, die zur Sorge Anlass gaben. Das [bloße] Dastehen mit offenen Armen war keine gute Politik und man brauchte irgendeinen Verteidigungs-Perimeter, was auch immer da als nächstes auf uns zukommen würde oder was auch immer unsere nächsten Schritte auf dem Weg in die galaktische Gemeinschaft [im Original: „galactic brotherhood“] sein würden. Man will so etwas ja nicht unbedingt ohne einen Wachhund in seinem eigenen Hinterhof tun.

Michael Salla: Was also war Dein Zielort und was wurde Dir eröffnet, als Du dort ankamst?


Randy Cramer: Das Ziel war der Mars. Ich glaube, es nennt sich Mars Colony Corporation Headquarters [Unternehmenshauptquartier (HQ) der Marskolonien]. Da waren 3, 4...es waren 5 Hauptniederlassungen...Sie nannten es Aries Prime, da waren sie wirklich kreativ. Aries Prime war die erste der 5 Hauptniederlassung der Marskolonien, in der sich das Mars Colonies Corporation Headquarters befand. Und dann gab es noch 4 weitere Niederlassungen, die ich niemals mit eigenen Füssen betrat. Wir kamen also nach Aries Prime und landeten auf einer Plattform. Wir gingen von dort geradewegs über ein offenes Plateau der Marsoberfläche in eine sehr große Einrichtung. Es war dort [sowohl] heiß und es ging [gleichzeitig] ein kühles Lüftchen. Die Luft ist dünn, aber atembar. Die Temperaturschwankungen sind ganz schön hoch. Ohne Umweltschutzanzug ist man also gut beraten, sich nicht lange in der offenen Wüste des Mars aufzuhalten. Es wäre ziemlich tödlich, wenn man es tut. Aber ich glaube, es gab da eine Art schützendes Kuppelschild. Das tief gelegene Aries Prime befand sich außerdem in einer Art Krater und war damit von natürlichen Canyonwänden umgeben, welche es vor zu harten Winden schützten. Als wir damals ins Freie traten, war es ein heißer Tag. Es blies jedoch ein sehr kalter Wind und man fühlte sich, als ob man sich in vielleicht 8000 oder 9000 Fuß Höhe [~ 2500 bis 2800 m] befand. Die Luft war dünn, aber man konnte sie problemlos atmen. Ehrlich gesagt, das überraschte mich nicht schlecht. Da machen die einfach die Tür auf und sagten Dir 'O.k., geht nun zu diesem anderen Tor da drüben' und man findet sich also [staunend] da draußen im Freien herum laufend. Aber genau das war es, was wir taten.

Michael Salla: War die Marsoberfläche so, wie wir es von den NASA-Aufnahmen kennen? Der rötliche Himmel und der rötliche Erdboden?

Randy Cramer: Ja, durchaus! Durchaus war überall rot, rot, rot zusehen. Sicherlich war das dem ganzen Eisenoxid geschuldet, das auf der Oberfläche zurückblieb und für den allenthalben zu beobachtenden rötlichen Widerschein verantwortlich war. Roter Sand, rote Felsen. Der Sand war in seiner Struktur sehr fein, bis hin zu den massiven Felsbrocken... Alles rot. Die einzige Ausnahme besteht bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, wenn aus „rätselhaften“ (oder eben physikalischen) Gründen für 15 bis 20 Minuten (abhängig von der Jahreszeit) die Sonne hinter dem Horizont versinkt und dabei das Rot ins Violette übergeht. Für ungefähr eine viertel Stunde nimmt alles diesen erstaunlichen violetten Farbton an. Die Sonnenuntergänge auf dem Mars sind daher nicht sehr hell, die Sonne ist ja ganz schön weit weg. Aber ich war dennoch sehr erstaunt darüber, wie viel Licht bei so einer weiten Entfernung noch vorhanden ist. Ich hatte einfach darauf vertraut, was andere Leute über Lebensformen und Lebensbedingungen auf anderen Planeten erzählten. Sobald man auf einem anderen war, merkt man, dass es sich wohl ein wenig anders verhält, als man selbst und andere Leute darüber dachten und sagten. Gewiss ist die Sonne dort viel schwächer [in ihrer scheinbaren Helligkeit] und weiter entfernt, aber es ist verblüffend, wie viel Licht von ihr (auf die Oberfläche) geworfen wird, wie intensiv der Schattenwurf ist, wenn man etwa seine Hand dagegen hält...Es ist immer noch eine ganze Menge Licht. Und dieses Violett bei Sonnenuntergang ist einfach cool, wenn auch kurz...überall dieses dämmrige Violett...

Michael Salla: Kannst Du uns etwas über Aries Prime erzählen. Wann wurde diese Siedlung erstmals gegründet? Wer waren die Kolonisten? Hatte dabei ein bestimmtes Land, wie die Vereinigten Staaten, die führende Rolle oder bestand eine multinationale Verantwortlichkeit. Oder hatte eine Unternehmenskörperschaft das Sagen?

Randy Cramer: Nach meinem Verständnis ist die Mars [Colony] Corporation, wie jeder andere Teil der EDF [Earth Defense Force], zusammengesetzt aus verschiedenen Kompetenzbereichen: Wartungspersonal, Wissenschaftler, Berater, Ingenieure, Geschäftsleute. Diese Leute bilden die Kader für die Entscheidungsträger, welche bestimmen, wer darin was zu tun hat.

Meines Wissens wurde die Marskolonie von multinationalen Interessen etabliert. Aus all diesen Ländern wurden diese Kompetenzkader aus Geschäftsleuten, Ingenieuren, Leuten aus der Bergbauindustrie, Militärberatern und Geheimdienstleuten etc. gebildet, um in einer gemeinsamen Anstrengung die Mars Colony Corporation zu realisieren und sie profitabel zu machen. Wir können nicht einfach Billionen von Dollars ausgeben, um den Mars und Wege der Ressourcengewinnung zu erkunden, ohne dass sich das ganze dann auch rechnet. Anders würde das nicht funktionieren.

Es wurden also all diese Leute zusammen geholt. Keine Ahnung, wer genau diese Leute waren, wer genau sie ausgewählt hatte und welche Verfahren es in den einzelnen Ländern gibt, sie in diese Kompetenkader aufzunehmen. Ich weiß auch nicht, welche Gremien des Sicherheitsrats, der EDF oder der MJ-12 Gruppe ...darüber entschieden, wer dort was zu tun hatte. Die Mars Colony Corporation wurde um 1974/1975 gegründet. Meines Wissens waren wir das erste Mal Mitte der 1960er Jahre auf dem Mars, hatten aber damals bis in die Siebziger noch nichts ernsthaftes am Laufen oder in Vorbereitung. Ich gehe also davon aus, dass unsere erste Erkundungsmission, die für eine Weile dort oben bleiben sollte, um 1970 erfolgte. Und nach ein paar Jahren dann kam die Entscheidung: 'Wir sind bereit für die Gründung einer Mars Colony Corporation, um dort Fuß zu fassen. Lasst uns mehrere Siedlungen errichten, Bergbau betreiben und Ressourcen extrahieren, damit sich die Sache rechnet.' Das war dann also um 1975 herum, als die Mars Colony Corporation sich fest setzte, den ersten Rohstoffabbau durchführte...Meines Wissens bzw. meinem Briefing zu Folge um 1975 herum.

Michael Salla: Du selbst bist ja auf dem Mars ungefähr im Jahre 1987 angekommen...

Randy Cramer: Korrekt.

Michael Salla: ...und im Jahre 1975 wurde Aries Prime gegründet. Das spielt sich ja offenkundig während des Kalten Krieges ab. War also die Sowjetunion Teil der Earth Defense Force und von Aries Prime?

Randy Cramer: Unbedingt! Die USA, die Russen, die Chinesen und die Deutschen...alle arbeiteten zusammen und kooperierten. Unbedingt, genau so war es. Die Frage ist mir schon oft gestellt worden. 'Wie können diese Leute miteinander kooperieren, wenn sie sich gleichzeitig alle bekämpfen. Wer lügt hier, oder ist alles nur eine Show?' Ich denke, dass die realistische Antwort auf diese Frage darin liegt, dass jene Leute, die von der regulären Staatsmacht ihrer Länder ausscherten, um diese Parallelorganisationen zu gründen, dermaßen abgetrennt [von den Ahnungslosen] waren, dass die Ahnungslosen wirklich gegeneinander kämpften, sich wirklich hassten und tatsächlich gegenseitig umbringen wollten. Die Menschen aber, die sich über all dies [buchstäblich] hinweggesetzt hatten, arbeiteten freilich an dieser anderen Sache [im Sinne von]: 'Wir arbeiten für ein gemeinsames Ziel zu unser aller Nutzen und versuchen im Laufe der Zeit all die anderen Probleme aus der Welt zu schaffen, indem wir uns separieren.' Das ist einer der Umstände, die erklären, warum sie das [so] getan haben.

Michael Salla: Ich verstehe... An dieser Stelle in der Zeit beginnt also Deine Dienstpflicht. Wie sah die aus ab dem Zeitpunkt Deiner offiziellen Rekrutierung.

Randy Cramer: Wir erreichten Aries Prime und wurden darüber informiert, dass wir nun Mitglieder der Mars Defense Force (der MDF) wären. Die MDF ist eine spezielle private Militärorganisation, die von der Mars Colony Corporation unter Vertrag genommen wurde, um speziell die Mars Colony Corporation (MCC) und ihre Interessen zu beschützen und zu verteidigen. Wir wurden also darüber informiert, nun ein Mitglied dieser Mars Defense Force zu sein. Uns wurde eine Art Karte zugewiesen, auf der Stand, welchem Shuttleflug man zugeteilt war. Man nahm dieses Shuttle und flog damit zu einer Basis, auf der man sich dann die nächsten 20 Jahre aufhielt. Sobald man in dieser Station ankam, wurde man darüber informiert, was man genau zu tun hatte und mit wem genau man zusammen arbeiten würde. Man erhielt dort auch alle nötige Trainingsausrüstung, usw. Ich nahm also meine Karte, meinen Stapel Papiere und ging wieder zum Flugfeld hinaus. Dort wies man mir den Weg zu dem Shuttle, das ich nehmen sollte. Und diesmal waren diese Schiffe wirklich klein. Ein halber Bus vielleicht. Darin saßen vielleicht 20 Leute plus Pilot und Copilot in der Frontsektion. Gegenüberliegende Sitzreihen und ein Zugang am Heck. Dann [sagte einer]: 'Kommt hoch, setzt euch hin.' Die Sitze waren noch nicht einmal alle belegt in diesem speziellen Vehikel. Wir waren vielleicht 15, 16 Leute mit einigen leeren Sitze. Im Gegensatz zu jenem größeren Schiff, das eine sehr sanfte und ruhige Start- und Landephase hatte (keine großen Bewegungsmomente oder Erschütterungen), war dieses Schiff laut und man fühlte deutlich, wie man geschüttelt und bewegt wurde, als es vom Boden abhob. Es vollzog seine meisten Manöver 15 bis 20 Fuß über Grund (etwa 4,5 bis 6 m). Es schien ein Fluggerät für den Bodennahbereich zu sein, denke aber, dass es höher fliegen konnte und in Bodennähe einfach ein schlechteres Ziel abgab als in der Höhe. Nachdem wir ein paar Stunden, vielleicht 3 oder 4 Stunden über diese rötliche Felswüstenlandschaft geflogen waren, gelangten wir zu Forward Station Zebra, auf der ich die nächsten 17 Jahre meines Lebens verbringen sollte als Mitglied der Special Tactical Operations Division 098 Forward Station Zebra. Diese umfasste auch eine Schwesteranlage, die nicht mehr als 100 Fuß [rund 30 m] von der Hauptbasis entfernt lag und die Abteilung 097 beherbergte. Es handelte sich um zwei separate Stationen, die sich in direkter Nachbarschaft zueinander befanden. Unsere Schwesterabteilung war die 097. Und wir waren die 098, Special Tactical Operations Division, Mars Defense Force, Forward Station Zebra.

Dort angekommen wurden wir in die Einrichtung eingewiesen und trafen dort bereits stationierte junge Soldaten. Die führten uns herum und zeigten uns das Innere des Komplexes. Sie führten uns in das von uns so genannte „Hufeisen“. Der Hauptbereich der Unterkünfte bzw. der Kaserne befand sich vom Eingangsbereich aus gesehen im hintersten Ende des Gebäudes, das einer Hufeisenform ähnelte. Die beiden Hufeisenenden schlossen sich also nicht zusammen. Da war [aber] ein Gang, der beide miteinander verband...

Sie führten uns also das Hufeisen hinunter und dort wurden Namen gerufen und auf die entsprechenden Baracken für die Squads [Einsatzgruppen] gezeigt. Rundum gab es 16 davon. Sie hießen Alpha, Bravo, Charlie, Delta... Es wurde der Name „Soundso“ aufgerufen mit dem Zusatz Alpha, Bravo,..dann Delta, und da waren ich und ein anderer Typ gemeint: 'Cramer, Hanson...Delta Squad!' Wir gingen hinein und sollten dort auf die Rückkehr des restlichen Teams warten, von dem wir dann weiter eingewiesen werden sollten. Ich könnte hier ins Detail gehen und lange Geschichten erzählen. Um es kurz zu machen: der Rest des Squad Teams kam zurück und wir machten Bekanntschaft miteinander. Wir erkannten alle, dass wir hier Freunde sein mussten. Das war der erste Tag: Treffen mit meinem Squad. Am nächsten Tag war unser erster Schulungstag, an dem wir uns mit der Powered Body Armor [antriebsunterstützte Körperpanzerung], den Umweltanzügen und den tragbaren Gaußgewehren [magnetisch angetriebene Waffen] vertraut machen sollten. Es wurden Übungen und Simulationen durchgeführt: das An- und Ablegen der Körperpanzerung und Schießübungen auf Ziele, welche die zu dieser Zeit bekannten Bedrohungen darstellten. Wir bekamen eine Einweisung vom Geheimdienstoffizier der Station darüber, wo wir uns befinden, was wir hier tun, mit welchen Gefahren wir rechnen mussten. Im Wesentlichen erklärte er uns, dass die Mars Colony Corporation dazu da ist, Mineralien und Rohstoffe zu fördern. Das ist der Job der Bergbauleute, und 'euer Job wird sein, alles zu töten, was uns dabei in die Quere kommt.' Wir wurden darüber informiert, dass die einheimischen Spezies auf Mars tatsächlich zahlreich wären. Es gab da eine ganze Reihe von lebendigen Dingen auf dem Mars. Die Oberfläche ist immer noch karg im Vergleich zu dem, was sie einmal war, bevor der „Große Unfall“ geschah. An einer anderen Stelle wird es wohl angemessener sein, diesen Teil der Story zu präsentieren, welcher die Geschichte des Mars behandelt, so wie ich sie verstehe bzw. so wie sie mir erzählt wurde... Das Briefing ergab also, dass es hauptsächlich zwei entwickelte Spezies auf dem Planeten gab, mit denen wir Streit bekommen könnten. Eine einheimische reptiloide Spezies und eine einheimische insektoide Spezies. Sie leben nicht unbedingt in derselben Region, haben aber ihre eigenen Nester oder Stöcke, oder wie immer man das damals genannt hatte. Wir wurden dahingehend bearbeitet, diese Einheimischen als „Eingeborene“, Wilde und Biester zu betrachten, mit denen wir umzugehen hätten. Uns wurde nicht der Eindruck vermittelt, dass diese Spezies in irgendeiner Form entwickelte und zivilisierte Kulturen mit hoher Philosophie, hoher Wissensschulung und hochstehender Technologie gehabt hätten. Die Tendenz ging eher in Richtung von „riesengroßen Nervensägen“, mit denen wir fertig werden mussten. Später erfuhr ich, dass dieser vermittelte Eindruck ganz und gar nicht zutraf. Sie waren im Gegenteil eine sehr fortgeschrittene Spezies mit einer ganz schönen Portion Intelligenz, Kultur und Zivilisiertheit. Das kam in unseren Einsatzbesprechungen nicht vor. Stattdessen wurde uns beigebracht, was die grundlegenden Strategien und Taktiken auf dem Mars sein würden. Der Umgang mit diesen Wesen auf dem Mars war ein ständiger Test auf die eigenen Grenzen. An welcher Grenze eine Forward Station sich auch immer befand, ob nun die eines reptiloiden oder insektoiden Aktvitätszentrums, war auch eine Region, in dem das Territorium auf die Probe gestellt wurde. Dieser Raum wurde von ihnen angefochten, und man wäre wohl soweit gegangen, unser eigenes „Nest“ oder den eigenen „Stock“ komplett zu überrennen und zu erobern. Aber sie hatten eine Strategie: 'Töte nicht das gesamte Nest. Das Eindringen in das Nest des anderen hat die Absicht, alle Soldaten (oder Ameisensoldaten) zu töten oder die Eier in der Brutstätte zu zerstören, um die nächste Kriegergeneration zu schwächen. Wir wollen die Spezies nicht total auslöschen, da dies ein [Macht]Vakuum in diesem Raum nach sich zöge. Man kann ja nicht wissen, wer hier als nächstes reinkommt und diesen benachbarten Raum in Besitz nimmt.' Jeder ist auf sein Gebiet beschränkt und man hat nicht die Absicht, zu expandieren, indem man hier oder da ein neues Nest oder einen neuen Stock ansiedelt. Es war wie unter Isolationisten: 'Uns geht es gut hier. Ihr anderen bleibt, wo ihr seid und wir werden nur gelegentlich euer Territorium herausfordern. Um sicher zu stellen, dass ihr nicht das Niveau einer Bedrohung für uns erreicht, werden wir von Zeit zu Zeit auf eurem Nachwuchs (eurer Brut) herum trampeln, damit ihr wieder ein paar [Soldaten] nachbrüten müsst.'
Dies hielt ein gewisses Sicherheitsgleichgewicht aufrecht [im Sinne von]: 'Wir alle können hier gedeihen und miteinander auskommen, ohne dass einer durchdreht und von dieser Linie abweicht.' Das hält freilich alle in einer ständigen Bedrohung und einem permanenten Kriegszustand: Angriff und Verteidigung.

Entsprechend wurde uns gesagt, dass unsere Hauptstrategie darin bestünde, unsere „Gewässer“ zu verteidigen und gelegentlich das Nest eines anderen anzugreifen. Wir passten uns also an diese Bedingungen an, und wenn wir das Nest oder den Bau eines anderen angriffen, war es nicht unsere Aufgabe, allesamt mit aller zur Verfügung stehenden Technologie auszulöschen. Wir sollten nur das gleiche tun, was die anderen taten, wenn sie dem anderen die Eier oder Schlüpflinge zertraten, um ihn eine Generation zurück zu werfen. So lange jedenfalls, dass sie ein paar Monate brauchen würden, um in ihrer Zahl wieder offensiv werden zu können. Wir wurden darüber informiert, das dies nun mal der Lauf der Dinge wäre. Und man würde damit ein ganze Weile zubringen.

Nach der geheimdienstlichen Einweisung also (über das 'Wo sind wir hier?' und die Frage, wen man bekämpfen würde) hörten wir die Rede eines alten Oberst [Colonel] der Station. Ein ziemlich netter alter Herr. Eine Type, vor der ich bis zum heutigen Tage ziemlich viel Achtung habe. Er hielt uns diese Rede über unsere Rolle hier...Um ehrlich zu sein, es war durchaus eine motivierende Ansprache. Er äußerte eine Menge positiver Dinge hinsichtlich der Frage, wer wir sind und warum wir hier wären. Welcher guten Sache wir dienten, für die Erde und die Menschen daheim. Warum wir stolz sein sollten auf uns und das, was wir hier tun. Eine ziemlich gut Rede und ich fühlte mich wirklich motiviert dadurch...

Schon am fünften Tag hatten wir unser erstes Gefecht.


Michael Salla: Du hast erwähnt, dass die anwesenden reptiloiden und insektoiden Spezies indigen wären. Ich gehe also davon aus, dass sie nicht unbedingt etwas mit außerweltlichen reptiloiden und insektoiden Spezeis zu haben, die über fortschrittliche Raumschiffe verfügen, mit denen sie durch unsere Galaxie reisen. Über solche [Spezies] wurde ja berichtet, dass sie mit Menschen auf der Erden in Kontakt stünden. Waren jene indigenen reptiloiden und insektoiden Spezies also nichts anderes als ein Ergebnis der Entwicklung von vielen Jahrtausenden?

Randy Cramer: Ja, definitiv. An diesem Punkt kann ich wohl etwas näher auf mein Verständnis der Geschichte des Mars eingehen, so, wie mir diese Geschichte erzählt wurde von... [Zögern; es scheint fast so, als ob Randy Cramer hier von irgendjemand ein „Stoppschild“ gezeigt wurde]...

...Ich denke, ich muss hier den Dingen etwas vorgreifen, sonst wird es eine lange Geschichte. Ich werde also diesen wichtigsten Teil der Geschichte vorwegnehmen:
Einige Jahre später, in der zweiten Dekade meiner Dienstzeit, war ich vom Anfänger zum Squad-Führer der Delta-Squad aufgestiegen. Damals geschah es, dass wir absichtlich von der reptiloiden Spezies gefangen genommen wurden, die sich selbst die Galuka [das k in der Kehle sprechen; glucksend] nennt. Ganz so wie wir selbst von uns als Erdlinge sprechen, weil wir auf dem Erdboden leben, ist 'Galuk' die Bezeichnung für ihren 'Heimat'-Planeten, und die Galuka nennen sich also Leute oder 'Kinder der Heimat'. Als wir von ihnen mit Vorsatz gefangen genommen wurden, geschah dies deshalb, weil sie genug hatten von dem Spiel, das wir über all die Jahre spielten. Es war wohl Zeit für sie geworden, diesen haarlosen Affen, der hier landete und ihnen Probleme bereitete, näher an sich heran kommen zu lassen. Noch einmal: dies waren keine Wilden. Sie waren äußerst intelligent. In Wirklichkeit sind sie die Nachkommen einer älteren Mars-Spezies, die sehr fortschrittliche Raumfahrttechnologie und andere Technologien besaßen. Fortschrittlich genug, um sich damit fast selbst auszulöschen und ihre Atmosphäre nahezu vollständig wegzublasen. Und nachdem die Atmosphäre [derart] weggeblasen wurde, änderte das die Druckverhältnisse und machte die Ozeane sprudeln. Die Hoch- und Tiefdrucksysteme zerrten so heftig aneinander, dass Windgeschwindigkeiten von 800 Meilen pro Stunde [rund 1300 km/h] herrschten. Während all die Luft und die Feuchtigkeit nach Außen und weg vom Planeten gedrückt wurde, versuchte die Gravitation all das wieder einzuholen. Die Atmosphäre brauchte Stunden und Tage, um sich wieder zu stabilisieren und eine Blase um [den Planeten] zu bilden. An diesem Punkt war jedoch schon alles herum gerührt worden mit Windgeschwindigkeiten [von bis zu] 1600 km/h. Keine Ahnung wie lange, aber dies löschte alles Leben auf der Oberfläche aus. Wenn sie [damals] nicht ernsthafte Vorbereitungen getroffen hätten und sehr tiefe, widerstandsfähige und abgesicherte, hunderte Fuß tiefe Anlagen und Städte gebaut hätten, wäre niemand am Leben geblieben. Auf der Oberfläche war alles restlos ausgelöscht.

Zu diesem Zeitpunkt, als meines Wissens alle Reptiloiden sich unter der Erde aufhielten, ging ein Ruck durch ihre Gesellschaft [im Sinne von]: 'Wow! Wir haben gerade unseren Planeten getötet. Das war nicht cool von uns.' Und da war unter ihnen diese Spaltung, die nicht unbedingt genau durch die Mitte ging. Aber es gab da zwei Seiten, die sich aus diesen Ereignissen heraus formierten. Die eine Seite sagte: 'Ach Du meine Güte, wir haben da etwas schreckliches getan. Wie werden dafür unsere Strafe abzahlen müssen, indem wir hier bleiben und die Sache wieder in Ordnung bringen. Wir müssen den Planeten heilen und ihn zurück terraformen. Und wenn es die nächsten 10.000 oder 20.000 Jahre dauern wird: dies ist unsere Verantwortung und was wir tun müssen, um die Sache wieder ins Lot zu bringen. Denn diese Sache war nichts weniger, als alles Leben auf dem Planetenoberfläche auszulöschen.' Die andere Gruppe meinte hingegen: 'Zur Hölle, nein! Wir hauen hier ab! Alles ist tot. Aus, vorbei, Ende. Wir können auch verschwinden.' Und sie haben ihre Sachen gepackt und gingen weg. Es ist durchaus möglich und auch sehr wahrscheinlich, dass einige von ihnen hier her [auf die Erde] kamen. Und dass eine der vielen reptiloiden Spezies, die vielleicht vor zehn oder zwanzig Tausend Jahren hier her kamen (ob nun freundlich gesinnt oder Probleme verursachend), die ausziehenden Reptiloiden vom Mars gewesen sein könnten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht nur diese waren. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es da mehr Spezies gibt, die uns größeren Schaden zufügten als die Reptiloiden [vom Mars]. Aber wenn sie hier irgendeine Rolle spielen, dann vielleicht auf der Mittelbau-Ebene dieser Illuminati-Manager-Spezies. Das kann eine Erklärung dafür sein.

Diejenigen jedoch, die blieben, veränderten ihr Verhalten. Der Unterschied zwischen dem nördlichen und dem südlichen Stamm besteht darin, dass der südliche Stamm sich dazu entschlossen hatte, den eigenen Planeten zu versöhnen. Sie gingen zu den alten Bräuchen zurück. Eine Vielzahl ihrer Entscheidungen, etwa mit primitiven Waffen und Kriegstechniken zu kämpfen, gründen auf dieser speziellen Grundhaltung der Treue gegenüber dem Althergebrachten, um darin dieser alten Kriegerphilosophie zu folgen, die einem diese Art zu Leben und Kriege zu führen vorschreibt. Denn offenkundig hatte ja der Neue Weg fast alles ausgelöscht. Ihre Philosophie ist also nach Rückwärts gewandt. [Sie sagten sich]: 'Der Vorwärtsgang war schlimm. Also lass uns zurück gehen und auf diesem Weg die Sache in Ordnung bringen.'
Von den südlichen Stämmen würde ich nicht sagen, dass sie die freundlicheren wären, dass wir es also eher mit diesen versucht hätten, positive Beziehungen zu entwickeln. Die sind daran nämlich nicht interessiert. Sie sind an einem Leben im Kriegszustand interessiert. Das ist es, was sie praktizieren. Sie glauben, damit ihrem Planeten und sich selbst gerecht zu werden. Ihr wahres Wesen hat kriegerisch zu sein.

Die Nordstämme unterschieden sich ein wenig davon, in einigen Fällen waren sie mehr mystisch und spirituell [orientiert]. Als wir also [von diesen] gefangen genommen wurden, ging es darum, der Frage auf den Grund zu gehen, wer wir [Menschen] eigentlich sind, was in unseren Köpfen vorgeht. Es sollte entschieden werden, ob man diese Eindringlinge, diese Invasions-Spezies einfach ausmerzen, oder mit ihr in Koexistenz zusammen leben sollte, um von dieser Erfahrung zu lernen. Das war ein langwieriger Prozess, eine schmerzhafte Tortur. Anfangs waren sie nämlich gar nicht gut aufgelegt und wollten mich an meine Grenzen bringen. Ein paar Tage lang wurde ich an meinen Armen unter Strapazen aufgehängt und wurde befragt, bevor man mich herunter ließ und mir gestattet wurde, mich in der Gesellschaft zu bewegen. Sie eröffneten mir damit die Gelegenheit, am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Ich fühlte mich wirklich gesegnet, als ich diese Gelegenheit erhielt. Ich habe sie lange genug wahrgenommen, um einiges daraus zu lernen. In dieser Phase wurde ich dann von einem Anführer des reptiloiden Stammes auf ein Treffen mit dem insektoiden Stamm mitgenommen. Zum ersten mal sollte ich sie dabei in der Rolle eines Vermittlers oder Verbindungsmannes treffen.

Die Insektoiden waren eine unterirdisch lebende Art, die durchaus mithalten konnten, wenn man die hohe Intelligenz, die Manipulation der eigenen Körperbiologie und die organischen Anbau- und Aufzuchtfähigkeiten in Rechnung stellt. Sie waren sehr weit fortgeschritten für eine insektoide Spezies, die keinerlei elektronische Technologien benutzten, an die wir denken würden. Wir würden überrascht sein, wie sie all das ohne das schafften.

Nachdem die Insektoiden aufgrund der Oberflächenzerstörungen in den Untergrund getrieben wurden, bot sich die Gelegenheit für sie, während der Terraforming-Anstrengungen wieder an die Oberfläche zu kommen und riesige Hütten zu bauen, um [ihr Territorium und ihre Bevölkerungszahl] zu expandieren. Die Tatsache, dass sich die Reptiloiden nahezu auslöschten, machte es möglich, dass es nun zwei [fortgeschrittene] Spezies auf dem Planeten gab, weil eben die andere Spezies [der Insektoiden] aus dem Untergrund hervorkam und sich Räume sicherte. Und gemäß den planetaren Gesetzen der Reptiloiden ging das in Ordnung, solange die unter denselben Maßgaben der Achtung und der Stärke beurteilten Insektoiden ihren Raum verteidigen und halten konnten.

Insofern ging es in Ordnung, dass sie ihren Raum beanspruchten. Und [unter diesen Bedingungen] konnten sie alle miteinander zusammen leben, obschon es bei Gelegenheit immer noch Scharmützel und Einfälle [in die Territorien] der anderen gab, weil man das eben von Zeit zu Zeit so macht. Es gab da im Grunde eine ganz gute Vertragsbande zwischen dem Großteil der nördlichen Stämmen und den Insektoiden. Die Insektoiden und die nördlichen Stämme führten nicht viele Kriege. Sie waren eher darauf bedacht, ihren Laden zusammen zu halten... Ich könnte darüber noch einiges mehr erzählen, aber das wäre Geschwafel... Du willst ja bestimmt noch andere Fragen stellen.

Michael Salla: Während Du also in der Forward Station Zebra stationiert warst, bestand Deine Hauptverantwortlichkeit darin, für die Mars Colony Corporation und ihre verschiedenen Außenstellen an den Feindseligkeiten auf der Marsoberfläche teilzunehmen. Gab es später auch außerweltliche Kriege, an denen Du teilnahmst oder von deren Geschehen Du zu diesem Zeitpunkt Kenntnis hattest? War Deine Rolle hier eine unterstützende oder wurdest Du später darin direkt aktiv?

Randy Cramer: Wir bekamen damals nicht gerade viel Informationen in unseren täglichen Einsatzbesprechungen, welche die Lage jenseits der Marsoberfläche oder weit ab von unserer Einsatzzone betrafen. Wir bekamen nicht einmal Informationen über die anderen Stationen und Siedlungen. Wir bekamen innerhalb unserer Zone (Verantwortungsbereich Forward Station Zebra) recht begrenzte Informationen über das, was [um uns herum] vor sich ging. Gemessen an all dem, was sonst noch so geschah, entstand aber der Eindruck für uns, dass es da auch einen Krieg im Himmel gab. Wir konnten freilich nicht genau sagen, wer die Leute waren, die da Krieg führten und aufeinander schossen. Ich sollte also vielleicht sagen: wir kannten nicht alle Konfliktteilnehmer in diesem Spiel. Obschon es da uns und die beiden einheimischen Reptiloiden- und Insektoiden-Spezies gab, hatten wir daneben auch noch mit einer einfallenden Reptiloiden Spezies zu tun. Über Jahre hinweg begriffen wir gar nicht, dass diese kein Teil der einheimischen Spezies waren. Für eine ganze Reihe von Jahren gingen wir also davon aus: 'Ein Reptiloider ist ein Reptiloider ist ein Reptiloider...', und dass sie Teil ein und derselben Gruppe wären; und selbst wenn es da Unterschiede in Größe, Form und Farbe gab, [dachten wir], es würde sich um verschiedene Differenzierungen, Ränge und Herkunftsbasen handeln, mit denen sie zusammen arbeiteten. Wir gingen also lange Zeit davon aus, dass alle Reptilien-Leute vom gleichen Schlag wären. Aber das waren sie nicht. Es exisitierte eine reptiloide Eindringlingsart, die Alpha Drakonians...In Wirklichkeit versuchten die Drakonians , alle übrigen [Parteien] gegeneinander auszuspielen, damit sie sich untereinander bekriegten. Je mehr Feindseligkeiten und je mehr durchgedrehte Reaktionen sie anstiften konnten, damit alle auf einander losgingen (die indigenen Insektoiden, indigenen Reptiloiden und wir selbst), desto besser für sie. Es dauerte einige Zeit, bis wir über gute nachrichtendienstliche Informationen herausfanden, dass [unsere Annahmen falsch waren] und dass wir zu überdenken hatten, was hier passierte. Unser Ziel war es, alles abzuwehren, was uns bedrohte. Aber man muss differenzierend hinzufügen: was wir dafür hielten, war nicht ganz das, was es in Wirklichkeit war. Zum Teil lag das an der schlechten nachrichtendienstlichen Arbeit, zum Teil an artspezifischer Ignoranz, nämlich anzunehmen, dass alle auf einem Blatt stünden und wir nicht damit rechneten, dass es sich um zwei vollkommen verschiedene Spezies handeln könnte. Wir wussten gar nicht, dass die indigenen Reptiloiden und reptiloiden Eindringlinge sich bekriegten, dass auch die indigenen Insektoiden mit den Eindringlingen kämpften. Und dass wir selbst dazu gebracht werden sollten, mit diesen zu kämpfen, um nicht jene [Drakonians] zu bekriegen. Wir wurden aus der Luft angegriffen und erkannten, dass es nicht dieselben Reptiloiden waren, die uns unterirdisch oder über Sand angriffen. Eine Zeit lang war das also wirklich verwirrend: 'Wer macht gerade was, und wer bekämpft hier wen?' Die Tagesroutine bestand darin, bei allem, was sich uns näherte, auszurücken und es zu bekämpfen, [im Sinne von]: 'Folge dem Protokoll, bei allem, was Dich überfällt und erobern will, bis es vorbei ist. Sollte es notwendig sein, tu dasselbe auch am folgenden Tag.'

Michael Salla: Es gibt eine Reihe von Quellen, die eine humanoide indigene Spezies auf dem Mars beschreiben, die in der Vergangenheit, zu einer Zeit großer Verwüstungen, möglicherweise auf die Erde emigrierten. Andere gingen unter die Erde. Hast Du irgendeinen Beleg oder eine Information erhalten über eine menschlich aussehende Spezies des Mars?

Randy Cramer: Nicht eine einheimische. Es wurde mir berichtet, dass über die Zeit viele Spezies die Oberfläche des Mars betraten, so wie viele Spezies die Oberfläche der Erde betraten. Mars ist hier keine Ausnahme. Er beherbergte neben anderen Formen noch eine Anzahl von Reptilien-Säugetier-Arten. Die kamen hier vorbei, hingen für eine Weile ab, hatten Konflikte miteinander und verschwanden dann wieder. Sicher gab es da Zeiten, als die einheimischen Reptiloiden nicht derart fortschrittlich waren, als sie es später wurden...[Audioqualität an dieser Stelle kaum verständlich. Aus den wieder verständlichen Worten kann geschlossen werden, dass Randy Cramer vermutlich mit einem Satz auf die manipulative technologische Dominanz der nicht indigenen Spezies über die indigenen Stämme eingeht. Es klingt an: Technologietransfer, Behinderung (der zivilisatorischen Entwicklung), „Hilfestellungen“, Missbrauch von Technologie]... Sie [die indigenen Reptiloiden] haben also eine ganz ähnliche Geschichte wie wir hier auf Erden.

Michael Salla: Du warst für rund 17 Jahre auf Forward Zebra stationiert. Und Du warst in all diese kriegerischen Handlungen involviert gegen all die Bedrohungen für die Operationen der Marskolonien und Aries Prime. Was hast Du während Deiner Auszeiten für Deine Erholung getan? Bis Du nach Aries Prime gereist, um dort ein wenig abzuhängen? Was also geschah in der freien Zeit?

Randy Cramer: Wir verließen niemals die Station. Niemals. Es sei denn, es war ein militärischer Anlass dazu gegeben, wenn wir etwa ausrückten, um etwas zu verteidigen...Nein, wir haben die Station nie verlassen. All unsere Stillstands- und Erholungszeiten spielten sich innerhalb des „Hufeisens“ ab. Glücklicherweise gab es da diese Simulatoren, die wir fürs Training benutzten. Sie konnten ebenso gut für Erholungszwecke genutzt werden. Es war eine Art System für holografische Erfahrungen, in das man sich einklinkte. Da gab es eine Montur für den Kopf. Eine Körper-[Konsole], in der man saß und sich an diese komplett virtuelle Erfahrung anschließen konnte. Das System war dazu in der Lage, weil Dein gesamtes Nervensystem daran hing und gleichzeitig Dein muskuläres Gedächtnis trainiert wurde. Wir absolvierten tatsächlich viel von unserem Training in diesen Simulatoren, in denen wir durch virtuelle Erfahrungen gingen, [in der jede Handlung dieselben bio-elektrischen Botschaften durch unseren Körper sendete wie ein echtes Training dem muskulären Gedächtnis vermitteln würde.]
Die Informationsrate, die in diesen Simulatoren verschickt wurde, war schneller als die Echtzeit. Tatsächlich konnte man im Simulator 12 Stunden Training in drei Stunden Echtzeit absolvieren.

Dieselben Simulatoren wurden also auch zur Erholung benutzt: 'Wo wollen wir heute hingehen? O.k., lass uns an den Strand gehen und dort etwas abhängen.' Man schließt sich also an den Simulator an und verbringt einen Nachmittag am Strand.

Michael Salla: Ich verstehe. Was ist mit Beziehungen zu Frauen? Waren Frauen auf der Station zugelassen? Oder hat man dafür die Simulatoren eingesetzt?


Randy Cramer: Es handelte sich um eine gemischt geschlechtliche Gruppe. Es waren Männer und Frauen, die ihren Dienst bei der Tactical Operations Division absolvierten. In der Kategorie Supersoldaten hatte man ungefähr ein Verhältnis von Zweidrittel Männer und Eindrittel Frauen. Definitiv waren da mehr Männer als Frauen. Um mit einer Situation umzugehen, die ansonsten eine ganz schöne Konkurrenzsituation bedeutet hätte, wurden die Regeln und Vorschriften sehr liberal gehalten, was den sexuellen Verkehr zwischen Soldaten angeht, sowohl was hetero- als auch homoerotische Veranlagungen betrifft. Solange es sich in Deiner Freizeit abspielte, [war die Regel]: 'Tu, was immer Du tun musst, damit Dir Deine Hormone nicht im Wege stehen.' Ansonsten hätte es zu viele Konflikte und Schlägereien in den Gängen gegeben aufgrund von Dingen, die nicht wirklich von Belang waren. Was sexuelle Interaktionen [zwischen Soldaten] anbelangt, gab es also eine sehr liberale Stationspolitik. In Deiner Freizeit konntest Du tun, was Du wolltest. Ja, wir hatten da einen gemischter Haufen...

Michael Salla: Welchen Rang hast Du erreicht und welche Verantwortungsbereiche oblagen Dir, nachdem Du 17 Jahre lang auf Forward Station Zebra stationiert warst? Und was löste dann die nächste Phase Deiner außerweltlichen Aktivitäten aus?


Randy Cramer: Ich bemerke gerade, dass ich die vorherige Frage, die Du mir gestellt hast, mit Beantwortung dieser Frage noch zu Ende bringen muss. In meiner Funktion in der Tactical Operations Division hatte ich nach etwa 17 Jahren und drei Monaten die ganze Laufbahn zum Sergeant Major durchlaufen; also etwas über 17 Jahre lang. Zu diesem Zeitpunkt geschah ein entsetzliches Desaster. Ich habe hier meine Worte mit Bedacht zu wählen, denn es war ja in Wirklichkeit kein Unfall, keine Naturkatastrophe. Kurzum, meine Abteilung 098, unsere Schwesterabteilung 097 und zwei weitere Abteilungen aus einer benachbarten Station, 096 und 095, [hatten eine Truppenstärke von rund 1000]; 256 pro Abteilung, das sind 16 Squads mit je 16 Mann [Cramer nennt fälschlicherweise eine Truppenstärke von 244 pro Abteilung] und das ganze mal 4. Es waren also rund tausend von uns. Als alles vorbei war, waren von den Tausend noch 35 übrig. Das war diese schlimme Sache, in der alle umgebracht wurden. Das war das Ende der Abteilung. Sie war fertig. Wollten sie die Abteilung wieder aufbauen, hätte sie das ganz von Null tun müssen. Es war nicht daran zu denken, die sechs oder sieben Übriggebliebenen einer Abteilung, welche das Massaker am Rest ihrer Abteilung miterlebten, wieder einzugliedern als Mitglied einer neuen Abteilung. So wäre es nicht gegangen. Ich hatte da einen vorgesetzten Offizier, der zu mir ans Krankenbett kam, als ich mich davon erholte. Er fragte mich, ob ich in die Flugschule gehen und fliegen wollte. Und ohne mit der Wimper zu zucken sagte ich: 'Natürlich will ich das' -– 'Großartig', meinte er. Sobald die Ärzte grünes Licht geben, werden wir Dich zur OCS Flugschule schicken [OCS: Officer Candidate School: Offizierschule] und Du wirst ein Flieger. Fast die ganzen letzten drei Jahre meiner 20-jährigen Dienstzeit verbrachte ich also als Pilot [im Rang] eines Captains. Zu diesem Zeitpunkt war ich in der Marine Air Corps Division. Ich glaube, dass die Marine Air Corps Division programmatisch hauptsächlich auf dem Modell der US Air Force aufbaute. In der Marine Air Division waren aber auch Piloten und Offiziere von anderen Teilstreitkräften des Militärs. Obwohl wir alle dieselbe Uniform trugen, hatten wir auch bestimmte Bandschnallenabzeichen und Aufnäher [Patches], die uns nach Landesherkunft und militärischem Dienst identifizierten. Das war ganz anders als auf dem Boden. Dort hatten wir eine komplett andere, eine MDF Uniform. Die hatte keine dieser Abzeichen. In dieser Flight Division war unsere Identität viel klarer zu bestimmen. Es war viel mehr von einem länderübergreifenden Mix...

Dies nun beantwortet die Frage, was im Himmel über uns geschah, denn diese letzten drei Jahre verbrachte ich dort oben, in verschiedenen Gefechten innerhalb des Sonnensystems und anderen interessanten Geschichten. Dazu gehörte auch die Bombardierung der Zeta-Basis auf Ganymed. Meines Wissens endeten die Schwierigkeiten, die wir mit den Zetas hatten, mit der „Haut ab!“-Botschaft dieser Bombardierung ihrer Ganymed-Basis.

Michael Salla: Ich werde mir [weitere] Fragen zu Deinen letzten drei Dienstjahren für ein anderes abschließendes Ende aufsparen. In diesem Teil hier möchte ich noch herausfinden, ob an jener Schlacht, bei der Deine Abteilung mit [insgesamt] rund 1000 Opfern ausgelöscht wurde, die indigenen Spezies vom Mars beteiligt waren. Was waren die Auswirkungen auf die Mars Colony Corporation. Wurden die Operationen in irgendeiner Form zu Nichte gemacht oder beeinträchtigt durch das, was der Mars Defense Force widerfahren war?

Randy Cramer: Alles gute Fragen. Kurz vor dieser Mission war der Krieg zu Ende. Ein Krieg, an dem ich 17 Jahre lang beteiligt war, der aber schon lange davor begann. Er tobte über 25 Jahre hinweg. Als dieser Krieg zu Ende war, hatten wir Verträge unterschrieben mit den einheimischen Reptiloiden und Isektoiden. Wir erkannte die einfallenden Reptiloiden [Drakonians] als die bösen Buben. Und kamen alle zusammen, um Verträge zu unterschreiben. Wir verbündeten uns gegen sie, drei gegen einen, und drängten sie vollständig und für alle Zeiten aus der Sphäre des Mars heraus. Das war ein gewaltiger Moment mit großem Applaus. Und dann wurde uns gesagt, dass wir in diesen Reptiloidenbau zu gehen hätten, der sich an einer vermutlich noch viel älteren Stätte mit recht alten Artefakten befand, die unsere Wissenschaftler haben wollten. Das war [im Grunde] nichts außergewöhnliches [im Sinne von]: 'O.k., findet [für uns] Regionen und Ruinen mit archäologischer Relevanz oder Technologie'. Man wollte uns dort also rein schicken, damit wir etwas herausholen. Manchmal war es nur Krempel, manchmal aber auch verrücktes und interessantes Zeug. Dann gab es da auch diese 'Oh, Shit!'-Momente, [im Sinne von]: 'Hier ist ja ein Nest von ihnen! Weg von hier!'. Und wir suchten das Weite, weil wir nicht genug Leute dabei hatten.

Wir beendeten den Krieg. Aber anstatt damit aufzuhören, sagten sie: 'Holt uns dieses Ding von dieser Stätte.' Und sie schickten dafür 4 Abteilungen, also um die 1000 Mann. Das ist ziemlich schräg, 1000 Mann auf eine Mission zu schicken, bei der es darum ging, einen [einzigen] Gegenstand zu bergen. Die meisten von uns dachten, dass dies ganz schön sonderbar sei und hatten ein schlechtes Gefühl bei dem, was wir da vorhatten. Daher dachten die meisten von uns: 'Halt, halt, halt! Einen Augenblick mal! Wir wollen, dass dies nicht zu Missverständnissen führt. Wir unterzeichneten einen Vertrag mit diesen Leuten und kämpften mit ihnen zusammen gegen die wirklich üblen Jungs. Wollen wir das etwa alles aufs Spiel setzen, indem wir 1000 Leuten in eine ihrer alten Tempelanlagen rein schicken, deren Betreten sie uns untersagt hatten? Das würde doch nicht gut aufgenommen werden?' Einige von uns waren also besorgt. Da ich ein Altgedienter war, legte ich Protest bei meinem kommandierenden Offizier, dem alten Mann des Kommandostabes ein. Ich warf mein ganzes Gewicht in die Waagschale und sagte, dass dies keine gute Idee wäre. Ich hielte es für eine schmutzige Sache und wir sollten doch mit so etwas nicht herum spielen. Wir müssten es doch eigentlich besser wissen, dass wir bei einem Zusammentreffen mit diesen Leuten auf dem Schlachtfeld mit ihrer zurück behaltenen Reserve (9 von 10) zu rechnen hätten. Die würde herauskommen, wenn sie wirklich wütend auf uns sind. Und dann wären wir am Ende. Das sind wirklich mächtige Krieger und in den meisten Fällen kämpfen sie noch verhalten. Wenn sie aber [alle] herauskommen...

Da ich das wusste, hatte ich kein Interesse daran, in welche Sache auch immer hinein zu geraten, die sich hier gerade anbahnte. Der alte Mann [vom Kommandostab] stimmte mir zu und war darüber auch nicht erfreut. Er sagte: 'Ich habe meine Befehle und jetzt haben Sie die Ihren. Tun Sie, wovon ich überzeugt bin, dass sie es am besten können. Gehen Sie da rein, erledigen Sie ihren Job. Und gibt es ein Problem, dann raus da! Ich vertraue darauf, dass sie ihre Leute mit ihren außerordentlichen Fähigkeiten im Felde befehligen werden. Ich kann dort nicht sein, und daher müssen Sie für mich dort sein. Auch ich hoffe mit Ihnen, dass es nicht so schlimm werden wird wie zu erwarten ist. Wir haben alle unsere Befehle. Also führen Sie sie aus.' Und wir wir führten sie aus.

Wir kamen also zu dieser riesigen unterirdischen alten Stätte. Da waren eine Reihe von Tunneln und Höhlen auf dem Weg zu ihr nach unten. Wir wollten nicht alle in eine Richtung losschicken und darüber hinaus gab es Verengungen in diesen Höhlen, durch die nur 6 oder 8 Leute auf einmal durchpassten. Bei 1000 Leute hat man schnell überfüllte Gänge. Also verteilten wir uns auf soviel Richtungen wie möglich. Schließlich gelangten wir in das Umfeld jener Dom-artigen Hauptkonstruktion, die da mitten drin stand und in der Größe vergleichbar war mit dem Super Dome oder Astro Dome oder irgendeiner diese Sportarenen mit Kuppel. Das war also ungefähr der Größenumfang. Wir gingen alle hinein und versuchten mit dem Hauptquartier Kontakt aufzunehmen, um die nächsten Schritte zu klären. In diesem Augenblick brach die Kommunikation zusammen und unsere Radiosignale wurden gestört. Wir blickten uns alle gegenseitig an: 'Oh, das kann nichts gutes bedeuten.' Dann, in gleichen Abständen um den ganzen kuppelförmigen Raum herum, wurden die Felswände zu Toren. Ich bin mir nicht sicher, ob es sich um eine solide oder unsolide holografische Projektion handelte. Auf jeden Fall war dort, wo vorher feste Wand zu sehen war, plötzlich keine feste Wand mehr da und allenthalben um den Raum herum öffneten sich Tore. Aus ihnen heraus fluteten wie aus Ablaufrohren Ströme dieser sehr großen, sehr fiesen und zornigen Krieger, die in beiden Händen große Klingenwaffen schwangen. Sie begannen, sich im Kreis zu bewegen, so dass alle umzingelt waren. In einem großen Kreis und in einer Spirale sich bewegend, schwangen sie die Waffen und schlugen auf uns ein. In unserem äußeren Kreis begannen die Leute zu fallen. Sie wurden in Stücke gehauen. Man versuchte, immer mehr nach Innen zu ziehen, um Abstand zu halten, versuchte sie abzuwehren oder anzugreifen. Aber vergeblich. Es war, als ob man sich im Inneren eines Küchenmixers befand.

Damals hatten unsere „Eierköpfe“ [Wissenschaftler] bereits eine örtlich fokusierbare „Wurmloch“-Technologie entwickelt. Ein Großteil unserer Truppen wurde in diesem Stadium des „Spiels“ bereits mittels dieser lokalisierten „Wurmloch“-Phänomene bewegt. Unsere Kommunikationsfähigkeiten jedoch waren von ihnen vollkommen gestört. Sie störten unsere Fähigkeit, an Ort und Stelle einen Truppentransport [via „Wurmloch“] anzufordern. Irgend jemand musste es aber geschafft haben, die Kommunikationsanlage wieder zum Laufen zu bringen und zu senden, [womöglich] auf einer anderen Frequenz, so dass eine Verbindung mit dem Hauptquartier hergestellt werden konnte. Sie versuchten dem Hauptquartier mitzuteilen, was vor sich ging, fragten, was nun zu tun sei. Sie beharrten darauf, dass wir an Ort und Stelle bleiben sollten. [Kurzes Kichern] Als ob wir etwas anderes tun hätten können! Jede Minute hätten sie das lokalisierte Wurmloch wieder geöffnet und uns hier raus geholt. Was allerdings geschah, war dies: sie konnten den lokalisierten Truppentransport nicht durch das lokalisierte „Wurmloch“-Phänomen durchführen. Sie mussten das „Wurmloch“ mit einem großen Truppentransportschiff auslösen. Das erzeugte dieses riesige „Wurmloch“ in Schiffsgröße direkt über uns, um die Überlebenden „aufzusaugen“. Diejenigen also, die übrig blieben, da der Kreis [der Soldaten] immer kleiner und kleiner wurde. Wer immer vom Ereignishorizont dieses Schiffs-“Wurmloch“ erfasst wurde, wurde dort abgeschnitten, wo er ihn mit seinem Körper berührte. Das nächste, an das ich mich erinnere, ist auf der Krankenstation. [Randy Cramer im Folgenden stark und sehr authentisch emotionalisiert] Mediziner kamen herein...ich sah die obere Hälfte eines [abgetrennten] Körpers...die kamen [manifestierten] hier so schnell rein und wurden so schnell blass und leblos...alles was man tun konnte war, nach einem Arzt zu rufen: 'Einen Arzt! Ich brauche einen Arzt, hierher! Die Leute sterben!' Es war Chaos. Alle starben. Nur diese 35, die taten es nicht. Nach meinem Urteil war das eine dämliche Kommandoentscheidung von Leuten bei der Mars Colony Corporation. Was immer sie sich da einbildeten haben zu müssen; welches nach ihrer Meinung außerordentliche Ding sie da [unbedingt] haben wollten – sie waren dafür bereit, den Raum des Friedensvertrages zu verletzen, indem sie 1000 Mann dort hin sandten. In ihren Tod.

Meines Wissens litt die MCC (Mars Colony Corporation) nicht wirklich darunter. Ich glaube auch nicht, dass die Einheimischen auf Mars an diesem Punkt zur Ansicht gekommen wären: 'O.k. Ihr habt uns betrogen und dafür werden wir euch nun auslöschen.' Ich glaube eher, dass sie etwa gesagt hätten: 'Nun haben wir also alle eure Leute umgebracht, die in unseren Tempel kamen und hatten euch doch gesagt, dies zu unterlassen. Das soll euch eine Lehre sein.' Und ich kann mir vorstellen, dass jeder... [unverständlich; im folgenden Lücken durch mangelhafte Audioqualität]...keine harte Reaktion von ihnen erwartete....Ich bezweifle ernsthaft, dass dies...hinsichtlich der Grundlagen des Vertrages zu einem Rückfall in den Krieg führen hätte können. Es wurde eher ein [einzelner] Verstoß gegen diesen Vertrag geahndet...

Michael Salla: Danke, dass Du uns an dieser Geschichte teilhaben lässt. Ich bin mir sicher, eine Menge Zuhörer wissen die Details darin zu schätzen. Obwohl es für Dich bewegend und traumatisierend ist, sollte es den Menschen doch zum Vorteil gereichen, genau zu wissen, was geschah und welche Auswirkungen all das hatte.

Wir werden hiermit diesen Teil zu einem Ende bringen. Wir werden später zurück sein mit einem weiteren Teil, um Deine letzten drei Jahre noch einmal zu bereden. Danke, Captain Kaye, und wir werden bald wieder zurück sein.


 Randy Cramer: Teil 3 – Die Earth Defense Force (EDF) und die geheime Raumflotte
Deutsches Transkript des Interviews mit Michael Salla (www.exopolitics.org)

(Text geglättet)

Es handelt sich hier um den dritten Teil eines fünfteiligen Interviews mit Randy Cramer, der seine Rekrutierung in eine Spezialabteilung des US Marine Corps enthüllt, die für die Ausbildung der Verteidigungsstreitkräfte der fünf bestehenden Marskolonien verantwortlich zeichnet.

Dieser Blog macht sich die hier vertretene exopolitische Sichtweise nicht vollständig zu eigen, lädt vielmehr jeden dazu ein, kritische Kommentare zu hinterlassen!


Michael Salla: Wir sind zurück mit Captain Kaye [Randy Cramer]. Er wird uns heute über die letzten drei Jahre seiner (20-jährigen) Dienstzeit als Mitglied der Earth Defense Force erzählen. Er hat uns bis zu den Ereignissen mitgenommen, da es zu jener vernichtenden Schlacht kam, die Forward Station Zebra verheerte. Das geschah nach 17 Dienstjahren im Rang eines Sergeant Major. Und er hat uns [schon] etwas über seine Rekrutierung in die „Space Force“ oder die Luftstreitkräfte der Earth Defense Force (EDF) berichtet. Könntest Du dort anschließen, wo wir das letzte Mal endeten?

Randy Cramer: Nun, es war eine gleichermaßen glückliche und zweckdienliche Fügung. Ich war nämlich innerlich ganz schön zerstört, nachdem ich fast alle verloren hatte, mit denen ich diese letzten Jahre verbrachte, in einigen Fällen zehn Jahre und mehr. Das war niederschmetternd. Die Vorstellung, dass ich nicht mehr an diesen Ort zurückkehren müsste, die Vorstellung, dass ich zu etwas anderem wechseln könnte, das ich wirklich tun wollte, war sicherlich der Köder, den ich bereitwillig annahm. Ich war glücklich darüber, denn es erlaubte mir in vielerlei Hinsicht, diese Erfahrung und dieses Trauma mental und emotional einzukapseln, indem ich an einem komplett anderen Ort sein und die Dinge auf völlig andere Weise tun würde. Ich würde einen anderen Job haben.

Ich ging also zur Flugschule, um dort ein Offizier zu werden. Ein Offizier in der Luft ist etwas ganz anderes, als ein Soldat am Boden. Diese unterschiedliche Erfahrung erlaubte meinem Hirn eine physiologische Abspaltung vorzunehmen. Andernfalls wäre es wohl eine sehr harte Sache gewesen, meine vorherige Tätigkeit wieder aufzunehmen...

Andererseits war es eine glückliche Fügung, da ich seit meiner Kindheit fliegen wollte. Der Gedanke daran, ein Pilot zu sein, stand ganz oben auf meinem Wunschzettel. Ich hatte also sehr großes Verlangen danach, diese Gelegenheit wahrzunehmen. Praktisch ohne Verzögerungen und ohne große Umstände wurde ich ausgeflogen in eine andere medizinische Einrichtung, um sicher zu gehen, dass ich mich auch erholt hatte. Es gab dort eine eine Menge High-Tech-Therapien. Man saß etwa in einem Stuhl, war an Elektroden angeschlossen und irgend etwas wurde direkt in Dein Gesicht geblitzt. Das war High-Tech-“Zeug“, das entweder dazu diente, emotionale Reaktionen zu unterdrücken, welche von diesem Trauma herrührten. Oder, zumindest in einigen Fällen, war es der Versuch, sie [die emotionalen Reaktionen] aufzulösen. Ich war mir vielleicht nicht mental über die medizinischen bzw. biologischen Prozeduren bewusst, erfuhr aber offensichtlich eine physiologische Veränderung, deren Ergebnisse ich schließlich daran bemerkte, dass ich mich besser fühlte und nicht mehr dieses vernichtende Gefühl auf meiner Brust lastete. Meine Reaktion auf die Tatsache, alle [Kameraden] auf einmal verloren zu haben. Als dieses Gefühl verschwand, war es mir möglich, den Übergang zu schaffen. Nach ein paar Wochen im Krankenhaus ging es weiter an einen anderen Ort, um die Flugschule zu absolvieren und die Officer Candiate School (OCS) zu besuchen. Das Training dauerte sechs Monate. Dieses Training war mitunter weniger hart und intensiv als das Training, das ich davor hatte. In manchen Fällen war es vergleichsweise ein Spaziergang. Die meisten Leute, die zur Flugschule kamen, wurden dort in einem Alter zugelassen, viel jünger als ich es war. Sie begannen ihre militärischen Karrieren hier als junge Piloten. Ich [hingegen] war jemand, der in die Flugschule kam und fast am Ende seiner militärischen Laufbahn stand. Die meisten von denen waren also ein ganzes Stück jünger und sehr frisch. Für sie war es ein schwieriger und harter Schulungsprozess. Ich konnte dazu manchmal nur sagen: 'Entschuldigt, Leute. Ihr wisst doch gar nicht, was es heißt, eine Durststrecke zu haben, was es heißt, überanstrengt zu sein. Weckt mich, wenn der schwierige Teil kommt.' Was das mentale und körperliche Training angeht, war das also nicht allzu schwer, weil ja das vorherige Training, das ich durchlaufen musste, viel viel heftiger und härter war. Das lag einfach an den verschiedenen Bedingungen, mit denen man am Boden zu tun hatte, eine Situation, die direkt auf die Person einwirkt und Dir ins Gesicht schlägt, mit allen [denkbaren] Strapazen. Eine Situation, in der es darauf ankommt, wie Du mit Deiner Angst umgehst, mit ihren verschiedenen Intensitätsgraden. Selbst wenn man einer Sache sehr nahe kommt, vermittelt ein Cockpit ein ganz anderes Behaglichkeitsgefühl. Obschon nicht wirklich dieser große Abstand zum Tod besteht, hat man dennoch das Gefühl und die Illusion, als ob dieser Abstand vorhanden wäre. Man ist eingenommen von diesem umschließenden Ei, dieser schützenden Hülle, die dir schon irgendwie Schutz bieten wird vor allem, was Dich umgibt. Die schieren Gesetze der Physik jedoch sagen dir, dass diese Hülle kaum eine Sicherheit bietet gemessen an dem, was da draußen im Weltall existiert, was dich [da draußen] treffen und dir schaden kann. Ganz zu schweigen von den Dingen, die es darauf abgesehen haben, Dir Schaden zuzufügen. [Ich rede hier nur von] all den Dingen, die zufällig vorbeikommen und Dich verletzen können.
[Das Cockpit] vermittelt Deinem Geist also diesen Gefühlszustand, dass man darin geschützt wäre, weil man sich eben in dieser Eierschale befindet. Keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll...

Das Training beinhaltete [wie jede andere dieser grundlegenden Ausbildungen, die man auch andernorts erwarten kann] einen gewissen Anteil an Einweisungen, Klassenunterricht, Marschieren, Simulatorenzeit und schließlich das Training in echten Fluggeräten. Die meiste Zeit über flogen wir mit drei Typen von Kampfflugzeugen und zwei oder drei Typen der Bomberklasse. Ich lernte nie, eines der sehr großen Schiffe zu fliegen, beispielsweise jenes, das uns vom Mond zum Mars brachte. Dies war Teil eines anderen Pilotenschulungsprogramms. Die Piloten, welche diese Schiffe flogen, waren kein Teil unserer Flugschule. Wir flogen also die kleineren Kampfschiffe und zwei, manchmal auch einen dritten Typ von Bomber.

Nach sechs Monaten machte ich meinen Abschluss, durchlief eine Zeremonie und bekam meine Metallbarren an die Bandschnalle. Das fühlte sich wirklich gut an. Ein Gefühl, etwas vollbracht zu haben. Ich hatte etwas bekommen, das ich schon immer tun wollte und war stolz darauf. Ich wurde dann auf [das Schiff] Nautilus gebracht. Dort gab es ein Geschwader von Kampfflugzeugen mit der Bezeichnung „Blau und Gold 2-13“ [„two thirteen“). Wenn ich an die Bezeichnungen 'blau' und 'gold' denke, verbinde ich damit Bezeichnungen der Air Force... Das ist ein Hinweis darauf, dass dieses Programm von oder im Rahmen der Air Force entstanden sein könnte. Das ist [freilich] geraten und basiert nur auf dieser Bezeichnung 'blau' und 'gold'.

Es gab zu dieser Zeit vier Geschwader auf der Nautilus, die sich abwechselten. Unsere „2-13“ [„two thirteen“] war also nicht immer im Einsatz und rotierte mit ein paar anderen. Da gab es eine Menge Patrouillenflüge, bei dem die Schiffe die Nautilus verließen, um einen bestimmten Perimeter um das Schiff herum zu kontrollieren oder ein Koordinatennetz abzudecken. Die Patrouillen machten wir, um nach anomalen Aktivitäten zu suchen und zu scannen, die sich bei Annäherung als feindlich heraus stellen könnten. Gewöhnlich war das Vorgehen von zweierlei Art: entweder man machte sich aus dem Staub oder ließ sich darauf ein, abhängig davon, um wen es sich handelte. Gewöhnlich wollte man also wissen, bevor man [blind] in eine Sache hinein rannte, ob es sich um Freund oder Feind handelte. Ein Verbündeter wollte vielleicht nur kommunizieren oder auch nur herumhängen und gar nichts tun. Für einen Feind gab es nur eine von zwei möglichen Reaktionen: entweder er wollte dich angreifen oder sehr schnell von dir weglaufen. Alles, was vor dir wegläuft oder dich beschießt, das ist dein Job: herauszufinden, wer das ist und wie man darauf reagiert.

Zu den Schiffen: es wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht angemessen oder zu meinem Vorteil, zu sehr auf die technische Beschreibung dieser Schiffe einzugehen. Nicht, weil mir das nicht erlaubt wäre. Das sind [jedoch] wertvolle und geschützte Informationen. Ich weiß, dass gewisse Leute an dieser Technologie interessiert sind und ihren Wert in Dollars begreifen. Ich werde zu diesem Zeitpunkt also keine technischen Informationen preisgeben, da dies nicht meinen Interessen diente, die über den persönlichen Wert hinaus gehen, welchen jene [technischen Informationen] für mich selbst haben. Ich will in diesem Zusammenhang nicht so sehr als ein Opportunist verstanden sein. Aber die waren nicht nett zu mir, was meine Versorgungsleistungen angeht, mit denen man mich zurück ließ. Es ist ein sozioökonomischer Kampf für mich.

Ich wäre glücklich darüber, jede technische Information, die ich habe, jemanden zur Verfügung zu stellen, der sie in einem zivilen Kontext nutzen und anwenden will. Dies zu diskutieren könnte von Wert sein. Ich habe [nämlich] in genügend Handbücher und unter die „Motorhaube“ gesehen, um einige Details ausarbeiten zu können, ohne ein Ingenieur und Wissenschaftler für diese Maschinen zu sein, die uns zu sehr schnellen Fortschritten verhelfen könnten, was die Luft- und Raumfahrt anbelangt.

Michael Salla: Ich habe zwei Fragen dazu, um die Dinge zu verdeutlichen. Du hast Dein Training absolviert, um einem Geschwader der Earth Defense Forces (EDF) beizutreten. Wo fand dieses Training statt. Auf der Erde?

Randy Cramer: Wir waren dabei wieder zurück im Lunar Operations Command [Mond-Einsatzführungskommando] und etwa nach der Hälfte der Zeit wurden wir verlegt in ein auswärts gelegenes Trainingszentrum auf [dem Saturnmond] Titan. Die zweite Hälfte des Trainings spielte sich also vom Titan ausgehend weiter draußen im Sonnensystem ab. Wir begannen also auf dem Mond und Umgebung, und zogen dann um auf Titan, um weiter nach draußen zu kommen.

Michael Salla: Auf dem Titan also, dem größten Mond des Saturn, ist eine Basis der Earth Defense Force...

Randy Cramer: Eine zumindest. Ich gehe davon aus, dass da mehrere sind, dass es sogar ein ganzes Netzwerk von ihnen gibt.

Michael Salla: Du hast die Nautilus erwähnt. Ist sie eine Art Flugzeugträger, von dem aus diese drei Schiffstypen [Jagdflieger und Bomber] starteten?

Randy Cramer: Korrekt. Der offizielle Name war EDF SS Nautilus [Earth Defense Force Star Ship Nautilus]. Man würde dieses Schiff wohl eher als zigarrenförmig (im Gegensatz zu Scheibenformen u.a.) beschreiben. Da war also die Front, ein langer Mittelteil und das Heck. Im Heck befanden sich die Maschinen und der Antrieb, der meines Wissens eine interessante Mischung aus verschiedenen „Dingen“ war. Da ich kein Ingenieur war und dies auch nicht meine Abteilung war bzw. ich keine Sicherheitsfreigabe für diesen Bereich hatte, kann ich nicht viel mehr darüber erzählen. Nach meinem Verständnis handelte es sich um eine komplexe Antriebstechnologie, die mit Kernenergie, Fusionsenergie und anderen, neueren Energieformen verbunden war. Neuere Antriebssysteme wie elektro-gravitative Antriebe [„Electro-gravitic Propulsion Drive“] oder Raumzeit-Antriebe neben eher traditionellen Schubantriebsystemen. Es war also dafür konzipiert, unter einer Menge von Einsatzbedingungen zu funktionieren. Ich denke, man hatte diese Backup-Systeme für den Fall, dass irgendetwas schief ging. Für die Ingenieure und Offiziere, die dieses Schiff steuerten, gibt es also eine Menge möglicher Handlungsoptionen, falls man auf eine jener Schwierigkeiten stoßen würde, die es im Weltall gibt. Es ist doch klar: wenn Du weit genug von allen anderen entfernt bist, kann die angeforderte Hilfe womöglich nicht mehr rechtzeitig eintreffen. Man ist also gut beraten, so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Es macht also durchaus Sinn für mich, dass man in den Maschinenräumen dieses mehrgleisige Technologiesystem gefahren hat.

Die Maschinenräume machten etwa 25 Prozent der gesamten Schiffslänge aus. Den Mittelteil Schiffes nahmen hauptsächlich die Mannschaftsräume und die Geschwader ein. Die Startbuchten der Geschwader waren alle auf der Schiffsoberseite. Bereiche der Schiffswand auf dem Schiffsdeck öffneten sich und das Fluggerät wurde hochgefahren und startete. Sie landeten direkt auf der Schiffswand, wenn sie zurück kamen und [die Buchten] würden sich (auf demselben Wege) wieder schließen. In etwa der unteren Hälfte [des Mittelteils] waren die Mannschaftsquartiere und einige der Lager- und Vorratsräume. Die Frontsektion war ausschließlich dem Kommandopersonal, den Wissenschaftlern und Ingenieuren vorbehalten in ihren jeweiligen als geheim eingestuften, kompartimentierten Arbeits- und Forschungsbereichen. Was immer sie da an Scanning-Technologien erforschten und zum Einsatz brachten und was sie damit aufspüren wollten –, wir mussten davon nicht unbedingt wissen. Es sei denn, es würde Teil unserer eigenen nachrichtendienstlichen Einsatzbesprechung sein, die uns täglich nach dem Need-to-Know-Prinzip [Kenntnis nur bei Bedarf] informierte, was wir an einem Tag auf Patrouille zu suchen oder nicht zu suchen hätten.

Michael Salla: Welche Größe hat die Nautilus und weißt Du, wo und von wem sie gefertigt wurde?

Randy Cramer: Ich würde sagen, dass sie locker eine halbe Meile lang war [rund 800 Meter], vielleicht länger, möglicherweise eine dreiviertel Meile lang [rund 1 km]. Das ist eine hübsche Länge, ein großzügig bemessenes Schiff, dafür konzipiert, eine Menge Leute und eine Menge Schiffe zu transportieren. Ein Schiff mit vielen Fähigkeiten.

Michael Salla: Und weißt Du auch, wer sie konstruierte, wo sie gefertigt wurde? Wurde sie im Weltall oder auf der Erde gebaut?

Randy Cramer: Nein, das ist mir nicht bekannt. In dieses Wissen waren wir nicht eingeweiht. Als ich diese Frage stellte, wurde mir gesagt, dass diese [Information] über meiner Gehaltsklasse läge. Ich fragte also nie wieder danach.

Michael Salla: Wer befehligte die Nautilus? Und könntest Du klarstellen, ob es sich bei der „Nautilus-Klasse“, wie Du es einmal genannt hast, um dieses Schiff handelte oder war das die Bezeichnung für die Schiffsklasse?

Randy Cramer: Das war der Name des Schiffs. Ich glaube, die richtige Schiffsklassenbezeichnung war IG Highliner [IG: Inter Galactic]. IG verweist also auf die intergalaktische Fähigkeit [Reichweite] im Gegensatz zu IS-Schiffen, deren Aktivitäten auf [innergalaktische] Sonnensysteme beschränkt sind (IS: Inter Solar). Alles größere ist als 'IG' klassifiziert. Und diese Klasse wird als 'Highliner' bezeichnet, wie auch immer sie auf diesen Namen gekommen waren [oder für was er stehen soll...]

Es ist im wesentlichen ein Trägerschiff, das eine Anzahl von kleineren Schiffen mit sich führt, [z.B.] Bomber... und die Leute, welche dieses Schiff fliegen. Da sind Forschungsteams, Wissenschaftler, die, was immer sie da auch taten, mit ihrer interessanten Ausrüstung in der Frontsektion des Schiffes hantierten. Wie gesagt, waren wir da nicht eingeweiht, es sei denn, wenn wir davon Kenntnis haben mussten auf der Need-to-Know-Basis unserer täglichen Einsatzbesprechungen.

Michael Salla: Obwohl diese Schiffsklasse also für intergalaktische Operationen ausgelegt war, hast Du Dich in diesen drei Jahren im Wesentlichen im Sonnensystem aufgehalten?

Randy Cramer: Korrekt. Wir waren diese ganze Zeit über auf Sonnensystem-Patrouille. Es hing hauptsächlich von der Kommunikation zwischen Kapitän und Hauptquartier ab, wo wir waren und was wir gerade taten. Manchmal wurde uns gar nichts davon berichtet, [wo wir gerade sind]. Da waren Bullaugen und Orte, an denen man einen guten Blick aus dem Fenster haben konnte. Wenn wir einer Sache nah genug kamen, [konnte man hören]: 'Oh, da ist Jupiter! Wir sind nahe dem Jupiter!' So wussten wir dann, wo wir waren. Die Hälfte der Zeit aber wussten wir nicht, wo wir waren, bis wir dann draußen waren. Sobald wir draußen waren in unseren Schiffen, hatten wir unsere eigene Scanning-Ausrüstung [an Bord], die einem sagte, wo man sich gerade befindet, um in Krisensituationen nicht verloren zu gehen. Aber solange wir an Bord [der Nautilus] waren, gab man uns über unseren Aufenthalt nur dann Bescheid, wenn wir es wissen sollten.

Michael Salla: Wie lange hielt die Energieversorgung dieser Kampf- und Bomberschiffe vor, die Du geflogen hast? Wie lange konntest Du unabhängig im Weltall operieren, bevor Du auf die Nautilus zurückkehren musstest?

Randy Cramer: Wir hatten Protokolle. In denen stand, dass wir uns nicht länger als zwölf Stunden an einem Stück da draußen aufhalten sollten. Nach welchen Parametern sie sich da auch immer richteten: sie gingen wohl davon aus, dass die Umwelt- und Recyclingsysteme und die Energieversorgung für diese Operationszeit sicher waren. Sie gründeten ihr Urteil auch auf die Zeit, in der sie uns selbst da draußen im Raum sicher herum fliegen lassen konnten. Da gibt es nämlich einen interessanten und verwirrenden Faktor. Wie sich heraus gestellt hat, ist „Space Madness“ eine sehr reale Krankheit, die Menschen im Weltall befallen kann. Sie rührt daher, dass das Hirn in deinem Körper eine psychologische Anhänglichkeit an [festen] Boden hat. Und wenn man sich also an einem Ort befindet, an dem man sich zu lange ohne Grund [unter den Füßen] aufhält, kann man durchdrehen. Dein Hirn beginnt zu „schwimmen“, fängt an, Gedanken zu produzieren, die nicht mehr normal sind. Man muss dann nur seine Füße auf festen Grund stellen, und sei es auf einen Boden mit künstlicher Schwerkraft bzw. in einem Schiff, dessen Boden an dir hält, damit dein Kopf wieder seine Mitte finden kann. Man konnte also irre im Raum werden. Sie wollten uns also da draußen haben mit einem Zeitlimit von zwölf Stunden. Das Handbuch besagte aber, dass im Rahmen von Notfallsituationen oder Langzeitmissionen das Schiff über dreißig Tage lang operieren konnte.

Michael Salla: Und wie groß waren diese Kampfschiffe, wie viel Mann Besatzung hatten sie? Die gleiche Frage gilt auch für die Bomber (Besatzung und Größe).

Randy Cramer: Es gab drei Klassen von Jägern. Ihre Namen hatten sie von Schlangen, warum auch immer. Es gab die Vipers, Kobras und Klapperschlangen [engl. Viper, Cobra, Rattlesnake]. Die Vipers waren einsitzige Maschinen [Einmannjäger]. Die Kobras hatten zwei Mann Besatzung: ein Pilot und der andere für die Zielerfassungs- und Waffensysteme. Die Klapperschlange hatte einen Schweif, eine Schwanzstruktur, die sich wellenförmig auf und ab bewegte. Bei hohen Geschwindigkeiten und großer Entfernung imitierte das Schiff ein Wellenphänomen. Es ist eine Art Tarnung, die da zum Einsatz kommt. Hier zählt die Besatzung zwischen einem und drei Personen, abhängig davon, wie viele Personen man für welche Mission braucht. Ob man also nur einen Piloten braucht, wenn eine Bombenlast ins Ziel befördert werden muss; etwas einfaches also. Oder ob man etwas komplizierteres vorhat, was einen Piloten und einen Waffensystemoffizier erfordert; wenn es also schlimm werden kann. Oder aber, wenn man einen Piloten, Waffensystemoffizier und einen Mann für die Scanner benötigt. Die Klapperschlangen haben eine viel schwieriger [zu bedienende] Scanning-Ausrüstung, die es erlaubt, Schiffe zu sehen und aufzuspüren, die sich außerhalb unseres normalen Raumes befinden und die sich „phasenverschoben“ bei verschiedenen Geschwindigkeiten innerhalb von „Zeitblasen“ verbergen können. Die Physik hierbei ist wirklich abgedreht. Die Scanning-Ausrüstung ist also hoch entwickelt und kann eine Menge Arten von Bewegung detektieren.

Michael Salla: Und die Bomber? Welche Besatzungen und Größen hatten die Bomber?

Randy Cramer: Damit bin ich am wenigsten vertraut. Lass mich sehen, an was ich mich erinnern kann... Außerhalb der Schule flog ich nur einen einzigen [Bomber]-Typ, Albatros genannt. Der Albatros ist ein schwarzes Delta-förmiges, fast wie ein Bumerang geformtes Schiff, das etwa 80 Fuß [rund 24 Meter] breit, von Vorne bis Hinten aber nur 16 Fuß [rund 5 Meter] lang ist. Also sehr schmal in der Mitte, wobei man da eh nicht viel Raum benötigte. Alle Bombenlast befand sich [nämlich] in den Flügeln, das Cockpit genau im Zentrum. Die Antriebssysteme befanden sich in der unteren Hälfte des Schiffs. Unter und etwas hinter dir [vom Piloten aus gesehen] befanden sich mehrere „Lifter“, die wir 'EG Floaters' nannten [EG steht wohl für electro-gravitic]. Und an den Seiten die „Pusher“, die Schubdüsen, um dich nach vorne oder auch rückwärts zu fliegen.

Wenn wir hier von einem „Bomber“ sprechen, ist damit gemeint, dass eine Bombe jedes von Ballistikern und Ingenieuren entwickelte Ding sein kann, das eine Energieform vom Punkt A nach B bringen kann, ob als große Explosion oder [nicht explosive] Einwirkung, wenn es sich um etwas in der Art eines EMPs [Elektromagnetischer Puls] oder um einen anderen Strahlungseffekt handelt. Es soll der größte Effekt mit der kleinstmöglichen Ladung erreicht werden. Oder man lädt so viel wie möglich davon ein, weil man im Zweifelsfall sagt: 'Wirf einen ganzen Haufen drauf!'. Je mehr Bomber man hat, desto mehr kann man jemanden mit Flächenbombardements eindecken; sagen wir 1000 Bomben, 500 in diesem und 500 in jenem Geschwader. Jede dieser Bomben hat eine Megatonnen-Sprengkraft zwischen einer und fünf Megatonnen, ohne dabei nukleares Material zu verwenden. Alles in einer Bombe, die nicht größer als ein Motorrad ist.

Michael Salla: Kannst Du uns Deine praktische Arbeit und Deine Missionseinsätze auf diesen verschiedenen Schiffstypen beschreiben?

Randy Cramer: Ja, wie ich bereist sagte. Die meiste Zeit über waren wir auf Patrouille. Entweder greift Dich jemand an oder Du verfolgst und jagst jemanden. Und Du schreibst Berichte darüber. Das meiste, was du tust, besteht darin, Augen und Ohren des Hauptschiffs zu sein. So weit in den Raum hinein, wie es für die scannenden und abtastenden „Finger“ als sicher erachtet wird, um heraus zu finden, was da draußen vor sich geht. Und den Perimeter zu schützen, falls sich in ihm irgend etwas anderes [als man selbst] befindet. Noch einmal: 99 Prozent meiner Aktivität bestand genau darin. Die alltägliche Banalität des Patrouillierens, Verfolgens und Jagens. Angriff oder Flucht.

Ein oder zweimal war ich an Bombardierungsmissionen beteiligt, weil sie einen Piloten brauchten. Meistens flog ich also in den kleineren Schiffen als Jagdpilot. Und falls sie zusätzliche Piloten brauchten, richteten sie sich an uns und sagten zu dir: 'Du bist den Bombern zugeteilt. Auf geht’s, lasst uns etwas in die Luft sprengen.' Aber ich kann mich nur an zwei Fälle erinnern, in denen ich als ein aktiver Offizier außerhalb der Flugschule.einen Bomber geflogen habe.

Michael Salla: Gab es nach Deinem Kenntnisstand Interaktionen mit ET Zivilisationen oder beschränkten sie sich nur aufs Abfangen und Verfolgen mit unterschiedlichen Schiffstypen, so dass man gar nicht mitbekam, wer sich darin [in den ET-Schiffen] befand?

Randy Cramer: Das ist in der Tat eine gute Frage. Es gab da ein diplomatisches Corps, das dem Schiff zugeteilt war. Zu diesen [Leuten] hatten wir aber sehr wenig Kontakt, weil sie sich in der Frontsektion des Schiffes aufhielten. Gelegentlich eskortierten wir ein Diplomatenschiff an einen Ort, wo es sich mit einem anderen Schiff traf, um in eine Form der Kommunikation oder des Dialogs zu treten. Wir eskortierten es dann wieder zurück. Von Zeit zu Zeit war das also eine ebenso reguläre Aktivität, für die wir morgens aufstehen mussten.

Unser Part bei dieser Arbeit brachte es aber mit sich, dass wir nicht viel davon sahen. Wir sahen nicht, wie die Leute ihre Schiffen verließen, um miteinander zu kommunizieren. Das, was wir sahen, waren Schiffe, die sich sehr nahe kamen, häufig Seite an Seite, um miteinander zu kommunizieren. Soviel kann ich aber erzählen: Bei diesen Eskortmissionen kam es ein oder zweimal vor, dass ein Vertreter des diplomatischen Corps an einem Raumkabel hängend von seinem Schiff aus auf einen Vertreter [der anderen Seite] zukam, der sich ebenfalls im verkabelten Außeneinsatz von seinem Schiff aus näherte. Und sie näherten sich bis auf Blickweite, um sich da draußen im All auszutauschen. So etwas passierte also ein paar mal. Sie trugen jedoch dieselbe Art von abgeschirmten Raumanzügen wie wir und es war nicht viel davon zu erkennen, was sich darunter verbarg. Aber was die Größenvergleiche angeht, waren einige von denen an die neun oder zehn Fuß [rund 3 Meter] lang. Offenkundig waren sie nicht von unserer Größe. Sie waren weitaus größer. Wir konnten nicht sehen, was darunter war...immerhin waren sie noch das, was man dem Raumanzug mit Helm für humanoide Zweibeiner ansehen konnte.

Michael Salla: Kannst Du uns erzählen, wer die Nautilus führte? Wer hatte das Kommando? War es ein General oder Admiral? War sie also mehr in der Tradition der Air Force oder der Navy geführt?

Randy Cramer: Das ist eine gute Frage. Es war insofern eine Navy Kommandostruktur, als der Kapitän ein 0-6 Captain [Gehaltsstufe eines Navy Capatins] im Gegensatz zu einem
0-3 Captain war, als der ich dem Geschwader als Marine zugehörte. Die Kommandostruktur war also eher nach der Navy ausgerichtet, weil der Kapitän wie ein 0-6 Captain war. Sein Name war Kirkland. Sein voller Name: Captain Roger L. Kirkland.

Michael Salla: Wie verhielt es sich mit höheren Funktionsträgern dieser Art? Waren auch sie auf einen 20-jährigen Militärdienst beschränkt oder war die Dienstzeit für höhere Funktionsträger mehr auf unbestimmte Zeit angelegt?

Randy Cramer: Ich hatte den Eindruck, dass es für die kommandierenden Offiziere ein Posten auf Lebenszeit war. Sie machten ihre Arbeit, bis sie dazu körperlich und geistig nicht mehr in der Lage waren...Ich gewann zumindest diesen Eindruck. Die Menschen an Bord waren sehr gut darin, ihren abgetrennten Wissensbereich separiert zu halten. Wenn du also Dinge von Leuten wissen wolltest, die außerhalb Deines Arbeitsbereichs tätig waren, gaben sie dir sehr deutlich, aber freundlich zu verstehen, dass dies nicht dein Aufgabenbereich wäre...und so würde man das hier nun einmal handhaben.

Wenn zum Beispiel folgendes zur Sprache kam und einer sagte: 'Ihr seid glücklich dran, Ihr werdet nach eurer Dienstzeit in ein paar Jahren zurück sein.' [Und man fragte nach:] 'Und Sie, für wie lange sind Sie hier [an Bord]?' Dann rollte [Dein Gegenüber] mit den Augen und schenkte Dir diesen speziellen Blick: 'Ihr wisst doch, darüber kann ich nicht reden. Wahrscheinlich bis ich sterbe.' Man bekam also Bemerkungen in dieser Art, die Dir den Eindruck vermittelten, dass [die höheren Funktionsträger] hier einen sehr viel längeren Aufenthalt hatten.

Michael Salla: Wie viele von diesen IG Highliner Schiffen gab es bzw. gehörten zur EDF (Earth Defense Force)?

Randy Cramer: Ich weiß es nicht. Ich habe maximal fünf auf einmal von ihnen gesehen, als fünf von uns [IG Highliners] sich an einem Ort zur selben Zeit versammelten. Ich habe aber keine Ahnung, was deren Gesamtzahl ist. Das war außerhalb meines Zuständigkeitsbereichs und niemand hätte mir das gesagt. Ab und zu hörte ich Namen [von Schiffen]. Ich kenne [die Gesamtzahl] aber nicht.

Michael Salla: [Eine Frage] zum allgemeinen Verständnis darüber, wer diese parallele Kommandostruktur im All („Space Command“) führte: hattest Du die Gelegenheit, mit anderen Offizieren darüber zu sprechen, wer die Verantwortung tragenden Topleute dieser parallelen staatlich-militärischen Konstruktion waren? Gab es da einen Präsidenten, einen Koordinator?

Randy Cramer: Das ist eine sehr gute Frage. Wir wussten sehr gut über das Bescheid, was über unsere nachrichtendienstlichen Einsatzbesprechungen hereinkam. Kommandoeinsatzbesprechungen durch unseren Geschwaderkommandanten [„Commando Briefings“] waren weitgehend auf technische Informationen beschränkt, auf technische Updates über unsere Schiffe oder Flugprotokolle. Alles also, was einen spezifischen Zusammenhang mit dem Geschwader und unserer Arbeit als Piloten hatte. Sein Job als Commander war wirklich nur auf diese Geschichten begrenzt. Es drehte sich also alles um die Kenntnisse und Informationen, die wir von unseren Nachrichtendienstoffizieren erhielten. Sie waren sehr genau dabei, wenn es darum ging, uns wissen zu lassen, was sie uns wissen lassen wollten. Und nicht wissen zu lassen, was sie nicht wollten, dass wir es wissen. Gefühlt war es auf dieser Bühne aber etwas anderes als auf dem Boden in der MDF (Mars Defense Force) stationiert zu sein, in der es viel „gedeckelter“ zuging. Auf der Nautilus ging es etwas lockerer zu. Die Leute waren nicht so steif und reizbar. Manchmal konnte man also die ein oder andere Information mehr bekommen [im Sinne von]: 'Wir wollen nicht, dass Du Dir hier Stress und Sorgen machst. Ich gebe Dir also lieber eine Antwort, dass Du Dir Deinen Kopf nicht mehr zerbrechen musst.' In einigen Fällen also fühlten sie sich veranlasst, Dir eine Antwort zu geben, wenn sie konnten. Aber bei bestimmten Dingen war es klar: sie hatten ihre Instruktionen, dass dies nicht in unseren Need-to-Know-Bereich gehörte und dass man das auch wissen sollte. Wir kamen also an diese Informationen nicht ran. Häufig hörte man die Leute reden von „hohen Tieren“ oder vom „Komitee“, welches es „so wollte“. Oder sie sagten auch: 'Die Politiker zu Hause wollen es so...' Die Leute bezogen sich dabei also auf diese sehr allgemeinen und unspezifisch gehaltenen Ausdrücke. Ich kann mich an kein einziges Mal erinnern, bei dem es hieß 'Der Präsident hat gesagt...der Präsident will es so...' oder 'Der Kongress sagte...der Kongress will es so...' oder 'Die UN sagte...die UN will es so...'. Es waren stets eher vage Bezeichnungen und Namen. Ich kann tatsächlich keine Auskunft über den [Bereich] geben, der über meine Kommandostruktur hinaus reichte. Es gab nur ein einziges Mal, als ich vor Kapitän Kirkland zitiert wurde. Ich musste vor dem alten Herren sitzen und es war nicht angenehm und kein Spaß. Er bestrafte mich ganz schon [hart] für eine Sache, über die ich nicht reden möchte. Er war kein schlechter Mensch. Ich hatte etwas getan, das bestraft zu werden verdient. Er ging jedoch viel zu weit, als er entschied, was meine Strafe sein sollte. Ich sage aber nicht, dass die Strafe gänzlich unverdient war, dass ich etwas tat, für das ich keine Rechenschaft abzulegen brauchte. Von allen anderen Begegnungen mit ihm und was ich über ihn wusste, kann ich nur sagen, dass er ein anständiger und guter Kerl war. Ich konnte ihn sonst gut leiden und hielt ihn für einen ordentlichen Kapitän. Ich kann aber keine einzige positive Information erinnern, die sich auf den Kommandobereich über ihn bezieht. Außer, wenn er eine mürrische Grimasse schnitt und von den 'gottverdammten hohen Tieren da oben' sprach. Das war seine Bezeichnung für die Leute [über ihm]: 'Die gottverdammten hohen Tiere da oben'.

Michael Salla: Kannst Du uns beschreiben, was [für Dich] während der gesamten 20 Jahre Deiner Dienstzeit in der EDF und MDF auf der Erde passiert ist? Gab es da Zeitungen, irgendwelche digitalen Kommunikationsmedien? Hattet ihr Computer, bei denen man sich einloggen und herausfinden konnte, was [auf der Erde] vor sich ging?

Randy Cramer: Nein. Tatsächlich waren alle Information über die Vorgänge auf der Erde (Zeitungen, [Kommunikations]-Medien...) strengstens verboten. Jeder Besitz [solcher Kommunikationsmittel] und jede Kenntnis darüber, oder das Reden über diese Dinge, konnte strengste Bestrafungen nach sich ziehen...Im Wesentlichen gab man uns sehr deutlich zu verstehen: 'Seht mal her. Wenn ihr darüber nachdenkt, was zu Hause vor sich geht, denkt ihr nicht über eure Arbeit hier [an Bord] nach. Wir brauchen euch hier in eurem Job. Zu hundert Prozent im Hier und Jetzt. Und der einzige Grund, an zu Hause zu denken, sind eure freudigen Erinnerung daran. Und dass ihr dorthin zurück kehren werdet.' Sie waren da sehr bestimmt. Das war es, woran wir nach ihrem Willen denken sollten: An unsere schönen Erinnerungen und dass wir wegen ihnen zurück kehren wollten. Keine Zeitungen, Kommunikationsmedien oder Fernsehübertragungen. Tatsächlich aber waren unsere Schiffe in der Lage, die Radio- (UKW) und Fernsehübertragungen zu empfangen, die von der Erde kamen. Sie waren hochentwickelt und empfindlich genug, dass man sich dort einwählen konnte. Aber das war uns verboten. Zwar durften wir Frequenzen scannen und dort rein horchen, aber wir durften uns nicht dabei aufhalten, eine [irdische] Radio- oder Fernsehfrequenz anzuwählen. Wäre man dabei erwischt worden, hätte man große Schwierigkeiten bekommen.

Michael Salla: Ich verstehe. Wir sind nun also am Ende Deiner 20-jährigen Dienstzeit. Und Du hast rund drei Jahre für die Earth Defense Force (EDF) in einem Raumgeschwader gedient. Was ist nun gegen Ende dieser Zeit geschehen? Du stehst kurz vor Abschluss Deiner 20 Jahre Dienstzeit. Gab es da ein spezielle Zeremonie? Was ist da geschehen? Welche Ereignisse haben Dich zurück zur Erde gebracht?

Randy Cramer: Als [unsere Dienstzeit] endete, war das ein nicht sonderlich feierlicher Tag auf der Nautilus. Es hieß nur: 'Sie, Sie und Sie...ihr werdet nach Hause gehen. Ihr seid hier durch.' – 'Oh, wirklich? O.K. großartig, Ich hab's geschafft.' Und jeder, der es geschafft hat, wurde in ein Shuttle gesetzt und zum Lunar Operations Command zurück gebracht für eine Einsatznachbesprechung. Man musste dann eine medizinische Einrichtung besuchen, um den Verjüngungsprozess [„Age Reversing“]zu durchlaufen usw. Davor aber war man im Lunar Operations Command zu einer Nachbesprechung, [die sich etwa so anhörte]: 'Hier haben wir also, was Sie über ihre letzten 20 Jahre Arbeit wissen. Und hier haben wir das, was Sie nicht darüber wissen. Wir werden also ein paar Lücken für Sie schließen. Es wird wohl nicht von Bedeutung sein, weil Sie keine Erinnerungen daran haben werden. Nach ein paar Wochen nämlich werden wir aus Gründen der nationalen Sicherheit alle Erinnerungen unterdrücken. Sie werden also davon wahrscheinlich nichts im Gedächtnis behalten. Keine Sorge, wir werden uns um alles kümmern.' Bla, bla, bla... Es waren immer wieder diese Versicherungen, die sich als nicht zutreffend herausstellten. So viele von diesen Versicherungen gab es, in der Art von 'Keine Sorge, Dir wird’s gut ergehen'! Nach der Einsatznachbesprechung wurden wir in einen Bereich gebracht, in dem sich unsere zwischenzeitlichen Unterkünfte befanden. Die waren sehr viel hübscher, als die zeitweisen Unterkünfte bei unserer ersten Ankunft. Es handelte sich um Offiziersquartiere. Man sagte uns, wir sollten uns dort frisch machen, rasieren und waschen und unsere Paradeuniform anziehen. Es würde eine große Zeremonie geben, ein Bankett mit einer Menge Leute. Würdenträger wären anwesend, Leute von der Erde. Ein spezieller Gastredner würde da sein, bla, bla, bla....

Wir gingen also zum Bankett der Abschlusszeremonie. Abgehalten wurde es in einem Bereich, der eine ganz schön große Fläche einnahm. Eine komplette Seite öffnete den Blick durch dieses hoch aufragende dicke Glas auf die Mondoberfläche und das Weltall. Das war ein ganz schön [beeindruckender] Ausblick. Ansonsten war es eine ganz typische Raumanordnung für ein Bankett, überall die runden Tischen und ein Podium. Eine typische Bankettzeremonie eben. Für jeden gab es zugewiesene Plätze, auf denen man sitzen sollte. Wir hatten gutes Essen. Leckeres Essen.

Dann kamen Leute herein, die ein paar nette Worte an uns richteten: 'Danke für ihren Einsatz...' Lange, poetische [Reden]...Ich will die geäußerten Worte nicht schlecht reden, aber in einigen Fällen, unter den Umständen dieser Glanz-und-Gloria-Zeremonien, schlugen sich die Leute eher gegenseitig auf den Rücken und gratulierten sich dafür, was sie selbst getan haben. Und sie versuchten, dir den Schmerz klein [zu reden], nach allem Horror und Schrecken, dem man ausgesetzt war und durchlebte, damit man [mit ihnen] einstimmte: '[sarkastisch] Oh, das war es alles wert. Es ist in Ordnung so.'

Ich muss hier mal einfach sagen: wir alle waren froh darüber, dass es endlich vorbei war. Die Tatsache, dass wir es in Ordnung fanden und uns das Schulterklopfen gefallen ließen, war der Tatsache geschuldet, dass nun alles vorbei und zu Ende war! Unabhängig davon, ob wir uns im Angesicht unseres zurückgelegten Pflichtprgramms stolz und gut oder komplett derangiert und traumatisiert fühlten. [Für uns war nun gewiss]: 'Wir sind durch. Wir haben es geschafft.' Es war ein Moment der Hochs und Tiefs. Jeder war sehr ausgelassen, es wurde viel gelacht. Viel Schulterklopfen, viele laute Gespräche, die überschwängliche Freude darüber, dass es vorbei war. Es war also eine hochtragende Energie im Raum. Sie wollten in der Tat, dass du Dich gut fühlst bei deinem Abschied...

Ich kann mich nicht gut an die ersten beiden Redner erinnern. Es war niemand, den ich kannte, aber offenkundig Leute, die zu der neuen Schattenhierarchie gehörten und dort für wichtig gehalten wurden: ein älterer Herr und eine ältere Dame. Und wenn ich sage 'älter', meine ich damit ein Alter zwischen 55 und 65, ausgehend von ihrem physischen Erscheinungsbild: Haut, Haar, usw.

Und dann trat die letzte Person auf und gab uns diese große Abschieds- und Dankesrede. Es war Donald Rumsfeld. Ich war darüber ein wenig überrascht. Auf welcher Handlungsebene er auch immer steht, er weiß irgendetwas und hat auf irgendeiner Ebene etwas damit zu tun. Denn es war er [höchstpersönlich], der uns allen einen Klaps auf die Schulter gab, uns ein Dankeschön für die gute Arbeit aussprach und sich dann verabschiedete.

Michael Cramer: Das ist sehr interessant, da diese Zeremonie angeblich um 2007 stattfand (ausgehend vom Jahre 1987 und der 20-jährigen Chronologie). Ich bin mir nicht sicher ob Donald Rumsfeld damals Verteidigungsminister war oder ob er gerade von seinem Amt zurückgetreten war. Hier wird es also sehr interessant.

[Am 8. November 2006 verkündete Präsident Bush den Rücktritt von Rumsfeld als Verteidigungsminister. Der Senat bestätigte die Nominierung seines Nachfolgers Robert Gates am 6. Dezember 2006; Anm. M.A.]

Randy Cramer: Beide Möglichkeiten würden erklären, warum er vor Ort war. Er könnte da gewesen sein, weil er Verteidigungsminister war. Und er könnte auch gewesen sein, weil er zurückgetreten war und einen Job in der Geheimdienstbranche bekam. Auf alle Fälle war er anwesend, weil er eine Führungsperson war. Er wäre nicht dort gewesen, wenn das nicht der Fall gewesen wäre.

Michael Salla: Dir ist bekannt, dass nach dieser Zeremonie Deine Erinnerungen gelöscht wurden. Gibt es da irgend etwas Bedeutsames in Deiner 20-jährigen Dienstzeit, von dem Du zu diesem Zeitpunkt gesagt hättest: 'Ja, daran würde ich mich wirklich gern zurück erinnern wollen.'?

Randy Cramer: Ja. Eine Sache. Im dritten Jahr meiner MDF-Zeit kam eine neue Rekrutin an als Mitglied unserer Abteilung. Ich hasste Sie auf den ersten Blick, aber innerhalb eines Jahres waren wir bis über beide Ohren ineinander verliebt. Wir missachteten die Vorschriften und heirateten. Meine Frau war unglaublich, eine einzigartige Person. Mir fehlen die Worte zu beschreiben, welche Bande man zu einer Person aufbaut, die Seite an Seite mit dir in jeden Kampf und jede Schlacht zieht und für Dich zu töten und zu sterben bereit ist; und die dir das tagtäglich durch ihre Taten zu verstehen gibt. Wir waren uns wirklich sehr nah und liebten uns sehr. Sie zu verlieren, war der schlimmste Tag in meinem Leben... Wir waren 10 Jahre lang verheiratet und kannten uns insgesamt zwölfeinhalb Jahre. Dann war sie tot. Sie fing sich ein Projektil in den Hinterkopf ein und starb in meinen Armen. So traurig und bestürzt mich das machte, ich wollte sie niemals vergessen. Diese eine Sache vergessen zu müssen, das hat an mir genagt. Ich hatte dieses Erinnerungsengramm fest in meinem Geist verankert, weil ich so viel daran dachte. Bei allen Dingen, die ich vergessen sollte, bei denen ich einverstanden war, zu vergessen, nahm ich mir vor: An sie will ich meine Erinnerung niemals verlieren. Und wie es die Gesetze der Physik so haben wollen, wurde es unter all meinen aufkommenden Flashback-Erinnerungen, von denen eine ganze Menge in mir hochschossen, gerade dieser Faden, der mich in jene geschützte und verbotene Zone meiner Erinnerungen leitete: meine Erinnerung an sie. Die Fähigkeit, mich an sie zu erinnern, bedeutet für mich die erste wirklich greifbare Erinnerung. Ich musste mich da wieder heraus zu ziehen, nachdem ich die Trauer noch einmal durchlebte und sie noch einmal verlor. Das war gut so, denn ich hatte ja nie die Gelegenheit, das zu tun. Ich hatte niemals die Gelegenheit bekommen, um sie zu trauern. Ich befand mich in einer Kriegszone und sie starb. Und so betroffen und gebrochen ich darüber auch war, musste ich doch am nächsten Tag wieder kämpfen und konnte nicht einfach damit aufhören. Indem ich später vollkommen abgeschirmt war von dieser Erfahrung am Boden und zu den Piloten wechselte, abgeschirmt auch von der zweitschlimmsten Erfahrung meines Lebens, als ich meine komplette Abteilung verlor, legte sich ein sehr starker Puffer vor meine Fähigkeit, um sie zu trauern. Es war also eine sehr notwendige Sache, dies zu tun. Ich bin froh, dass ich die Gelegenheit bekam, es nachzuholen. Aber es war die meiste Zeit über hart und mühsam.

Ich wollte sie nie und nimmer vergessen...und es stellte sich heraus, dass ich es auch nicht tat. Unter allen Dingen, die jemals Teil meiner Erfahrungen wurden, würde ich niemals die Tatsache ungeschehen machen wollen, meine Frau gekannt zu haben. Niemals.

Michael Salla: Danke, dass Du das mit uns teilst. Mit dieser Geschichte wollen wir diesen Teil des Interviews zu einem Ende bringen. Wir werden zurück sein mit abschließenden Erklärungen darüber, was bei der Wiedererlangung Deiner Erinnerungen geschah, nachdem Du im Gefolge eines Verjüngungsprozesses [age regression] und der Auslöschung Deiner Erinnerungen wieder auf die Erde zurück gebracht wurdest.


 Randy Cramer: Teil 4 – Altersregression und das Wiedererlangen unterdrückter Erinnerungen
Deutsches Transkript des Interviews mit Michael Salla (www.exopolitics.org)

(Text geglättet)

Es handelt sich hier um den vierten Teil eines fünfteiligen Interviews mit Randy Cramer, der seine Rekrutierung in eine Spezialabteilung des US Marine Corps enthüllt, die für die Ausbildung der Verteidigungsstreitkräfte der fünf bestehenden Marskolonien verantwortlich zeichnet.

Dieser Blog macht sich die hier vertretene exopolitische Sichtweise nicht vollständig zu eigen, lädt vielmehr jeden dazu ein, kritische Kommentare zu hinterlassen!


Michael Salla: Wir sind zurück mit Captain Kaye [Randy Cramer]. Ich sollte erwähnen, dass es sich hier um ein Pseudonym handelt für jemanden, der in der Special Section der US Marines gedient hat. Er wird uns nun etwas darüber erzählen, wie er zur Navy kam, neben [oder besser: nach] seiner Rekrutierung in die Special Section des US Marine Corps. Erzähl uns doch, was passierte. Du hast Deinen High School Abschluss um 1988 gemacht und bist schließlich zur Navy gegangen...

Randy Cramer: Richtig. Ich denke, ich sollte versuchen, die Unterschiede deutlicher zu machen zwischen der Chronologie der Ereignisse, die ich erinnern sollte und den Ereignissen, wie sie sich tatsächlich zugetragen hatten.

Die meisten meiner Erinnerungen an das Trainingsprogramm für Project Moonshadow spielten sich allesamt auf einer unterbewussten Erinnerungsebene ab. An diese Zeit sollte ich mich also nicht erinnern und nicht darüber reflektieren können. Es sei denn, Trigger würden etwas aktivieren, durch das mein „Alter Ego“ [„alternate personality“] hervortreten konnte. Aber in meinem Falle muss ich wohl sagen, dass diese [meine Supersoldatenpersönlichkeit] meine „funktionalere“ Persönlichkeit war. Und es war die Alter-Ego-Persönlichkeit, die in den Vordergrund rückte, wenn ich mich nicht im Supersoldatenmodus befand. Hier verhielt es sich also umgekehrt, wenn man es mit der typischen traumabasierten Mind-Control vergleicht, bei der man dem Menschen seine Hauptpersönlichkeit belässt und via Trauma eine davon abgetrennte Persönlichkeit programmiert. In diesem [meinem] Falle war es jedoch so: 'Wir bauen Deine Persönlichkeit von Grund auf. Das ist Dein wirkliches Ich. Im Alltag aber muss Geheimhaltung und Sicherheit gewahrt bleiben, so dass wir nur eine vereinfachte Version Deiner Person zulassen dürfen, die zu sein Du glaubst und an die Du Dich unter Alltagsbedingungen erinnerst.'

Ich erinnere mich, dass ich 1987, im Alter von 17 Jahren, das Trainingsprogramm für Project Moonshadow abschloss. An diesem Punkt nimmt sich die Special Section des US Marine Corps der „Pakete“ der austrainierten Testpersonen und Supersoldaten aus dem Projekt Moonshadow an. Sie werden dann weitergeleitet in ein größeres Sammelbecken, das alle möglichen Supersoldatenprogramme aus dem Marine Corps oder anderen Teilen der Militärstreitkräfte vereinigt. Von diesem größeren US-amerikanischen Sammelbecken aus können sie dann etwa dem internationalen Interessenverband der Earth Defense Force zugeteilt werden. Von hier [wiederum] kann dann die Zuteilung an andere Orte erfolgen...

Statt einer großen, zusammenhängenden bürokratischen Militärmacht, haben sie das ganze auf eine Menge kleinerer, besser zu handhabender Behörden aufgeteilt. Sie steckten dort alle Ressourcen hinein, um sie nach Bedarf austeilen zu können. Das ist doch interessant. Ich glaube nämlich, dass sie bei der Umsetzung dieser ausgesprochen komplizierten Aufgabe, die sie sich hier gestellt hatten, ziemlich effizient vorgingen. Die Ressourcen [aller Beteiligter] wurden in einen Topf getan und von dort aus aufgeteilt, so dass jeder seinen Anteil an [diesem Pool] haben sollte. Denn offenkundig waren einige Länder in der Lage, in einem Jahr mehr Supersoldaten zu produzieren als andere. Unsere Fähigkeit, einsatzfähige Körper zu produzieren, ist immer noch größer als von einigen kleineren Länder. Daher tragen die größeren Länder immer noch eine größere Last, um sicher zu stellen, dass ein Mehr an Streitkräften vorhanden ist. Es gibt also eine Art Ausgleich, so dass die kleineren Länder nicht das Gefühl haben müssen, den Kürzeren zu ziehen, [nur] weil man ein kleines Land ist.

Mit 17 Jahren also wurde ich weiter gereicht und absolvierte eine 20-jährige Laufbahn. Dann wurde ich zurückgebracht in eine Zeitstellung kurz nachdem ich verschwand. Ich wurde [einfach] wieder zurück geworfen, ohne eine bewusste Erinnerung an diese Erfahrung, aber mit heftigsten Stress- und Traumasymptomen aus einer 20-jährigen Dienstzeit, die zum größten Teil aus Krieg, Krieg und nochmals Krieg bestand. Davon versuchte ich mich zu erholen.

Ein Teil davon war, herauszufinden, wer ich eigentlich war und was ich mit mir anstellen wollte. Ich machte also meinen High School Abschluss und fragte mich, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Was wollte ich sein, denken und tun? Interessanterweise war da ein Programm [bei mir] installiert, das mir einflüsterte: 'Was immer Du tust, geh nicht zum Militär!' Ich hatte ja gerade einen 20-jährigen Militärdienst hinter mich gebracht und das letzte, was sie wollten, war, irgendwelche Triggermechanismen auszulösen, die dazu hätten führen können, sich an Begebenheiten aus dieser verdeckten Militärdienstlaufbahn zu erinnern. Es existierte also ein Unterprogramm: 'Geh nicht zum Militär.'

Das war aber nicht, was passierte. Eben noch war ich 20 Jahre lang ein Marine, und das erste, an das ich denken konnte, war: 'Auf geht’s! Lass uns dem Marine Corps beitreten!' Als ich also darüber nachsann, was ich mit mir anstellen sollte: ob ich entweder Geld aufnehmen sollte, um mit diesem Startgeld vorwärts zu kommen und [weiter] zur Schule zu gehen, oder ob ich dem Militär beitreten sollte. Das Programm in mir meinte zwar: 'Oh, nein! Das möchtest Du doch nicht wirklich tun!?' Ich kannte jedoch Freunde und Gleichaltrige, die es taten und es schien [daher] nicht so eine schreckliche Vorstellung zu sein. Gleichzeitig lief dieses [Unterprogramm] dem Stolz und der Loyalität eines Marines zu wider. Und das war stärker, es war einfach stärker.

Der erste Musterungsoffizier, dem ich begegnete, war dann auch ein Musterungsoffizier der Marines. Ich war drauf und dran, die Papiere zu unterschreiben, um dem Marine Corps beizutreten, (also im Grunde noch einmal beizutreten), als es zu einer Intervention meiner „Betreuer“ kam [engl. handler], die sich [wohl] sagten: 'O.K. An dieser Stelle nun müssen wir dazwischen gehen.' Da gab es diese emotionale Reaktion, die in mir kurzzeitig (für ein Wochenende) ein Gefühl der Machtlosigkeit auslöste. Erst sah ich es so: 'Ich bin stark, ich kann das! Jawohl, ich werde ein Marine! Großartig!' Dann kam diese sonderbare emotionale Geschichte und plötzlich fühlte ich mich wirklich sehr schwächlich. Und ich dachte bei mir: 'Oh, nein. Ich glaube nicht, dass ich das schaffen kann. Ich kann kein Marine werden.'

All diese Rekrutierungszentralen waren alle in diesem einen Gebäude, direkt nebeneinander. Man konnte sich also [vor Ort] entscheiden, abhängig davon, was Deiner Phantasie entgegen kam: Air Force, Army, Navy. Alle Tür an Tür.

In diesem Moment einer zweiten Überlegung wollte ich also zurück gehen zu meinem Rekrutierungsoffizier bei den Marines und ihm sagen: 'Wissen Sie, ich bin mir gar nicht mehr sicher. Wir sollten das nicht zum Abschluss bringen.' Ich hatte meine Papiere noch nicht unterschrieben und habe sie zerrissen, um damit meinem 'Nein' Ausdruck zu verleihen. Und wie es der Zufall oder das Schicksal so will, waren sie [die Rekrutierungsstelle der Marines] beim Mittagessen. Die Tür war verschlossen und niemand im Büro. Die Navy-Leute aber, [ausgerechnet] die waren da! Als nächstes fand ich mich diesem Zigarre rauchenden Typen gegenüber, der aus einer Tür kam [und meinte]: 'Warum willst Du mit den Kerlen da reden? Vielleicht können wir Dir hier ein besseres Angebot machen!' Das nächste, an das ich mich erinnere, war also ein Gespräch mit diesem Navy-Rekrutierer. Und „irgendwie“ kam ich zu der Entscheidung: 'Oh, ja. Das hier ist eine viel bessere Idee.' Ich glaube, meine „Betreuer“ dachten sich [wohl] dabei: 'Wir glauben nicht, dass wir ihn aufhalten können, wieder zum Militär gehen. Wenn wir ihn aber zumindest daran hindern, dem Marine Corps beizutreten, könnte das hilfreich sein.' Offenkundig sahen sie die Navy als das kleinere Übel an, um mit der Angelegenheit versuchsweise umzugehen. An diesem Punkt unterzeichnete ich dann Papiere. ('O.K. Ich bin dann mal weg bei der Navy!')

Es ging runter nach San Diego ins Trainingszentrum und Ausbildungslager der Navy (NTC Naval Training Center San Diego). Ausbildungslager sind [eben typische] Ausbildungslager: eine eigentümliche Mischung aus Schlafentzug, hunderten Meilen Marschieren, unterschiedlichen Graden des Schreiens und Brüllens, und Hampelmännchen-Machen in unangenehmen Lagen.

Nichts übermäßig Besonderes also. Außer, dass mir stets etwas auffiel, das sonderbar war. Wenn ich etwa Gebäude betrat, in denen ich nie zuvor war, Umgebungen, in denen ich mich nie zuvor aufhielt, erschienen diese mir [dennoch] vertraut. Gerüche schienen mir vertraut, die von Farben und Reinigern für das Gewerbe ausgingen. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll, aber Militärbasen haben einen ganz eigentümlichen Geruch, der sich von dem vieler anderer Zivilgebäude und ihren Einrichtungen unterscheidet. Das mag mit den Baumaterialien zu tun haben, mit den Farben und Reinigungsmitteln etc., welche sie dort benutzen und welche zusammen diese Geruchsmischungen ausmachen. Militäreinrichtungen riechen einfach anders.

Als ich diese Gerüche aufnahm, bemerkte ich an mir diese Flashbacks, bei denen ich das Gefühl hatte, wieder ein Kind zu sein, so als ob ich fünf oder sechs Jahre alt gewesen wäre... Auch bestimmte Geräusche, etwa von Flugzeugen und Helikoptern, die in niedriger Höhe über Dich hinwegfliegen; das Geräusch vieler Stiefel beim gemeinsamen Marschieren, [der Befehlston der Stimmen]... All das erschien unwahrscheinlich vertraut für mich. Ich glaube, ich hab das verdrängt, indem ich mir sagte: 'Nun, ja, Du hast doch diese Filme gesehen. Möglicherweise hat es deshalb diese Vertrautheit.' Ich sah mir nämlich in der Tat Filme im Fernsehen an, in denen die Dinge sich so verhielten.

Es war jedoch eine körperlich empfundene Vertrautheit. Ich begann also, gewisse Erfahrungseindrücke zu bekommen, bei denen ich das Gefühl hatte, schon einmal hier gewesen zu sein. Mein Hirn im Wachbewusstsein freilich meinte dazu: 'Papperlapapp! Ganz sicher warst Du noch nie hier! Über was redest Du hier eigentlich?' So konnte also jeder Eindruck herunter gespielt werden, schon einmal hier gewesen zu sein.

Und dann war da dieser deutliche Wahrnehmungsunterschied innerhalb einer Gruppe von 110 Leuten (später und zum Ende hin noch 93) in der Kompanie, dass ich intelligenter war und ein besseres Gedächtnis hatte als alle anderen. Es schien einfach, dass ich es leichter hatte, meine Aufgaben zu erledigen als andere Leute. Aus welchem Grund auch immer wollte ich weiterhin daran festhalten, mein Leben als normal und durchschnittlich anzusehen. Aber das bin ich offenkundig nicht. Da gab es also [immer wieder] diesen kurzen Moment der Frage an meinen eigenen Verstand: 'Können denn alle wirklich so dumm sein, oder bin ich es, der so intelligent ist?' Ich versuchte also herauszufinden, was das in Relation zu bedeuten hatte.

Es war dort [bei der Navy] interessant. Man hat mir eine Menge Gelegenheiten gegeben, Dinge zu tun, da ich eben intelligent und fähig war. Und wenn Du beim Militär intelligent und fähig bist, dann bekommst Du Deine Gelegenheiten, damit sie herausfinden, was in Dir steckt. [Gewöhnlich] übertragen Sie eine Aufgabe eher einer intelligenten als einer dummen Person. Insofern keine große Überraschung.

Ich habe das Ausbildungslager beendet. Eine recht ereignislose Zeit. Sicher gab es Anerkennung, aber Ausbildungslager ist Ausbildungslager. Eine Art High School des Militärs. Sobald man es verlassen hat, machst Du dir keine Gedanken mehr und redest nicht mehr viel darüber, was dort passiert ist. Jeder war mal an diesem Ort, also was soll's ... Danach geht es mehr darum, wo man augenblicklich steht und wohin man von dort aus gehen will.

Nach dem Ausbildungslager traf man die Entscheidungen über [die jeweiligen Laufbahnen] und begann damit, Leute auf [weiterführende] Schulen zu schicken. Ich landete mit einigen aus meiner Kompanie, die den Abschluss machten, auf der anderen Seite der Basis (Naval Training Station), um dort zur Schule zu gehen und sich auf die allgemeinen Dienstpflichten als Fireman, Airman und Seaman vorzubereiten. Während also meine Ausbildung auf der anderen Schule unterbrochen war (ich sollte [übrigens] Photographers Mate werden, so dass ich hübsche Bilder schießen könnte), ist etwas äußerst seltsames geschehen.

Es ereignete sich also, während ich dieses allgemeine Training absolvierte. Es wurde einem dabei etwas mehr an Freiheiten gestattet, was das Verlassen und die Anwesenheit auf der Basis betrifft. Es war aber immer noch relativ restriktiv. Man durfte die Basis nicht unter der Woche verlassen und ging an den Wochenenden raus. Man durfte sich auch nicht so viele Meilen von der Basis entfernen. Ich bin nun wirklich kein Trinker, das war ich nie. Und ich hing also nicht viel mit den anderen an der Bar herum. Ich war auch kein Raucher, verbrachte also ebenso wenig Zeit damit, herum zu sitzen und beim Bier trinken Zigaretten zu rauchen, wie es die meisten taten. Man sah mich also nicht an den normalen Freizeitbeschäftigungen teilnehmen, denen sich alle anderen widmeten. Ich fand mich vielmehr damit beschäftigt, lange Spaziergänge zu unternehmen und mir dabei Gedanken zu machen. Das war's, was ich gerne tat: für mich selbst klar denken zu können. Die Basis war groß genug, hatte genügend Straßen und Wege, um darin Meile auf Meile laufen zu können, ohne dabei mit zu vielen Leuten in Berührung zu kommen. An den meisten Abenden also, bevor ich wieder in der Kaserne sein musste, machte ich lange Spaziergänge.

Es war vielleicht in der zweiten Woche des Trainingsprogramms, als ich auf einem Abendspaziergang unterwegs war. In einer Gegend, wo außer mir kein Mensch auf den Gehwegen lief. Ich hatte jedenfalls minutenlang keinen gesehen. Ich glaube, es musste sich um nicht genutzte Kasernen und Lagerhäuser gehandelt haben, also eine Gegend, in der nicht sehr stark verkehrt wurde. Das war in der Nähe des Nordtores. Weniger als 100 bis 200 Yards [rund 100 bis 180 Meter] vom Nordtor entfernt. Ich war also gerade alleine unterwegs, kein Mensch um mich herum, und grübelte. Da kamen zwei Männer auf mich zu, die vielleicht Mitte bis Ende 30 waren. Nach ihrem damaligen Aussehen zu urteilen, würde ich beide nicht älter als 40 schätzen. Der eine war ein kaukasischer Gentleman in Zivilkleidung. Kurzes Haar, glattrasiert ohne Bart, keine Brille. Der andere, nur geringfügig kleiner, war ein Navy Chief (mit Navy Chief Uniform). Ich schließe von seiner Hautfarbe und dem wenigen, was er sprach, auf einen Philippino. Zufällig war auch mein Kompaniechef Philippino, mit demselben Hautton und Akzent. Zu jener Zeit waren die
Philippinen dieses Protektorat...Wenn man da rauskommen wollte, konnte man mit 17 der Navy beitreten. Für viele Philippinokinder war dies damals ein bequemer Weg, der sie aus den Philippinen heraus führte. Es ist zwar Mutmaßung, aber ich bin mir ziemlich gewiss, dass er philippinischer Abstammung war und die Uniform eines Chiefs trug. Ich weiß aber sicher, und das war sonderbar, dass er seine Sonnenbrille zu jeder Zeit auf hatte, in der ich ihn sah. Ob nun zur Tages- oder Nachtzeit.

Stets trug er auch seine Jacke bis ganz nach oben zugeknöpft und saß häufig da mit verschränkten Armen. Er fühlte sich nicht wohl dabei, mir direkt in die Augen zusehen. Ich kann mich nämlich an keinen einzigen Fall erinnern, bei dem er mir in die Augen blickte. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass er auch nur drei Sätze zu mir gesprochen hätte. Er redete kaum mit mir. Bei unseren Begegnungen war es stets der größere kaukasische Herr in Zivilkleidung, der das Reden und die Gespräche mit mir übernahm. Der Typ in der Chief-Uniform war aber immer bei ihm. Stets waren sie beisammen.

Und in der Tat gab sich dieser Herr auch als Zivilist zu erkennen. Er behauptete nicht, beim Militär zu sein und gab sich aus als Prediger und Geistlicher einer kleinen ortsansässigen Kirche. Sein ihn begleitender Freund hatte ihn wohl als zivilen Gastbesucher auf die Basis bekommen, was durchaus möglich war. Im Dunkeln kamen sie schnurstracks auf mich zu. Es war mitten am Abend, etwa 7:30 Uhr. 'Hey, wie geht es Ihnen?' - 'Gut. Und selbst?' - ['Gut'] - 'Wir sind unterwegs, um Seeleute und Marinesoldaten zu treffen. Wollen mal sehen, ob nicht irgend jemand Lust hat, die Kirche zu besuchen.' Er [der Geistliche] war dabei sehr höflich und freundlich. Da ich aus einer religiösen Familie stammte, hatte ich nichts gegen Kirchenbesuche einzuwenden. Aber ich war zu diesem Zeitpunkt kein großer Gläubiger (mehr). Zu diesem damaligen Zeitpunkt verhielt es sich eher so: ich wusste, dass dies eine Ausrede sein würde, von der Basis herunter zu kommen. Welche Ausrede auch immer, ich wollte einfach, dass sie mich aus der Basis heraus bringt, um mal etwas anderes machen zu können. [Und daher sagte ich:] 'Oh, großartig! Natürlich besuche ich die Kirche!' Ich hatte bestimmt nicht vor, die nächsten drei Monate in ihrer „kleinen Einrichtung“ abzuhängen. Da kommt jemand auf dich zu und bietet dir die Gelegenheit, aus Deiner Basis heraus zu kommen und dich mit anderen Leuten zu treffen – aber sicher doch! Ich hatte kein Problem damit und jeden Grund 'Ja' zu sagen. Zu diesem Zeitpunkt sah ich [noch] keinen Anlass zur Vermutung, dass diese Herrschaften etwas anderes wären als sie vorgaben zu sein.

Er reichte mir seine Karte (so etwas kann freilich jeder haben, eine Visitenkarte mit Telefonnummer darauf) und sagte: 'Oh, großartig. Wenn Sie interessiert sind, rufen Sie uns an. Wir können dann ein Arrangement vereinbaren, um Sie abzuholen. Wenn ihre Vorgesetzten ein Problem damit haben sollten, können wir mit ihnen reden und sie davon in Kenntnis setzen, dass Sie mit uns in die Kirche gehen. Alle werden damit einverstanden sein. Und genau so war es. Der [Vorgesetzte] fragte: 'Wohin wollen Sie gehen ?' Und Ich gab zur Antwort: 'Ich gehe in die Kirche'. Er: 'Sie flunkern doch!' Aber ich zog die Karte heraus und sagte, dass dies der Name [des Geistlichen] wäre. Er rief bei ihm an und sagte dann: 'Gut, geh in die Kirche, 'Predigersöhnchen'', oder was immer er mich da genannt hatte.

Das nächste Mal, als ich die beiden zu Gesicht bekam, war am darauf folgenden Sonntag, [um in den Sonntagsgottesdienst zu gehen]. Sie holten mich in einem kleinen hellbraunen Minivan ab, bei dem der kaukasische Gentleman am Steuer saß und der philippinische Herr [daneben] stur gerade aus starrte. So war es immer, wenn sie mit mir unterwegs waren: der Kaukasier fuhr, der Philippino daneben. Wie gesagt, der letztere trug stets Sonnenbrille und sprach kaum einen [ganzen] Satz mit mir, die Arme meist verschränkt.

Wir fuhren also los, quer durch die Stadt in die Nähe des Balboa Parks, wo es eine hübsche Gegend gibt mit Einfamilienhäusern und einer Reihe von Gebäuden mit Eigentumswohnungen. Das war schon interessant, als wir die Straße herunter fuhren und vor einem Haus anhielten. Ich weiß nicht recht wie ich es beschreiben soll. Wer auch immer diese Straße und diese Nachbarschaft entworfen hatte, wer immer diese Häuser baute: es waren [identisch aussehende] Eigenheime, die Wand an Wand standen, die ganze Straße entlang. Identische Fußwege, identische Haustüren, identische Fenster. Jede Hausfront ähnelte der anderen haargenau. Wenn ich später einmal zurückkommen müsste, um heraus zu finden, um welches Haus es sich handelte, in dem wir da waren, würde ich die richtige Nordsüd-Orientierung meiner Blickrichtung benötigen, um dann jene Haustür identifizieren zu können, die wie alle anderen aussah und durch die wir das Haus betraten. Im Rückblick glaube ich nicht an einen Zufall. Es war wohl volle Absicht, sich diese Straße auszuwählen. Alles sah gleich aus und nichts hob sich [vom Einerlei] ab. Es war einem unmöglich, sich zu erinnern und spezifische Merkmale heraus zu filtern [als ein Hinweis darauf], in welchem Haus man nun war oder nicht war.

Wir hielten also an dieser Stelle an und gingen auf dem Fußweg bis an die Haustür. An diesem Punkt dachte ich mir: 'Oh, eigentlich ging ich davon aus, dass wir zu einem größeren Gebäudekomplex gehen würden. Ich wusste gar nicht, dass wir in jemandes Privathaus gehen.' Ich wusste freilich, dass die Leute Gottesdienste bei sich zu Hause abhielten und dachte bei mir: 'O.K. Ich verstehe, kein Problem dabei.' Wir gingen also hinein. Da standen beiderseits 5 typische Kirchenbänke aus Holz, ungefähr 6 Fuß lang [etwa 1,80 Meter]. Am vorderen Ende des Raumes, auf einer Erhöhung von etwa 15 Zentimetern, waren zwei Blumenstative. Kann sein, dass da auch ein Bogen war, so wie man sich ihn von einem Hochzeitsverleih besorgen kann. Möglicherweise war alles dort drinnen von einer Verleihfirma. Es gab dort nichts eigentümliches oder spezielles, das auf persönliche Wünsche abgestimmt gewesen wäre. Etwa Flaggen oder Schilder, die darüber Auskunft geben hätten können, was sie hier genau mit welcher Botschaft oder Propaganda ausübten. Nach meiner Erfahrung ist es doch genau das, was die meisten Kirchen gerne tun. Man zieht viele Banner auf mit kurzen Bibelversen und Heiligen darauf. Dinge also, die für ein bestimmtes Denken werben und propagandistisch auf die Menschen einwirken, die in der Kirche sitzen und bei denen bestimmte Gefühle und Gedanken ausgelöst werden sollen. Aber nichts von alledem.

Ich erwartete nicht, den Raum voll zu sehen, aber in Anbetracht der wenigen Leute darin erschien er dennoch sehr viel kleiner zu sein, als ich erwartete. Als sich alle hinsetzten, fand ich mich selbst auf der linken Seite der Kirchenbänke in der vierten Reihe. Da war also noch eine Bank hinter und drei vor mir. Der Mann in der Chief-Uniform saß auf der rechten Seite in der letzten Bank. Drei Reihen vor ihm saß ein kleinerer, birnenförmiger Herr im mittleren Alter: kahles Haupt, Oberlippenbart, orangefarbenes Poloshirt, hellbraune Hose. Die ganze Zeit über saß er da, mit den Händen nach vorne. Er trug eine Brille und starrte nur gerade aus. Aber er lächelte und sagte 'Hallo' und gab mir diesen weichen Händedruck. Ich bin jemand, der gerne einen festen Händedruck gibt. Ich urteile nicht unbedingt über Menschen, die es so machen. Aber irgend etwas sagt es doch aus über die Art, wie sie einem die Hand geben. Es war wirklich eine sehr weiche Hand. Er wollte nicht zu fest zugreifen und schien dies sehr bewusst zu tun. Möglicherweise wollte er mit dieser Geste etwas rüber bringen. Ich weiß es nicht. Und dann war da die Frau des Predigers, wenn es denn wirklich seine Frau war: mittleres Alter, Konfektionsgröße 14, Beehive-Frisur, kein Makeup, glattes braunes Kleid. [Bei den Konfektionsgrößen für Damen wird in den USA in geraden Zahlen von 0 (etwa XXS) bis 20 (etwa XXL) durchgezählt; Beehive-Frisur: eine toupierte Hochfrisur aus den 1960er Jahren; Anm. M.A.]

Der Prediger stand vorne...direkt vor mir in der Bank saßen zwei ältere Eheleute, die angeblich ein lang verheiratetes Paar aus Kansas waren, so erzählten sie [zumindest]. Sie drehten sich zu mir um und stellten sich auf sehr höfliche Art vor. Auch hier fragte ich mich, ob sie überhaupt in echten Worten zu mir sprachen, [als es mit weicher Fistelstimme tönte]: 'How do you do?', 'Hi', 'How are you?'

Meine Aufmerksamkeit richtete sich hauptsächlich auf das, was der Geistliche oder dieses alte Ehepaar tat, weil sie direkt vor mir waren. Und gelegentlich versuchte ich mir einen Eindruck zu verschaffen, was bei den anderen auf der gegenüberliegenden Seite vor sich ging. Ich nahm dieses ältere Ehepaar aber ordentlich unter die Lupe und es beunruhigte mich, was ich da sah. Es wirkte auf mich unwirklich. Und hier ist der Grund dafür: dieser Mann hatte so eine Frisur... Mir ist ja klar, dass ältere Herren altmodische Frisuren tragen. Aber diese war einfach perfekt. Das Hinterhaupt sah so perfekt aus, als ob jemand gerade sein Haar geschnitten hätte. Die Mode seines Anzugs sah aus, als ob er 40 Jahre alt gewesen wäre. Und er war wohl eine Nummer zu klein für ihn. Es machte den Eindruck, dass dies der Sonntagsanzug des Mannes war, den er die letzten 40 Jahre aus dem Schränkchen heraus holte, um ihn nur Sonntags zu tragen. Obwohl ich bereits gesehen hatte, wie alte Anzügen aussehen, selbst wenn diese nur Sonntags getragen wurden, sah das Gewebe dieses Jacketts vielmehr wie brandneu aus. Der Stoff war frisch aus der Fabrik. Welchen Anzug er da auch immer an hatte, er musste in den letzten ein, zwei Jahren gefertigt worden sein. Er trug also einen funkelnagelneuen Anzug, der eine Nummer zu klein war und dessen Schnitt den Eindruck erweckte, als ob er schon 50 Jahre alt wäre. Für mich wie frisch aus dem Kostümfundus.

Das Kleid von ihr [seiner Frau] war blau mit perfekten [weißen] Tupfen und oben mit einem rechteckigen [Ausschnitt?]. Sie trug weiße Handschuhe. Die Hände zugespitzt in den Schoß gelegt, starrte sie gerade aus und rührte sich in dieser Haltung die ganze Zeit über kein kleines bisschen. Sogar für eine normale Person, welche die meiste Zeit über still sitzt, ist es ein Bedürfnis, gelegentlich [die Position] zu wechseln oder sich zu kratzen oder irgendetwas [anderes] zu tun. Aber keiner von beiden bewegte sich. Die ganze Zeit über. Die saßen da so ruhig und diszipliniert. Ich glaube nicht, dass normale Leute sich so verhalten würden.

Auch ihr Kleid machte den Eindruck, direkt aus dem Kostümfundus zu kommen. Statt eine Nummer zu klein war es hier jedoch eine Nummer zu groß. Es passte [auch] ihr nicht so ganz. Auch hier sahen der Hut und das Haar danach aus, als ob sie der Vergangenheit nachgeahmt gewesen wären. So wie ein Maskenbildner versucht, einen Stil zu imitieren, der die Anmutung entstehen lässt, die Leute würden aus den 1940er Jahren kommen. Du machst die Frisur, das Kleid, das Make-Up... Und dann war da noch die Tatsache, dass die beiden einfach gut aussahen. Sie sahen blendend aus, nicht wie durchschnittliche Leute. Sie sahen aus wie Schauspieler.

Ich habe sie nie wieder gesehen, nur dieses ein Mal. Konnte leicht sein, dass sie als „Sitzende“ für diese eine Sache engagiert wurden, um dann für immer zu verschwinden: Ende ihres Rollenparts. Auch den birnenförmigen Gentleman nebenan sah ich nie mehr wieder. Nur die Frau des Predigers sah ich erneut, als ich an den selben Ort noch einmal zurückkehrte. Da waren nur Ich, der Prediger, seine Frau anwesend; und die Philippino-Chief-Type.

Und da ergab sich noch eine andere Begegnung, bei welcher der Prediger (und der Philippino-Chief) mir eröffneten: 'Hey! Wir sind da gerade auf dem Weg zu einer Sache, um diesen Typen und diese andere Predigt zu besuchen. Komm doch mit, das wäre großartig!' Es sollte in der Nähe von San Bernardino stattfinden; so oder so ungefähr sagten sie. Und das ist ein bisschen weit weg, gemessen an dem Aktionsradius, in dem ich mich um San Diego herum bewegen sollte. Aber ich sagte 'O.k., geht klar.' Sie kamen also wieder, um mich abzuholen. Es war abermals ein sonniger Sonntagnachmittag in San Diego und ich stieg wieder hinten ein in ihren Minivan. Nein, diesmal war nicht der Prediger am Steuer und der Chief auf dem Beifahrersitz, sondern umgekehrt. Das war ungewöhnlich, weil es in allen anderen Fällen anders herum war. Auf dem Boden befand sich eine kleine Kiste Snapple-Eistee... Der Plastikverschluss der Kiste war bereits geöffnet, es mussten also bereits ein oder zwei Flaschen entnommen worden sein. Und immer wieder fragte er mich: 'Willst Du einen Eistee?' - Und Ich: 'Nein, danke. Ich habe gerade schon etwas getrunken.' Ich hatte eine Intuition, dieses Gefühl: 'Trink nichts, von dem Du nicht weißt, wo es herkommt und das dir irgendjemand anbietet.' Da war einfach dieses Gefühl: 'Tu das nicht.'

Was immer ich damals selbst trank und [nach einer Zeit] zur Neige war: es war eine lange Fahrt und ich wurde schließlich – durstig. Beständig fragte er noch: 'Bist Du sicher, dass Du keinen Eistee möchtest, bist Du sicher, dass Du keinen willst...?' – 'O.k., in Ordnung, ich nehme einen!' Ich öffnete also eine [Flasche], trinke und innerhalb von 15 Minuten fühlte ich, wie ich langsam in meinem Sitz versank, zusammensackte und bewusstlos wurde.

Die unmittelbar daran anschließende Erinnerung, welche freilich nicht die ganze Erinnerung war, bestand darin, dass ich mich auf dem Nachhauseweg zu [meiner] Basis befand mit einer blassen Erinnerung an diese Kirchenversammlung, der ich wohl im Dämmerzustand oder schlafend beigewohnt haben musste; und wie ich zurück zu meiner Kaserne rannte, da ich spät dran war. Es war bereits 5 oder 10 Minuten über die Zeit, zu der ich in meiner Kaserne zurück sein musste. Ich bekam einen mahnenden Finger zu sehen, sagte dann aber, dass ich in der Kirche gewesen wäre, worauf der gleiche diensthabende Chief [wieder] bemerkte: 'Ach, ja, das Predigersöhnchen. In Ordnung.' Er ließ mich also 10 Minuten zu spät sein, ohne einen Vermerk zu machen...

Einige Zeit später sagte mir aber meine Erinnerung: 'Ich glaube nicht, dass sich dies wirklich so zugetragen hat.' Ich begab mich in einen meditativen Theta-Zustand, um die Erfahrung Revue passieren zu lassen. Was geschah wirklich von dem Zeitpunkt an, als ich den Eistee getrunken hatte? Meine Erinnerung an die wirklichen Geschehnisse zum damaligen Zeitpunkt [waren wie folgt]: wir fuhren an das Nordende von Camp Pendleton [Marine Corps Base Camp Pendleton]. Da ist ein Tor in der Nähe des Artilleriegeländes, das nicht sehr häufig benutzt wird. Durch dieses Tor fuhren wir. Da war ein Mann in regulärer Arbeitsuniform, nicht in irgendwelchen speziellen Tarnfarben, sondern in der typischen grünen Marine-Uniform. Der stand am Tor, öffnete und schloss es wieder. Wir fuhren durch und ein ganzes Stück weit in das Artilleriegelände hinein. Zwei Mann kamen auf den Van zu, öffneten die Tür und halfen mir aus dem Fahrzeug und beim Gehen auf eine Rampe hinauf. Die Rampe ragte keine 3 Inches [~ 7,5 Zentimeter] über dem Boden und das Vehikel, an dem die Rampe verankert war, schwebte keine 8 Fuß [~2,40 Meter] über Grund. Das war ein interessanter Trick, den der Pilot da vollbrachte, indem er das Vehikel parkte, ohne mit der ausgefahrenen Rampe den Boden zu berühren und dabei eine Spur zu hinterlassen. Ich dachte bei mir, dass das doch sehr interessant wäre...

Sie halfen mir also die Rampe hoch in das Fluggerät hinein. Sie schnallten mich in einen Sitz und dann flog das Vehikel auf die Rückseite des Mondes zum Mond-Einsatzführungskommando [Lunar Operations Command], wo wir landeten und ich aus dem Fluggerät heraus eskortiert wurde. Die ganze Angelegenheit, also meine ganze [bereits] absolvierte Laufbahn in der Navy, welche sie anfangs wohl als kleineres Übel betrachteten, war [nun] eine Fehlentscheidung [für sie] geworden: 'Nein, wir wollen das nicht [mehr]. Das wird böse enden und er beginnt schon, seine Erinnerungen wieder zu erlangen. Wir können das nicht zulassen.'

Der ganze Zweck meiner Anwesenheit bestand darin, mich abermals einer medizinischen Untersuchung zu unterwerfen und mich dabei genau zu durchleuchten. Alle Soft- und Hardware sollte dort doppelt und dreifach geprüft werden, um sicher zu stellen, dass die Erinnerungsblockaden auch hielten, damit nicht plötzlich alle Erinnerung auf einmal aus mir heraus platzten. Was mir davon in Erinnerung blieb, sind einige ganz schön befremdliche Erfahrungen, allein was die Zeitdauer anbelangt, in der sie mich testeten. Offenkundig waren sie beunruhigt darüber, dass ein entscheidender Fehler aufgetreten war, wo auch immer in meinem [organischen] Aufbau und meinen maschinellen Prozessen. In meiner Erinnerung scheint es, als ob sie alle Schichten meines physischen Körpers abtrugen, so dass nur noch mein Schädel und mein Rückgrat in einem Tank übrig blieben. Nachdem sie die letzte Schicht freigelegt hatten, wurde alles wieder neu aufgebaut und mein kompletter physischer Körper konnte wieder hinzugefügt werden. Das wirkt auf mich alles sehr befremdlich. Aber so erinnere ich es.

Nach einer gründlichen Untersuchung gaben sie das O.K.: 'Er ist sauber, wir können ihn wieder zurück bringen.' Bevor ich allerdings zurück gebracht wurde, traf ich jemanden aus dem 'bürokratischen Mittelbau' (so würde ich das nennen), der keine [Militär-]Uniform trug und offenkundig in Zivil gekleidet war. Jemand mit dem Tang eines mittleren Bürokraten [meinte also]: 'Oh, ist das eine unserer speziellen Testpersonen? Großartig! Ich habe da ein paar Leute hier, denen ich das zeigen möchte.' [Also im Sinne von:] 'Oh, wir haben eins unserer Spielzeuge hier! Da sind Leute, denen ich es vorführen möchte.' Das geschah wohl, um sie zu beeindrucken.

Ich erinnere mich also daran, dass ich einen Gang hinunter geführt und zu einer [Reihe von Leuten] gebracht wurde, Frauen und Männer. Die meisten davon waren Männer, in Zivilkleidung [Anzüge]. Ich hatte den Eindruck, dass diese Leute Politiker oder [andere] Bürokraten des Staatsapparates waren. Ich hatte nicht den Eindruck, dass es sich um Militärs handelte. Auch nicht um Wirtschaftsleute. Ich hatte einfach den Eindruck, dass es sich um zivile Staatsbedienstete handelte, möglicherweise Leute in der Politik, möglicherweise aus der Regierung. Kein einziges der Gesichter steht klar in meiner Erinnerung. Sie hatten alle dieses amorphe Erscheinungsbild des Vierzigers bis Mittfünfzigers: Anzug mit Bauch. Einige trugen Brille, andere nicht. Die einen mit, die anderen ohne Bart. Es waren einfach diese Allerweltserscheinungen älterer Herren im Anzug, die den Eindruck vermitteln, von der Regierung zu sein.

Es waren jedoch mehrere dieser Leute in verschiedenen Räumen, in die ich nacheinander geführt wurde, um ihnen vorgezeigt zu werden. Ich führte also ein paar „Hundenummern“ vor. 'Schauen sie ihm hierbei und dabei zu...schauen sie mal, wie schnell er diesen Kerl töten kann' Und jeder [raunte und klatschte]: 'Oh, wie beeindruckend.'

Dann wurde ich, – es fällt mir leider kein passenderes Wort dafür ein – in eine Indoor- Gladiatoren-Arena gebracht. Es schien, dass man so weit gekommen war, sich ein Kapitel aus dem altrömischen „Textbuch“ anzueignen und sich sagte: 'Da haben wir also all diese ultimative Macht und wir könnten doch Gladiatorenspiele zu unserer Unterhaltung haben!' Ich weiß nicht, [was ich dazu sagen soll]. Ich dachte nur daran, wo die Leute geistig-emotional hingekommen sind mit dieser Einstellung. Das ist alles, woran ich denken kann, wenn ich beschreibe, was sich dann ereignete...

Es war eine Gladiatorenarena in einer Halle, in der eine ganze Menge Leute zuschauten. Neben mir waren noch einige andere Supersoldaten da. Und so hieß es: 'Seht euch nun an, was diese [Supersoldaten] gegen diese andere Gruppe von Leuten machen werden!', [oder:] 'Seht euch an, was diese Supersoldaten nun gegen dieses riesige Insekt oder gegen dieses riesige Reptil machen werden!'... Es kam Menschengruppe auf Menschengruppe, Ungeheur auf Ungeheur, bis es vorbei war. Es gab eine Menge Applaus, viel Anfeuerungen, und Musik im Hintergrund. Es war eine riesige Show für diese Leute.

Als es vorbei war, führte man mich zurück, steckte mich in ein anderes Fahrzeug, platzierte mich in sediertem Zustand auf einen Sitz und brachte mich zurück. Dieser [Untersuchungs-]Prozess musste sehr viel länger gedauert haben als die paar Stunden, die ich weg war. Ich nehme an, das auch hier wieder Zeitreisetechnologie im Spiel war, um mich nicht allzu lange nach jenem Zeitpunkt zurückzubringen, da sie mich abholten. Sie warfen mich also wieder in den Minivan der beiden Typen, am selben Ort auf dem Artilleriegelände, und fuhren zurück...und ich rannte, da ich mich verspätet hatte.

Aber selbst wenn man eine Erinnerung unterdrückt und begräbt, findet das Unterbewusstsein einen Weg, diese Dinge an die Oberfläche zu zerren, um sich wieder daran erinnern zu können. Ich würde also zu spät kommen und rannte zurück. Ging hinein, wurde angeschrien, ging wieder hinaus und zu Bett, schön und gut... aber das, an was ich mich danach so klar erinnerte, als ich am nächsten Morgen erwachte, war dieser bizarre Traum, in dem ich in einer Gladiatorenarena mit diesen riesigen Skorpionen kämpfte. Obschon also die Erinnerung daran blockiert war, träumte ich von den Dingen, die sich Tags zuvor ereigneten. Ich erwachte und dachte bei mir: 'Wow. Das war ja ein äußerst eigenartiger – Traum.' Es ist einer dieser Träume oder Erlebnisse, die sich bis zum heutigen Tag von allen anderen abheben, als ob es sich um eine Erinnerung handelte. Es war nicht einfach einer dieser 'Wie-schräg-war-das-denn'-Eindruck, der dann ein zwei Stunden nach dem Traum wieder verblasst. Dieses Erwachen aus diesem Traum bzw. diese eigenartige Erinnerung wirkte so lebensecht, als ob es vor fünf Minuten tatsächlich geschehen wäre. Und es veränderte sich auch nicht nach diesen fünf Minuten....

Michael Salla: Es gibt hier also unterschiedliche Ebenen Deiner Erfahrungen. Du wurdest von einem gewissen geheimen Sektor [des Militärs] durchgecheckt, der für Dich, Deine Arbeit und Deine Rekrutierung verantwortlich war, während Du Teil des Projekts Moonshadow gewesen bist. Dann hast Du 20 Jahre für diesen Sektor als Marine innerhalb einer speziellen Abteilung gedient, kamst zurück und hast dadurch, wenn man das so sagen kann, 20 Jahre gewonnen. Du hast also diese 20-jährige Erfahrung und fast scheint es, dass Du diese Zeit erneut zu durchleben beginnst: machst Deinen Abschluss, trittst der Navy bei, auch wenn Du das nicht tun solltest, aber Du hast es eben getan...

Sie haben Dich einem Kontrolltest unterworfen. Und während sie das tun, finden anderswo Kämpfe mit Skorpionen und Reptilien statt. Eine Art von Gladiatorenspiel in der Zentrale des Mond-Einsatzführungskommandos.

Dann hast Du Deinen Dienst in der Navy fortgesetzt. Hast Du einen normalen Dienst bei der Navy getan, hast Du dort eine normale Karriere gemacht? Erzähl uns davon, wie es weiterging, sobald Du zurück warst. Und dann kannst Du wieder auf die 20-jährige Dienstzeit zurück kommen...

Randy Cramer: Klar doch. Es war eine ausgemachte Sache, was danach geschah. Ich bin mir sicher, dass das, was danach geschah, definitiv mit dem Moment ihrer Entscheidung zu tun hatte, nun doch zu intervenieren, mich heraus zu nehmen und einem Test zu unterziehen [nebst den Kunststücken, die ich aufführen musste].

[Sie hatten wohl folgenden Gedankenprozess:] 'So funktioniert es nicht, wir wollen ihn nicht hier haben. Wie bekommen wir ihn dahin, nicht mehr hier zu sein?' Es gab da also eine zusätzliche Programmierung, bevor sie mich zurück brachten... Ich denke, sie platzierten eine falsche Erinnerung. Als ich zurück war, hatte ich die Erinnerung an mein Zuspätkommen, wie ich zu Bett ging und an das Erwachen mit diesem seltsamen „Traum“.

Während der nächsten 2 Tage (48 Stunden) dann mussten wir diesen stupiden Dienst an den Nachmittagen schieben. Wir wurden verschiedenen Arbeitsgruppen zugewiesen und sollten in diesem Falle einige Vorratsschränke in anderen Baracken reinigen und die Vorräte an einen anderen Ort verlegen. Ein dämliche Arbeit für den Tag.

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Es musste etwas spezielles sein, nach dem der Chief suchte... Als ich dann in diesen Baracken allein war und diese Schränke durchstöberte, während die anderen Jungs auf anderen Stockwerken und in anderen Baracken die Schränke nach diesen Vorräten durchsuchten, hatte ich eine 'Vision'. Eine normale Person würde es vielleicht so nennen. Ich glaube aber nicht, dass es eine war, sondern sich bei genauerer Betrachtung als implantierte Erinnerung oder Erfahrung entpuppen würde. Eine holografische Vorspiegelung, die Wirkung bei mir zeigen sollte, was sie auch tat. Sie bestand im Hören und Sehen einer Vision von Jesus Christus. Da ich einen judäo-christlichen Hintergrund hatte, konnte mich das im Wesentlichen noch immer berühren. Da ist aber ein anderer Grund, warum ich das nicht für bare Münze nehmen kann: es war diese klassisch mittelalterliche Jesusgestalt, und ich denke nicht, dass er so ausgesehen hatte. Wenn Du eine Vision von Jesus aus dem 16. Jahrhundert hast, wird es sehr wahrscheinlich nicht Jesus gewesen sein.

Ich hatte also diese Vision, die mir sagte: 'Du musst hier raus. Du darfst nicht diesen Dienst in der Navy tun. Geh nach Hause und mach etwas anderes, das hier ist nicht gut für Dich.' Mich hat das derart getroffen, dass ich die nächsten Tage in regelrechter Schockstarre verbrachte. Ich war mir nicht sicher, was nun zu tun wäre, auf welche Art ich auf diesen Hergang reagieren sollte. 'Was war es, dass ich nicht hier sein durfte?', 'Was willst Du, dass ich tue, um hier raus zu kommen?', 'Warum!?' – Es war ein Schockzustand, etwas außerhalb der Norm. Eine audiovisuelle Botschaft „Jesu Christi“, um eine Sache sein zu lassen, für die ich doch so viel Zeit investierte!? Das war nämlich wirklich ein langwieriger Prozess, um mich für dies und jenes zu entscheiden, [der Navy] beizutreten und [zu entscheiden], wo ich von dort [nach der Ausbildung] hingehen würde. Ich konnte es einfach nicht verstehen. Nichtsdestoweniger hat mich diese Botschaft getroffen und mich überkam dieses überwältigende Gefühl der Schwäche. Statt in der Verfassung zu sein, eine mutige Entscheidung zu treffen, war ich von dieser intensiven emotionalen Schwäche befallen, die mir vorgaukelte, eine Entscheidung aus der Sicht eines Kleinkindes treffen zu müssen. Ich konnte keine reife Entscheidung wie ein Erwachsener treffen und sollte mich wie ein Kind entscheiden, das sich selbst in Sicherheit bringen will. Da ich nicht ein noch aus wusste, ging ich die List der Gründe durch, von denen mir bekannt war, dass sie einen aus der Navy befördern, sofern man schon dabei ist. Es gibt alles in allem drei Hauptgründe dafür: Bettnässen, Schlafwandeln und Selbstmordabsichten. Du bist ein Schlafwandler: du bist raus! Das ist zu gefährlich für sie. Wenn Du ein Bettnässer bist, ist das ein Zeichen dafür, dass da noch etwas anderes ist. Und raus bist du. Wenn Du sagst, ich habe Depressionen und Selbstmordabsichten, bist du [auch] raus. Ich glaube nicht, dass ich gut darin bin, Schlafwandler zu imitieren. Also Bettnässen? Ich habe es wirklich einige Male versucht, morgens beim Aufwachen mit voller Blase mein Bett voll zumachen und mich anzupissen. [Ich dachte mir:] 'Du kannst mit der Erniedrigung und der Schande umgehen und wirst bekommen, was nötig ist, um hier heraus zu kommen.' Ich konnte es aber einfach nicht tun. Meine Reinlichkeitserziehung war einfach zu stark und ich musste schließlich aufstehen...

Schließlich sagte ich mir: 'Gut, ich werde einen Termin mit dem Feldgeistlichen vereinbaren.' Ich machte es so und redete mit dem Feldgeistlichen darüber, dass ich ganz schöne Depressionen hätte und ständig daran denken müsse, mir das Leben zu nehmen. Sie wollten anfangs sicher gehen, sagten also nicht gleich: 'Ab mit Ihnen auf die Krankenstation!'. [Sie sagten:] 'Sind sie sich über ihre Gefühle im Klaren? Sie können [erstmal] zum Arzt gehen und mit dem Doc reden.' Ich konnte nicht einfach insistieren, dass ich mich nicht gut fühlte, Depressionen hatte und mir Selbstmordgedanken machte. Sie schickten mich schließlich ins Krankenhaus, wo ich in der gleichen Art weitermachte: ich saß herum mit verschränkten Armen und versuchte mich von allen Leuten abzukapseln. Das war eine bewusste Entscheidung, eine automatische Reaktion meines Geistes, weil ich wusste, dass ich die Leute von dieser Story überzeugen musste. Ich konnte das mit Körpersprache, Kommunikation und Kommunikationsverweigerung erreichen. Und wenn ich bis zum Ende bei dieser Geschichte bliebe, würden sie die Papiere unterschreiben und mich freigeben. Nach zwei Wochen Beobachtung im Krankenhaus [sagten sie]: 'O.k, Sie wollen wirklich nicht mehr hier sein, wollen wirklich gehen?' – 'Ja.'

Ich bekam am Ende keine Entlassung, die ehrenhaft oder unehrenhaft sein kann, sondern etwas, das sie eine 'Entry Level Separation' nannten. Das bedeutet so viel wie: 'Nun gut, wer auch immer noch [mit diesem Fall] befasst sein wird: Sie [Randy Cramer] waren niemals hier.' Das heißt nun nicht, dass ich keine Unterlagen besäße, die ich mir sehr wohl beschaffen konnte; bin also im Besitz dieses Materials. Mein Status aber während dieser Dienstzeit wurde als nichtig betrachtet. Dieses Papier tat mir also keinen Gefallen hinsichtlich meiner Versorgungsbezüge.

Auf welche Weise das geschah, war jedoch eine interessante und vielsagende Erfahrung für mich. [Vielsagend, weil] es sich anfühlte, als ob es nicht wirklich meine Entscheidung war, vielmehr eine Entscheidung, der ich pflichtschuldig zu folgen hatte. Als ich sie traf, empfand ich es so, dass ich auf diesem eingeschlagenen Weg richtig war. Welche Stimme mir auch eingeredet hatte, nicht mehr hier sein zu können (ob nun von Jesus oder nicht), – sie war stark und eindringlich genug, um auf sie hören zu müssen. Ich habe das zwar nicht ganz verstanden, aber ich wollte diesen Pfad beschreiten, der mich von dort heraus brächte. Dann würde man weiter sehen...

Ich ließ diese Erfahrung also hinter mir, ging nach Hause und besuchte wieder die Schule, um weiterhin eine normales Leben führen zu können. Jedoch nur, um ein ums andere Mal von einer Reihe von Symptomen verwirrt [und heimgesucht] zu werden, die ich schließlich als waschechte posttraumatische Belastungsstörung identifizieren konnte. Es war eine Serie von Handlungen und Reaktionen, die ich nicht verstehen konnte, und ich schaute mich andauernd in den Spiegel und fragte mich selbst: 'Was läuft falsch bei Dir? Was ist Dein Problem? Was funktioniert nicht richtig? Warum hast Du diese Gefühle und warum verhältst Du Dich auf diese Weise? Das bist nicht Du! Du denkst doch gar nicht so, tust doch derartige Dinge nicht! Was also ist verkehrt bei Dir?' Die einzige Antwort, die ich meinem Selbst geben konnte, war: Ich habe Dinge getan und erlebt, mit denen ich nicht leben kann. Ich wusste nicht, was das [genau] bedeutete. Alles was ich weiß, ist, dass dies die erste ehrliche Antwort auf meine Selbstbefragung war (Was ist Dein Problem?). Mein inneres Selbst war in der Lage, diese Antwort zu geben.

Da gibt es Dinge, die mit schrecklichen Gefühlen verbunden sind... Nie aber hatte ich echte Selbstmordgedanken. Kein Teil in mir wollte jemals sterben. Es gab jedoch einen Teil in mir, der den Schmerz und das Leid beenden und den Anlass für dieses Unbehagen beseitigen wollte. Ich war aber nicht so verzweifelt, dass ich mir das Leben nehmen wollte. Ich wollte nur, dass es aufhört.

Ausgehend von dieser Station [in meinem Leben], von da an ich erkannte, nicht ich selbst zu sein (was immer das hieß), wollte ich zur Wahrheit darüber gelangen, was die Natur meines Schmerzes war und warum ich davon geheilt werden musste. Sollte ich dazu nicht in der Lage sein, hätte ich niemals wieder einen normalen Tag in meinem Leben gehabt. Mit diesem Gedanken im Kopf ging ich also nach vorne und versuchte mein [verborgenes] Selbst aufzudecken und zu heilen. Die nächste Dekade war davon geprägt, heraus zu finden, wie man so etwas bewerkstelligt. Mit jedem erdenklichen Werkzeug, jeder Technik und therapeutischen Methode (Rückführungsmethode), mit jeder nur erdenklichen alternativen Heilungsart kam ich der Sache etwas näher, fügte ein kleines Stückchen [dem Puzzle] hinzu...und verstand es somit [besser]. Jedes Mal, wenn ich jemanden fragte: 'Ich brauche Hilfe. Wie kann ich etwas herausfinden, wo finde ich meine Antworten?', haben die im Bereich Meditation klügsten und potentesten Leute geantwortet: 'Es gibt keinen, der Deinen Körper und Deinen Geist besser kennt als Du selbst... Du musst [an Dir] arbeiten.' Und damit meinten sie, wie etwa mein Qigong Lehrer: 'Sieh her. Was wir hier tun, ist die Verbindung von Geist und Körper, sodass wir beide optimieren und ihr Potential maximieren. Offenkundig hast Du es mit Geheimnissen des Selbst zu tun. Und wo immer sie sich auch verbergen mögen, woher sie auch immer stammen, – der einzige Weg, zu ihnen zu gelangen, besteht darin, [von Grund auf] Geist und Körper zusammen zu bringen. Es ist der Weg, wie eine Person Selbst-Beherrschung erlangt. Und [auch] Du kannst eintauchen in Deinen eigenen Geist und Deine eigenen Erfahrungen wie eine Person, welche die Selbstbeherrschung erlangt hat. Dann müssen diese Antworten an die Oberfläche kommen. Und sie werden wahrheitsgemäß sein. Das ist es nämlich, was dieser Prozess garantiert. Du tust es jeden Tag, bringst die Ernsthaftigkeit mit in Deinem Unterfangen. Und wenn Du mit Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit auf das Ziel zugehst, wirst Du Erfolge sehen. Es ist liegt nur an der Frage, wie viel Zeit und Energie Du in die Sache stecken wirst. Nachdem mir genügend viele Lehrer, Mystiker, Schamanen, Zauberer und Heiler alle in etwa dieselbe Antwort gaben, sagte ich: 'O.k., ich nehme also meine Arbeit, das, was ich jeden Tag tun werde, um meinen Körper und meinen Geist zu verbinden, um wieder ein Ganzes und gesund zu werden. Und daran zu wachsen.' Ich denke, dass man das sowieso die ganze Zeit tun müsste, um nicht verrückt zu werden angesichts von Traumasymptomen, die wirklich unangenehm waren. Die nächste Dekade verbrachte ich also damit, mich zurecht zu finden...

Nach etwa 10 Jahren, ich war etwa 30 oder 31 Jahre alt, gingen sozusagen die Lichter an. [Mein Selbst sagte sich:] 'O.k., wir glauben nun, dass Du bereit bist für – die Wahrheit.' Und dann kam sie, diese riesige Flut an Flashbacks. Ich wachte mitten in der Nacht auf, sprang aus dem Bett in absoluter Panik, mit dem Gedanken im Kopf: 'Sie kommen! Sie kommen!' Ich raste ins Wohnzimmer und schob das Sofa vor die Tür und verbarrikadierte mich dahinter. Ich rechnete damit, dass jede Sekunde etwas durch diese Tür kommen müsste. Dann, nach etwa einer Minute, wurde mir klar, dass ich gerade mit dieser intensiven Kampf-oder-Flucht-Reaktion aufgewacht war, was immer sich in meinem unbewussten Zustand zugetragen haben mochte. Und dann realisierte ich: 'Nein, niemand wird an die Vordertür kommen.' Ich bin plötzlich nicht mehr in diesem paranoiden Zustand: 'Jemand hat es auf mich abgesehen.' Nicht jetzt jedenfalls. Niemand kommt JETZT an den Vordereingang. Aber Du reagierst auf etwas, das Dich in Panik versetze und Dir den Stress und die Unmittelbarkeit dieser „Sache“ im Hier und Jetzt vermittelt, auch wenn es nicht jetzt passiert. Mein Körper ist von dieser [gegenwärtig werdenden] Erfahrung einfach geschockt und sagt sich: 'HIER UND JETZT muss ich in Angst und Schrecken fallen, weil ich mich doch so schon immer fühlte [bei solchen Anlässen]'.

In diesem Prozess musste ich mein eigener Heiler und Meister sein, um alle Teile in meinem Gehirn und Körper, die sich aufgrund all dieser [Erfahrungen] nicht mehr gut anfühlten, untereinander kommunizieren zu lassen und auf gleiche Wellenlänge zu bringen. Jeder sollte seine Geschichte erzählen und so würde ich ein Narrativ erhalten, das für mein Selbst Sinn machte und ich sagen könnte: 'O.k., dies geschah zuerst, dies danach, usw.' Mindestens einmal die Woche sollte ich einen ganzen Abend damit verbringen, mich auf meinem Sofa oder in meinen Sessel zurück zu legen [mit der Absicht]: 'O.k., lass uns noch einmal alles durchgehen.' Wenn etwa Ereignis 1 [in meiner Erinnerung] unbesetzt schien, wandte ich mich der letzten verfügbaren Erinnerung zu, die ich hatte, um damit vielleicht den ganzen Bogen [zu Ereignis 1] schließen zu können. Ich verwendete darauf jede Anzahl von Stunden, die dazu nötig war; denn in der Tat dauerte es Stunden, um das ganze Punkt für Punkt, Erinnerung auf Erinnerung, Großhinweis auf Großhinweis, durchzugehen. Es ging ungefähr so: Erst geschah dies, dann das, dann dies – Erinnerungslücke – dann dies und jenes – Erinnerungslücke. Ich nahm mir also gebetsmühlenartig diese Daten vor, mindestens einmal die Woche, um sie alle vor mir auszubreiten und in eine chronologische Ordnung zu bringen, die für mich Sinn machen würde.

Nachdem ich ungefähr 10 Jahren mit dieser Sache beschäftigt war, begann ich Fortschritte zu machen. Ich gelangte an einen Punkt, an dem ich all meine Erinnerungen zurückgewann. Es war eine ernst zu nehmende Arbeit, all meine Traumata zu heilen, all jenen Erfahrungen und Taten Vergebung widerfahren zu lassen, sowohl den schlechten, die mir angetan, als auch den schlechten, die ich selbst begangen hatte. Das [alles] musste in einen Raum gebracht werden, in dem ich heil werden konnte, statt davor Panik-, Angst- und Wutanfälle zu bekommen. Nun konnte ich mit Klarsicht reagieren. Ich konnte nun auf diese Erinnerungen zurückblicken, auch auf die traumatisierenden und schrecklichen Erinnerungen, bei denen ich zwar immer noch tief Luft holen. Aber ich sah mich nicht mehr gezwungen, in Panik davor zurück zu weichen, mir eine Flasche Wodka zu besorgen und mich zu betrinken bis zur Bewusstlosigkeit, weil ich diesen Schmerz um jeden Preis betäuben wollte. Noch einmal: Ich bin kein Trinker. Aber ich hatte so meine Momente, in denen ich meinen Schmerz abtöten wollte, in denen ich dann eine ganze oder halbe Flasche hochprozentigen Alkohol leer machte, um mich gefühllos, bewusstlos und erinnerungslos zu machen, weil es einfach so weh tat.

Glücklicherweise hat sich dies nie zur Alkoholsucht bzw. einer ernsthaften Drogenabhängigkeit ausgewachsen. Es gibt ja einige Leute, die mit solchen Geschichten nicht klar kommen. Aber definitiv hatte ich selbst auch meine Momente, in denen ich eine „Notaus“-Pille nötig hatte, um alles für eine Weile abschalten zu können. Einfach um mein Überleben zu sichern, bevor ich wieder zurück kommen und erneut damit umzugehen hätte.

Das war ein langwieriger Prozess und es war viel Engagement meinerseits nötig, um ans Ziel zu gelangen. Ich zeigte soviel Einsatz, weil ich mein Leben nicht vergeigen wollte. Das ist die einfachste Antwort, die ich anzubieten habe. Ich wollte nicht, dass mein Leben aus den Fugen gerät. Und um das zu verhindern, musste ich diese Kärrnerarbeit leisten, um in Ordnung zu bringen, was immer da zu Bruch gegangen war...

Ich war ein Supersoldat, der über diese ganze Zeit hinweg intensiv genutzt wurde. Ich war ein Vehikel, dessen Reifen, Motor und Bordrechner abgenutzt und schrottreif gefahren wurden. Ich war eine Kriegsmaschine über 20 kriegerische Jahre hinweg. [Und danach hieß es:] 'Wir sind damit durch. Wirf es weg!' Es kostete mich also zwei Jahrzehnte, die gleiche Zeit, die ich brauchte, diesen Dienst zu tun, um von diesem Dienst zu gesunden und wieder ganz zu werden. Und tatsächlich würde ich sagen, dass ich keine wirklich belastbare Ganzheitlichkeit wiedererlangte bis zu jenem Punkt, als 'der Kreis sich schloß' (wie mein höheres Selbst zu sagen beliebte). Mein Höheres Selbst sagte mir nämlich, dass der Kreis sich schließen würde, wenn mein 37. Lebensjahr erreicht und das Datum durchschritten wäre, bei dem ich das erste Mal zurück in mein 17.Lebensjahr verbracht wurde. Würde ich also dieses Datum ein zweites Mal passieren, würde sich auch der Kreis [oder] die temporale Schleife wieder schließen können und ich müsste nicht mehr an zwei Orten gleichzeitig existieren. Wenn ich mir darauf einen Reim machen soll, dann war ich also aufgrund einer Veränderung in der Raumzeit bis zu meinem 37.Lebensjahr an zwei Orten gleichzeitig. Da ich diese Zeitperioden zweimal durchleben musste, war mein physischer Körper zwischen meinem 17. und 37. Lebensjahr an zwei Orten zur selben Zeit. Wie Er [sein Höhres Selbst?; Anm. M.A.] es nannte, handelte es sich hier um eine 'Temporale Spaltung'. Dieser Kreis schloss sich also nicht bis zu meinem 37.Lebensjahr und bis dahin vermochte ich die temporale Spaltung nicht zu heilen. Ein wirklich langwieriger Prozess, bei dem es eine Menge vertrackter Herausforderungen zu bewältigen gab...

Ja, ich wurde beschädigt zurückgelassen und musste mich selbst wieder herstellen. Keiner von denen würde es für mich tun.

Michael Salla: ...Du gehst durch eine Phase in Deinem Leben, in dem Du ein normales Leben führst, beendest die Schule und hast wohl irgendeinen Beruf. Du leidest an Symptomen, die sich später als PTSD [Post Traumatic Stress Disorder/Posttraumatische Belastungsstörung] herausstellen. Du begibst Dich daher auf eine Reise ins Ich und begegnest all diesen Erinnerungen, die davon sprechen, eine vollkommen andere Existenz gelebt zu haben als Teil der Operation Moonshadow seit Deinem 17. Lebensjahr. Als Du 37 wurdest, war das der kritische Moment in der Zeit, in dem sich der Kreis zwischen diesen separierten Existenzen schloss und Dir den Blick frei machte darauf, was mit Dir in den „ersten“ 20 Jahren geschah. Jene 20 Jahre, in denen Du Dein Project Moonshadow Training beendet hast und dann in diesen verdeckten Militärdienst innerhalb des Marine Corps und seiner Geheimabteilung [Special Section] abberufen wurdest...

Randy Cramer: Korrekt...

Michael Salla: Bevor wir also zurückkehren in die „ersten“ 20 Jahre, in denen Du Dein Moonshadow training absolviert und für die Special Section des Marine Coprs gearbeitet hast, – was hast Du in Deiner normalen Existenz getan? Welchen Beruf hast Du gehabt, während Du all diese unterdrückten Erinnerungen in Dir abarbeiten musstest? Was war Deine berufliche Tätigkeit?


Randy Cramer: Ich will an dieser Stelle nicht zu sehr in die Einzelheiten gehen, da sie zwangsläufig zu meiner Identifizierung durch jene führen könnten, welche im Besitz von Daten über mich sind.

Im Grunde war ich so eine Art Hansdampf in allen Gassen. Ich habe ein Menge unterschiedlicher Dinge getan. Es war schwer für mich, Beständigkeit zu leben. Dieser intensive, traumatisierende Heilungsprozess raubte nämlich Tage und manchmal Wochen meines Lebens. Einer [geregelten] Arbeit nachzugehen, war dabei keine Option. Ich hatte mein Leben also so einzurichten, dass ich Auftragsarbeiten, Teilzeitbeschäftigung, Beratungstätigkeiten und [anderen] freiberuflichen Gelegenheitsjobs nachgehen konnte. Dinge also, die mir einen sehr großen Bewegungsspielraum, nicht unbedingt ein hohes Einkommen sicherten. Die meiste Zeit arbeitete ich für einen Hilfsarbeiterlohn. Aber ich musste mir ja stets meine Flexibilität bewahren, weil ich mich vor dem Hintergrund all der Veränderungen in meiner Wirklichkeits- und Körperwahrnehmung einfach nicht in der Lage sah, an einem bestimmten Ort für eine längere Zeit zu arbeiten.

Eine Menge unterschiedlicher [Tätigkeiten] also, eine Menge unterschiedlicher Dinge... Man könnte aufs Geratewohl eine Liste von 20 beruflichen Tätigkeiten erstellen und ich könnte auf die Hälfte davon zeigen [und behaupten], dass ich das zumindest einmal in meinem Leben gemacht habe.

Michael Salla: Um diesen Teil abzuschließen, der einen Blick auf Dein eher konventionelles Leben wirft, [hier eine Frage]: gab es irgendwelche Hinweise darauf, dass Du während dieser Zeit noch einmal durchgecheckt oder beobachtet wurdest? Du hast ja die Erfahrung in der „Kirche“ beschrieben, nachdem die Navy Dich aufgenommen hatte und Du dort aus Deiner Basis nach Camp Pendleton weggebracht und einem Test unterzogen wurdest. War da also irgendein weiterer Zwischenfall während dieser eher konventionellen Phase Deines Lebens, in der Du durchleuchtet wurdest?

Randy Cramer: Ja, ich denke ja. Ich glaube ich sollte es so sagen: in den ersten zehn Jahren, in denen ich herauszufinden versuchte, wo ich herkam und was mit mir passierte, nahm ich einen Großteil dessen, was mich als strenge und disziplinierte Person ausmachte und warf es für ein paar Jahre aus dem Fenster. Ich fühlte, dass diese [Herangehensweise] nicht hilfreich war, um die Antworten zu bekommen, die ich wollte. Möglicherweise also, [dachte ich], sollte ich [diesen Habitus] einfach mal ablegen. Ich führte also eine Lebensstil, der etwas durchlässiger und chaotischer war, und das meine ich nicht im negativen Sinne. Es war nur etwas weniger von jener superordentlichen Diszipliniertheit. Da waren eine Menge Dinge, über die ich mir nicht bewusst war, da ich wohl absichtlich versuchte, auf gewisse Dinge nicht Acht zu geben...

Ich habe das Gefühl, dass mir gelegentlich Leute über den Weg liefen, mit denen sich sonderbare Gespräche „aus dem Nichts heraus“ ergaben. Eine Person etwa eröffnete plötzlich und unvermittelt ein Gespräch in einem Coffee-Shop... Es handelte sich einfach um Verhaltensweisen, die anders waren als jeme gewöhnlichen Begegnungen auf der Straße, [eher wie] in einer College Campus Gemeinschaft. Das löste in mir so ein Gefühl aus...Ich bekam diese intuitiven Fühlungen in Gegenwart von diesen Menschen, besonders, wenn ich sie berühren musste, ihnen die Hand schüttelte. Immer, wenn ich physischen Kontakt mit einer Person hatte, bekam ich einen viel stärkeren intuitiven, gefühlsmäßigen Eindruck davon, was von dieser Person zu halten wäre. Sehr oft konnte ich während eines Handschlags erfühlen, ob eine Person hier hingehörte oder nicht, ob sie das beste für mich im Sinn hatte oder nicht, oder ob diese Person einem verborgenen Plan folgte.

Es kam also genügend oft vor, dass ich jemandes Hände schüttelte und es sich sonderbar anfühlte im Sinne von: 'Das ist nicht die Person, für die sie sich ausgibt. Sie sollte sich eigentlich nicht an diesem Ort befinden und hat wohl nicht das beste im Sinn. Ich kann dieser Person nicht trauen.' Dann gab es freilich auch Begegnungen mit Leuten, die lachten, und ich konnte spüren, dass diese Menschen in Ordnung waren und ihnen zu trauen ist. Ich konnte freilich nicht jedes Mal sagen, aus welchem Grund [sich die Leute verstellten]. Es gibt 10 Millionen Gründe dafür, warum eine Person fehl am Platze ist, nicht sein kann und nicht sagen kann, was sie in Wirklichkeit ist. Dass sie nicht vertrauenswürdig erschienen, macht sie noch lange nicht zum Spion oder Agenten der Geheimdienste. Aber noch einmal: es gab da stets dieses Gefühl, dass irgend jemand in der Nähe war, der mich beobachtete und Leute ein Auge auf mich warfen. Meistens jedoch wurde ein gehöriger Abstand eingehalten. Die einzige diesbezügliche Erfahrung aus der jüngsten Vergangenheit, die ich hier anfügen kann, [ist folgende]:

Ich hatte einen Freund, mit dem ich leider nicht mehr viel Rede, wobei ich glaube, dass das Zerwürfnis weder von mir, noch von ihm aus ging, sondern von jemand anderem eingefädelt wurde, der nicht wollte, dass wir miteinander redeten. Ihn traf ich über andere Freunde. Ein Bekannter von mir sagte zu mir: 'Du solltest mit diesem Typen reden. Er hat ebenfalls einige seltsame Geschichten erzählt, so wie Du.' [Und ich meinte]: 'Nun, dann sollten wir vielleicht wirklich miteinander reden.' Ich redete mit diesem Menschen, der in der Air Force war und dessen Anwerbung für ein Remote Viewing Programm in der Zeit seiner aktiven Air Force Dienstzeit erfolgte. Womöglich wurde er aufgrund seiner genetischen Besonderheit ausgewählt. Er erzählte mir über seinen Aufenthalt in Deutschland und die medizinischen Einrichtungen dort, in die er gebracht wurde. Er wusste um sonderbare Dinge. Etwa [diese Geschichte]: Er hatte einen Termin, betrat ein Gebäude und wartete in der vorderen Lobby dieses sehr sehr alten Krankenhauses in Deutschland. Eine Krankenschwester tauchte auf, um ihn mit sich zurück zu nehmen, durch dieses große Labyrinth aus langen Korridoren und Gängen. Er sah auf diesem Weg keine einzige Person. Keinen einzigen Patienten oder Arzt, auch keine andere Krankenschwester. Die ganze Zeit über, von der Eingangstür bis zu ihrem Bestimmungsort: nur er und diese Krankenschwester, keine einzige weitere Seele! Dann: 'O.k. Legen Sie sich hier hin. Wir werden sie gleich abholen.' Zehn Tage später schickten sie ihn zurück zu seiner Einheit mit nahezu null Erinnerung daran, was sich in diesen zehn Tagen abspielte.

Ich spannte diesen weiten Bogen, um an diesen Punkt zu gelangen. Dieser Mann sagte nämlich einmal etwas zu mir, als wir dieses Gespräch hatten und ich ihn fragte: 'Hast Du nicht auch dieses Gefühl, auf einer Liste zu stehen? Möglicherweise eine Liste, welche die Polizei führt. Keine Liste [von Personen], die sie beobachten, sondern ein Liste von Personen, die sie nicht anrühren, nicht in Schwierigkeiten bringen sollten?' Ich bekomme nämlich jedes Mal dieses sonderbare Gefühl, wenn ich auf Polizeibeamte treffe, lokal ansässige [Beamte] aus der hiesigen Gemeinde. Sie sehen mich an und es fühlt sich so an, als ob sie dächten: 'Oh, nein, nicht schon wieder dieser Typ'. Ich bekomme einfach dieses Gefühl, sobald sie mich anblicken: 'Oh, nicht Du schon wieder.'

Ich kann mich an einen Cop erinnern, der sich mit seinem Wagen von hinten näherte, drauf und dran, mich an die Seite fahren zu lassen. Sobald er erkannte, dass es sich um mein Auto (Nummernschild) handelte und mich selbst darin sah, machte er diese [verärgerte, genervte] Geste: 'Pah! So eine Scheiße!' Er machte dann einen Bogen um mich, schaltete sein Blaulicht ab und fuhr in eine vollkommen andere Richtung.

Als ich also meinen Freund fragte: 'Hast Du jemals so ein Gefühl gehabt oder schon mal davon gehört?', erzählte er mir folgendes: 'Nun, ich hatte da einen Freund, der bei der Polizei arbeitete und ich fragte ihn eines Tages: Gibt es da eine Liste, weißt Du was?...'
Und sein Freund bestätigte zwanglos: 'Ja, und Du stehst darauf.'

Der Grund, warum ich überhaupt auf diese Idee kam, lag an dem Umstand, dass ich schon einige Erfahrungen machte, bei denen mir eine andere Behandlung und Rücksichtnahme zu Teil wurde, die andere Leute nicht ohne weiteres erhalten. Und [sicher] nicht, weil ich Kaukasier bin. Im Gegensatz zu jenen Anlässen, bei denen ich Polizeibeamte beobachte, wie sie mit anderen Leuten umgingen („ICH habe hier das sagen! Sie tun genau das, was ich Ihnen sage!“), sind sie mit mir niemals so umgesprungen. Niemals. Sie sind so außerordentlich freundlich zu mir, in der Art: „How are you doing, Sir!“, „Yes Sir!“, „No, Sir!“, „...bitte achten sie auf ihre Sicherheit, ich wünsche noch einen schönen Abend! Passen Sie auf sich auf!“. Kein einziges Mal gaben sie mir Anlass dazu, mich auf den Schlips getreten zu fühlen. Und obwohl ich es mein Leben lang gewohnt war, auf der Straße wie ein Verrückter zu fahren (die erste Hälfte meines Lebens fuhr ich wie der Blitz, was ich heute nicht mehr tue), wurde ich nie, kein einziges Mal angehalten. Und in jenen Fällen, bei denen mich ein Polizeibeamter ins Visier nahm und sich mir näherte, bekam ich diesen 'Oh, das bist ja Du!'-Eindruck von ihm. Sie zogen einfach wieder ab.

Ich kann das nicht beweisen. Aber es macht insofern Sinn für mich, als man sein Investment zu schützen versucht. Und wenn Du weißt, dass der Wert Deines Investments in Gegenwart anderer staatlicher (Strafverfolgungs-)Behörden gefährdet ist, in Situationen von der Art also, bei denen das Geheimnis aufgedeckt zu werden droht, wird man doch tunlichst sicher stellen wollen, dass diese Zusammentreffen möglichst nicht stattfinden werden. Und so könnte man doch auf die Idee kommen, eine Liste für die Strafverfolgungsbehörden vor Ort zu erstellen, die da besagt: Wenn ihr dieser Person über den Weg lauft, behandelt sie so und so...Sagt nichts.

Ich weiß nicht, ob das die Wahrheit ist. Ich habe eine Person vorzuweisen, die behauptet, mit einer anderen Person bei der Polizei gesprochen zu haben, die [das bestätigte].

In meinem ganzen Leben habe ich jedoch ein ums andere Mal das Gefühl gehabt, auf andere Art behandelt worden zu sein. Nicht belästigend, sondern vielmehr in jener 'Bitte reiß mir nicht den Kopf ab'-Art [„Please-Dont-Kill-Me-Way“].


Michael Salla: Damit schließen wir die zweite Abteilung, in der wir die eher „konventionelle“ Phase in Deinem Leben behandelten, in der Du Deine Erinnerungen wieder erlangt hast. Wir nehmen eine Auszeit und sind zurück mit dem nächsten [und letzten] Teil.


 Randy Cramer: Teil 5 – Zombie-Viren, ET-Spezies, die Klone der Nazi-Eugeniker, holografische Heilverfahren
Deutsches Transkript des Interviews mit Michael Salla (www.exopolitics.org)

(Text geglättet)

Es handelt sich hier um den fünften und letzten Teil eines Interviews mit Randy Cramer, der seine Rekrutierung in eine Spezialabteilung des US Marine Corps enthüllt, die für die Ausbildung der Verteidigungsstreitkräfte der fünf bestehenden Marskolonien verantwortlich zeichnet.

Dieser Blog macht sich die hier vertretene exopolitische Sichtweise nicht vollständig zu eigen, lädt vielmehr jeden dazu ein, kritische Kommentare zu hinterlassen!


Michael Salla: Wir sind zurück mit Captain Kaye [Randy Cramer]. Es ist der fünfte und abschließende Teil dieser Interview-Serie. Wir werden auf jenen Endabschnitt seines Lebens blicken, der uns in die Gegenwart führt; jene Gegenwart, in der er Nachforschungen anstellt und an der Wiederherstellung seiner Erinnerung arbeitet und in der er sein Leben zu dokumentieren versucht, um zu überprüfen, was er wirklich alles erlebt und durchgemacht hat. Er hat zugestimmt, uns weitere Fragen zu beantworten und mit uns zu teilen, was er für wichtig erachtet und von seinen Erfahrungen gelernt hat.

Ich dachte mir, dass ich damit beginne, Dich über ein paar Punkte zu befragen, die schon zuvor in einem gemeinsamen Vorabinterview zur Sprache kamen. Es betrifft das 'Zombie-Virus Protokoll'. Was genau ist das? Was weißt Du über diese Sache?

Randy Cramer: Ja, das ist eine „interessante“ Geschichte, über die ich nicht sehr viel Worte verliere. Einfach aus dem Grund, weil es dieses ganze Gerede um Zombies und Zombie-Viren gibt. Sicherlich vermischen da die Leute die althergebrachte Vorstellung eines Zombies mit der zeitgenössischen Zustandsbeschreibung eines Zombies. Wir reden hier also nicht über etwas, das auf magische Weise zu einer untoten Person führte. Soweit mir bekannt, ist das unmöglich [lacht].

Da gibt es ja auch noch eine Reihe anderer technologischer Verfahren, etwa die Animierung/Imitierung einer „Seele“ durch einen Klonkörper (die Kybernetisierung des Seelischen durch einen Klonkörper). Aber das ist es freilich nicht, worüber wir hier reden. Der „Zombie-Virus“ ist nach meinem Verständnis ein echter Virus, der speziell auf Menschen losgehen soll. Dieser Virus wurde also auf diesem Planeten für unsere eigene Spezies produziert, ob nun von unseren eigenen Leuten entwickelt als Instrument eines Bevölkerungsmanagements oder, aus demselben Motiv heraus, von einer extraterrestrischen Spezies. Vielleicht entsprang er irgendeinem Biowaffen-Forschungsprojekt, und irgend jemand traf dann die Entscheidung, mit seiner Hilfe die Bevölkerung zu keulen und von acht, neun Milliarden auf vier oder fünf zurück zu setzen auf ein besser zu kontrollierendes Maß, das weniger Umweltzerstörung verursachen würde.

Der Virus hat die Fähigkeit, das Zentrale Nervensystem (kraniale Regionen des ZNS) zu verändern, um dadurch den „irren Menschen“ zu erschaffen. Ein Mensch, der von ihm befallen ist, kann unglaublich aggressiv werden. Die Zellwände der Schleimhäute lösen sich auf und man beginnt zu bluten, so dass es überall Stellen gibt, durch die der Virus nach Außen tritt, etwa im Mund und an den Fingern, so dass beim Beißen und Kratzen das Virus sich auf andere überträgt.

Als ich den Film Zombieland sah, fand ich mich neben mir sitzend bei dem Versuch, nicht zu laut heraus zu lachen. Es sah nämlich so aus, als ob einer das Handbuch herangezogen und die ersten Seiten davon gelesen hätte. Die stimmen nämlich mit den ersten fünf Minuten des Films überein, in dem erklärt wird, dass es sich um diesen „Rinder- und Menschenwahnsinns-Virus“ handelte, der die Menschen verrückt und zu Kannibalen macht.

Und wenn er [der Protagonist] dann „die Zombie-Regeln“ abhandelt, wie mit Zombies zu verfahren sei, so etwa Regel Nummer 1: „Cardio“, Regel Nummer 2: „Double Tap“, dann ist das wie ein Handbuch, ein System aus Überlebensregeln, das man befolgen sollte, wenn man mit Menschen zu tun bekommt, die mit dem Zombie-Virus infiziert sind.

Es gibt kein Heilmittel [gegen dieses Virus], jedenfalls soweit ich weiß. Und was immer man tut, es wird diese Menschen am Ende töten. Sie werden am Ende dem Virus erliegen, und man hofft, dass es sich zuvor auf so viele Leute wie möglich überträgt. Es gibt in der Tat nur ein einziges Heilverfahren für diese Menschen. Man schießt ihnen in den Kopf. Zweimal, damit sie nicht wieder aufstehen und noch jemanden anderen infizieren können.

So schräg und sonderbar es klingen mag, jemand hat wohl das Handbuch zu Rate gezogen und noch nicht einmal die Überschrift verändert. Denn die Trainings-Einrichtung, die sich in einer Untergrundbasis befindet (eine riesige Nachbildung einer städtischen Umgebung), ist zeitweise mit Personen oder geklonten Menschen bevölkert. Sie wurden mit dem Virus infiziert, um eine Übung unter realen Einsatzbedingungen durchführen zu können. Diese Einrichtung wird 'Zombieland' genannt.

Ich versuchte also nicht in Gelächter auszubrechen, während ich gleichzeitig darüber nachdachte: '...wer hat denn hier die Gebrauchsanleitung genommen und dem Typen gegeben, der das Drehbuch schrieb? Oder wer nahm sich die Gebrauchsanleitung als Vorlage, um das Drehbuch selbst zu schreiben und es dann dem Typen zu geben, dessen Name über dem Skript steht? Diese Art von Verbindung eben, wo man sich fragt, wie jemand aus heiterem Himmel so richtig liegen kann, da doch der Virus und das Trainingszentrum ('Zombieland' genannt), tatsächlich existieren. Und es existiert diese Protokoll-Liste, die den „Regeln“ sehr ähnlich ist. Die „Regeln“ des Films sind eine Art Scherzausgabe der tatsächlichen Liste, dem Handwerkszeug für das Überleben in 'Zombieland'. Es war [für mich] also gleichermaßen lustig, lustig ironisch und lustig gruselig: [sarkastisch] Ha, ha, ha.

Ich weiß, dass es ein wirklicher Virus ist. Wenn irgendjemand irgendwann einmal die Entscheidung darüber fällt, ihn frei zu lassen, wären wir in großen Schwierigkeiten. Aufgrund der Natur und der Trajektorien des Virus würde es zu 50 bis 85 Prozent Bevölkerungsreduktion innerhalb von vier oder fünf Jahren kommen. Wenn das Virus in der Bevölkerung frei gesetzt, seinen Lauf nähme und sich voll ausbreiten würde, sollte es ungefähr die Hälfte bis Zweidrittel der Bevölkerung auslöschen. Wie ich nun das Protokoll verstehe, wird der Virus nicht eingesetzt werden, bevor nicht extreme Umstände eintreten.

Ich muss ständig an den Spielverderber-Moment denken, [den Punkt], an den Leute kommen könnten, welche an der Macht sind bzw. diese gerade verlieren. Es hängt davon ab, wer Zugang zu diesem Virus hat. Es gibt keinen Konsens unter den verdeckt operierenden Mitgliedern des geheimen militärischen Raumfahrtprogramms, dass der faschistische Weg, die Dinge zu regeln auch der richtige Weg ist. Und aufgrund dieser Meinungsverschiedenheit ist die Führung, die gegenwärtig einen veritablen faschistischen Kurs fährt, nicht populär. Eine Menge Leute können erkennen, dass dies kein gutes Langzeitmodell [für die Gesellschaft] ist. Es gibt also recht starke interne Gegenkräfte in Opposition zur herrschenden faschistischen Autorität. Und es geht dieser Gedanke um, den viele Leute tragen mit sich herum tragen: Sollten die faschistischen Autoritäten zu sehr ins Hintertreffen geraten, könnten sie zum Spielverderber werden und nach der Art verfahren: 'Wenn ich es nicht kriegen kann, soll es keiner bekommen! Wenn wir es nicht haben könne, sollen [besser] alle drauf gehen'. Sie setzen dann [womöglich] auf eine dieser Spielverderber-Optionen, darunter die Zombie-Viren.

Ich drücke also die Daumen, dass wir so etwas niemals sehen müssen. Ich sage es den Leuten hier auf scherzhafte Art, meine es aber sehr ernst: Wenn es irgendetwas gibt, für das ihr beten wollt –, ich jedenfalls bete darum, dass sie den Zombie-Virus nicht von der Leine lassen. Das wäre einfach das schlimmste Szenario aller Zeiten. [Und das gilt], solange man keine wundersame Rettung durch ein wundersames Heilmittel gefunden haben wird, das man etwa in der Luft versprühen könnte, um die Wirkung des Virus umzukehren. Mir ist darüber nichts bekannt und in Ermanglung eines derartigen Wunders würde es wohl ganz schlimm kommen.

Michael Salla: Wann hast Du zum ersten Mal von diesem speziellen Virus gehört?


Randy Cramer: Es war Teil meines Trainingsprogramms, als ich noch ein Teenager und zum ersten Mal in 'Zombieland' unterwegs war. Es ist ein Teil des Trainingsprogramms für Supersoldaten. Gewissermaßen Standard. Wenn man also die Standardprozeduren des Supersoldatenprogramms durchläuft, hat man gute Chancen, mindestens einmal einen Ausflug nach 'Zombieland' zu machen.

Michael Salla: Und so hat man diesen Virus also gegen Klone und andere Leute eingesetzt, die man für austauschbar hielt und im Grunde Kanonenfutter waren für jene Leute, die man für verschiedene [militärische] Operationen einsetzte?


Randy Cramer: Korrekt.


Michael Salla: Du hast in unserem Vorab-Interview einen Leitfaden über extraterrestrische biologische Lebensformen [EBE: Extraterrestrial Biological Entity] erwähnt. Vielleicht könntest Du uns darüber etwas erzählen. Wie viele ET-Spezies wurden darin beschrieben?

Randy Cramer: Das Handbuch, mit dem ich selbst vertraut war, verzeichnete 54 Spezies. Ich habe Leute sagen hören, dass die neueren Handbücher mehr haben. Das Handbuch aber, das ich selbst kannte, führte 54 auf.

Michael Salla: Und wann wurdest Du mit diesem Handbuch erstmals konfrontiert? Und was stand darin? Waren es eher Informationen medizinischer oder mehr deskriptiver, soziologischer Natur?

Randy Cramer: Das erste Mal, als ich diesem Handbuch begegnete, war in den Entwicklungsjahren meiner Ausbildung. Das zweite Mal bekam ich auf der Nautilus die Gelegenheit, eines davon durchzugehen. Das medizinische Personal hatte sie immer in der Nähe für den Fall, dass sie gebraucht werden. [Auf der Nautilus] sollten wir sie eigentlich nicht anfassen und nicht darin blättern. Wenn ich mich in der medizinischen Abteilung aufhielt, war ich eigentlich immer darauf aus, eines davon in die Hände zu bekommen und durchzublättern. Und wenn mich Schwestern oder Ärzte dabei ertappten, taten sie: 'Ach, Sie wissen doch, dass sie das nicht tun dürfen!', nahmen es mir aus der Hand und stellten es zurück ins Regal... Ich kam deswegen niemals in Schwierigkeiten oder bekam einen schriftlichen Eintrag dafür. Man nahm es mir nur ab und meinte, dass ich dazu keine Befugnis hätte. Nichtsdestotrotz versuchte ich immer wieder darin herum zu blättern, wenn sich Gelegenheit dazu bot. Das fand ich ziemlich interessant. So weit ich weiß, ähnelt das Handbuch auf der Nautilus derjenigen Version, die ich schon vorher einmal einsehen konnte. Es war jedoch eine, die speziell für den [militärischen] Zweig der Space Force verfasst wurde. Es hatte nämlich diese spezifischen Farben und Abzeichen auf dem Cover...

Bei jeder Gelegenheit, die sich mir bot, blätterte ich also darin herum. Es präsentierte sich in roter, gelber, weißer und grüner Farbe. Die Liste der gefährlichen und feindseligen [Spezies], die man zu fürchten hätte, war stets in rot gehalten. Die gelbe Liste führte die unberechenbaren auf, die mit Vorsicht zu genießen waren und [mit denen zu verkehren] tödlich ausgehen hätte können. Dies bedeutet nicht unbedingt, dass die bösartig waren. Es hieß nur: 'Nähere Dich ihnen nicht wie ein Dummkopf und komm ihnen nur nicht in die Quere, denn es könnte Dir Dein Leben kosten.' Aber das bedeutet eben nicht unbedingt, dass sie da draußen sind, um Dir nachzustellen. [Soweit] die gelbe Kategorie.

Alle, die sich in der weißen Kategorie befanden, wurden als neutral erachtet. In dieser weißen Kategorie waren alle möglichen Reaktionen zu erwarten, aber meist hieß es [von deren Seite]: 'Ach,wir sind gar nicht so interessiert daran, in diese Geschichte (direkt) hineingezogen zu werden. Wir würden uns freilich freuen, wenn wir gelegentlich miteinander sprechen könnten, sofern ihr das wünscht.' Und dann gab es auch diejenigen, die sagten 'Danke, nein, es ist sehr gut so wie es ist.“, denn sie waren nur als Beobachter zugegen.

Dann war da noch die grüne Kategorie, in denen Freunde und Verbündete eingeordnet waren, von denen man Hilfe erhalten konnte, wenn man ihnen über den Weg lief.

Michael Salla: Wer in der grünen Kategorie wurde im Einzelnen genannt? Irgendwelche Beispiele derjenigen Spezies, die dort aufgeführt waren?

Randy Cramer: Ja, es gab in der grünen Abteilung Einträge aus der Alpha Centauri Region , Vega-Leute und Tau-Ceti-Leute...

Michale Salla: Vielleicht auch Andromeda?

Randy Cramer: Ja, auch ein Eintrag für die Andromeda-Leute. Und einer für die Beteigeuze-Leute. Es gab noch zwei weitere, deren Namen mir aber nicht vertraut waren. Es waren keine Sternbezeichnungen, die mir bekannt waren. Mich an diese zu erinnern, fällt mir etwas schwerer. Ich weiß, dass es eine Menge Sternnamen aus dem Persischen gibt. Unter ihnen könnten sich diese beiden „obskuren“ Namen befinden, an die ich mich einfach nicht mehr erinnern kann.

Diese Liste in grün war eine ziemlich kurze Liste. Es waren weniger als 10 [extraterrestrische Spezies], die zu diesem Zeitpunkt als kooperativ, befreundet oder alliiert angesehen wurden.

Michael Salla: Und jene in der roten Kategorie? Du hast die Alpha Draconis-Leute bereits erwähnt. Erinnerst Du Dich an irgendwelche andere [Spezies], die in dieser Kategorie aufgeführt waren?

Randy Cramer: Ja. Die Zeta Reticuli-Leute waren auch dabei, von Zivilisten bisweilen als „Greys“ bezeichnet. Vom Militär und vom militärisch-industriellen Komplex aber wurden sie dort niemals als „Graue“ angesprochen. Sie sind eher weiß und man sprach daher von „Whites“, entweder „kurze Weiße“ oder „große Weiße“, oder einfach „Zetas“. Oftmals wurden sie aber genauer als „Zeta 1“ und „Zeta 2“ bezeichnet. Und von diesen beiden Kategorien gab es Unterkategorien: „Zeta 1A“ und „Zeta 1B“, [„Zeta 2A“], „Zeta 2B“ und „Zeta 2C“. Zeta 1 und Zeta 2 wurden also als zwei gänzlich unterschiedliche Gruppen angesehen, die nicht kooperierten und sich gegenseitig bekriegten. Die Unterkategorien dieser Gruppen haben also ihre eigenen Spezifikationen und Agenden, und so warteten [die Militärs] also gleich mit 5 Kategorien auf [lacht], um die verschiedenen Zeta-Leute zu beschreiben. Aber all diese Gruppen konnte man darin finden.

Obwohl sie sich alle gegeneinander bekämpften, waren sie nicht automatisch unsere Freunde. Wir hatten also diese schwankenden Beziehungen, halfen mal diesem und jenem oder versuchten Hilfe von der ein oder anderen Seite zu bekommen. Aber im Grunde versuchen sie möglichst alle so auszuspielen, dass sie nach ihrem Willen handeln. Die kümmern sich nicht um unsere Interessen. Und in diesem Sinne finden sie sich alle in der roten Abteilung.

Ich versuche mich gerade daran zu erinnern, wer da noch alles war... – Es gab da zwei oder drei Einträge, die mich immer besonders faszinierten. Es gab von ihnen keine Fotos oder Abbildungen und sie wurden mit den Attributen 'nichtkörperlich' und 'amorph' beschrieben. Das bedeutet wohl, dass diese Wesen keine körperhafte oder feste Form hatten. Das erklärt den fehlenden [Bild-]Eintrag. Es wurde auch angenommen, dass diese Wesen „shapeshifting“-Fähigkeiten oder eine chamäleonartiges Wesen hätten [shapeshifting: Formwandlung]....

[Tonqualität mangelhaft; Randy Cramer leitet an dieser Stelle wohl zum Protokoll der Handbücher über, wie in Zweifelsfällen zu verfahren sei]: ...wenn in den Einträgen auf mehr unbekannte als auf bekannte [Eigenschaften] verwiesen wird und man dann einem dieser „Dinge“ begegnet (mit diesen und jenen Eigenschaften), sich dabei aber unsicher ist, soll man das [aufgeführte] Personal davon in Kenntnis setzen, um die betreffende Sache oder das Subjekt in Quarantäne zu setzen für weitere Untersuchungen.

Es gab also diese interessanten Kategorien [von Wesen], über die kaum etwas bekannt war und die eine amorphe und wandelbare Gestalt besaßen. Aber sie befanden sich eindeutig in der roten Abteilung. Leute also, die einem keine Freude bereiten und mit denen man keinen freundschaftlichen Umgang pflegen sollte.

Sie wurden identifiziert als „Leute“, die anders waren aufgrund ihrer fehlenden körperlichen Charakteristika. Und sie waren daher womöglich in der Lage, auf interdimensionalem Wege zwischen den [Welt-]Räumen zu reisen.

Oh, und ich vergaß zu sagen, dass sie als Schatten-Typus [„Shadow Type“] kategorisiert wurden! Es gab die Typen 'Schatten[-wesen] A' und 'Schatten[-wesen] B'
[„Shadow Type A“ und Shadow Type B“]

Michael Salla: O.k. Danke. Kannst du uns die Natur der „NAZI-Frage“ erklären und ihre Bedrohung für die Vereinigten Staaten und ihren geheimdienstlichen Komplex erläutern?

Randy Cramer: Ja. Darüber kann ich in der Tat etwas mehr erzählen. Und darüber, wie sie (nach Lage der Dinge) mit der Struktur der Space Force in Verbindung steht.

Man hat es dort mit dem Vorherrschen einer „Philosophie“ zu tun, die man wirklich nur als Nazi-Eugenik identifizieren kann. Diese Art von Weltanschauung ist direkt dem Lehrbuch der Nazis entnommen. Sie erfüllt [die Köpfe] einer Anzahl von Bürokraten und Offizieren in der Space Force. Ganz offensichtlich gibt es da diesen weltanschaulichen und psychologischen Einfluss der Denkschule der Nazi-Eugeniker. Sie übernahmen diese Weltanschauung als Bestätigung, ihre Sache voran zu treiben. Ebenso offensichtlich aber gibt es demgegenüber eine Gegenstimme. Leute, die sich bewusst entschieden haben, auf der anderen Seite des Zauns zu stehen.

Noch einmal: es war [damals] nicht vorgesehen, uns in diese Angelegenheiten einzuweihen. Und wenn Du dann doch einmal ein Gespräch zwischen hochrangigen Offizieren mitverfolgen konntest, die über genau diese Sachen im Streit lagen, waren es diese weltanschaulichen Fragen in der höheren [Kommando-]Hierarchie: wie wir etwa unsere Klone behandeln, für welche Zwecke wir sie einsetzen und ob das ethisch vertretbar wäre. Es ging um genetische Ausleseverfahren, die wir beim Klonen anwendeten und man fragte sich also, ob das noch normal sei oder ob es sich um blanken Rassismus und Nazismus handelte. Die Ansicht nämlich, dass man durch [gezielte] Vermischung aller [verteilten] genetischen Besonderheiten eine reinere Stammform/Art erhielte, welche die besten Eigenschaften in sich vereinigt, statt auf rezente Qualitäten zu setzen, die gewünschten Mutanten behält und die unerwünschten aussortiert. Definitiv gab es diese Auseinandersetzungen.

Und einmal (wohl eher öfter), als ich in einem dieser „Med Beds“ [Krankenbetten] lag, kam diese atemberaubende Technologie zur Anwendung. Wenn einer Deiner Körperteile völlig zerfetzt wurde, bist Du in diese „Med-Beds“ gesteckt worden mit all den Schläuchen und Apparaturen, die an Dich angeschlossen waren. Und dann kam dieser hochpräzise holografische 3D-Projektor zur Anwendung, der ein perfektes, bis auf Zellniveau genaues Abbild [Expressionsbild] Deiner DNS projizierte, die in der Datenbank gespeichert war. Durch eine Art Harmonischer Resonanz wurde mit der Zeit alles, was sich da als flüssige, feste und Proteinsubstanz zur Wiederherstellung deines Körpers bewegte, in die ursprüngliche Form gebracht. Alle Dinge also, die sie zur Wiederherstellung Deines Körpers benötigten.

Das Nachwachsen eines Beines würde etwa vier bis fünf Tage dauern, abhängig von der Schwere des Schadens. Aber sie konnten in diesen „Med Beds“ das komplette Bein nachwachsen lassen, indem sie einfach ein Hologramm [an die Stelle] Deines Beines projizierten und dann alle Substanzen zuführten, die das Bein benötigte, um etwa all das Knochenmaterial auszubilden, usw. Ich muss schon sagen, eine echt coole medizinische „SciFi“-Technologie. Man war bei dieser Gelegenheit die meiste Zeit bei Bewusstsein, ganz so, wie man im Normalzustand schläft und wieder wach ist. Das ist wohl eine der langweiligsten Beschäftigungen in der ganzen Welt.

Man ist da in einer Umgebung, in der auch andere Leute regeneriert werden. Man spricht und plaudert also miteinander und versucht die Zeit totzuschlagen. Man erzählte sich, wie gelangweilt man sei, weil man ja nichts anderes tun hätte können, als da zu liegen und auf seinen Körper zu warten, bis er wieder hergestellt wäre.

Mehr als einmal konnte man den Ärzten und dem medizinische Personal (im Nebenraum oder ganz in der Nähe) bei ihren Auseinandersetzungen zuhören. Und wenn sie bemerkten, dass man lauschte, brachen sie umgehend in Schweigen aus, weil sie in Deiner Nähe nicht darüber reden sollten. Aber [auch hier] konnte man diese Art Unterhaltungen und Streitgespräche unter den Leuten hören. Man fragte nicht und nahm auch nicht an diesen Gesprächen teil, da sie einem dann sofort den Mund verboten hätten. Wenn man sich aber schlafen stellte und so tat, als ob man nicht zuhörte, konnte man bisweilen mehr davon hören. Wie gesagt, dieselben Unterhaltungen über den Einsatz und den Umgang mit Klonen, ob ihre Einsatzarten ethischer oder unethischer Natur wären. Niemals aber hörte ich jemanden sagen, dass wir uns die Klontechnologie nicht aneignen hätten sollen. Das war nie das Argument. Die Leuten argumentierten viel mehr: 'Natürlich sind wir auf Klone angewiesen. Es gib so viele gute Nutzanwendungen für Klone. Aber sollten wir sie nicht mit einem höheren ethischen Standard behandeln als Pferde auf einer Farm? Es ist doch immer noch eine Person oder zumindest einer Person nachgeahmt.' Dagegen stand diese Art Mentalität: 'Wir können sie produzieren und einsetzen, wir könne mit ihnen daher auch machen, was wir wollen.'

Man hörte es nicht unentwegt, aber wenn, waren es häufig diese Gespräche über die Maßlosigkeit einer autoritären Macht[-Elite] und das obrigkeitliche Verhalten einer superfaschistischen Herrschaftsform, welcher ethische Bedenken und die verantwortungsbewußte Behandlung von Klonen und bestimmten anderen Menschen abgingen (etwa das Personal am unteren Ende der Hierarchie). Es wurden auch ethische Bedenken laut, welche das medizinische und wissenschaftliche Personal bei ihrem eigenen Tun betraf. Da machten definitiv Fragen [des Anstoßes] die Runde, wenn wir nicht in der Nähe waren (bzw. wenn sie nicht wussten, dass wir in der Nähe waren). Unter der Decke wird also diese große Streitfrage ausgetragen.

Die historischen Daten machen deutlich genug erkennbar, dass wir all diese Nazi-Wissenschaftler aus der Operation Paperclip absorbierten. Und ich kann nicht verstehen, warum jemand glauben kann, dass so viele von diesen Nazi-Wissenschaftlern zu uns gekommen wären, nur um plötzlich aufzuhören, Nazi-Eugeniker zu sein. Ich kann nicht erkennen, wie diese Aspekte eine logische Verbindung eingehen können. Dagegen macht es viel mehr Sinn, dass Menschen indoktriniert und im Glauben abgerichtet wurden, dies sei die überlegene Art und Weise, die Zukunft anzugehen. Sie nahmen ihre Weltanschauung also mit sich und transferierten sie an den neuen Bestimmungsort. Ich denke, dass die historischen Fakten eben diese Problematik aufzeigen. Als sie [die Nazi-Eugeniker] zu uns kamen, haben sie das Militär, unsere Geheimdienste und unser Raumfahrtprogramm mit ihrer Nazi-Philosophie infiltriert. Dies förderte in zunehmendem Maße die Neigung, sich mit diesen extrem unethischen wissenschaftlichen Experimenten zu beschäftigen, [u.a.] dem Einsatz von Klontechnologie. Dinge also, denen die Öffentlichkeit nicht zustimmen würde, wenn sie Gegenstand der öffentlichen Debatte wären. Hätte man eine angemessene demokratische Debatte darüber und sagte zu allen: 'Hey, lasst uns über diese Sache mal reden!', würde wohl nie die Situation eintreten, in der die Leute das für eine großartige Idee hielten.

Es gibt da ein Zerwürfnis und ich denke, dass es auf seine ganz eigene Art zu dem Schlamassel beigetragen und eine Art Bürgerkriegsatmosphäre geschaffen hat.

Eine Sache gibt es daher, die mir etwas mehr Kopfzerbrechen bereitet. Da existiert dieses in sich geschlossene System von Raumschiffen mitsamt den Leuten, die sie ausrüsten. Aber [gleichzeitig] herrscht diese tiefe weltanschauliche Kluft zwischen all den Leute, welche die Mars Colony Corporation führen, in der Kommandostruktur der EDF und MDF Führungspositionen begleiten oder in den damit verbundenen Bürokratien [ihren Dienst tun]. Was mich hier wirklich beunruhigt, ist, dass es nicht bei dieser Geschlossenheit bleiben wird. Man wird sich einem Punkt nähern, an dem die eine Seite der anderen zu verstehen gibt: 'Wir sind es leid, wie ihr die Dinge handhabt. Wir wollen die nächsten hundert Jahre nicht so weitermachen.' Die ein oder andere Form eines Staatsstreichs rückt also in den Bereich des Möglichen; High End Hightech-Bürgerkriegszustände, bei denen beide Lager im Besitz von Raumschiffen, Supersoldaten und extraterrestrischen High-Tech Waffensystemen sind. Das kann für den Rest der Welt schlecht ausgehen, denn dies ist die Art von Krieg, bei dem eine Menge Sachen und alle auf einmal in die Luft fliegen werden. Viel Menschen würden sterben, sehr viele Menschen auf der Stelle, wenn man die Waffen in Rechnung stellt, über die wir hier reden.


Michael Salla: Kannst Du uns eine Beschreibung von einem Klon geben? Oder bist Du vielleicht selbst einem Klon begegnet? Wie sind sie? Handelt es sich um perfekte Kopien im Hinblick auf Denkungsart, Verhalten, usw. oder kann man feine Unterschiede feststellen? Haben sie etwa einen ausdruckslosen Blick oder fehlt ihnen das Leuchten in den Augen?

Randy Cramer: Das ist eine wirklich ausgezeichnete Frage. Und ich kann sie in der Tat beantworten, da es ungefähr auf halbem Wege meiner Dienstzeit war, als die MDF begann, den kämpfenden Einheiten mehr Klone hinzuzufügen. Das Hinzufügen der Klone als kämpfende Einheiten gestaltete sich so, dass riesige separate Infanterie Abteilungen entstanden, die allesamt mit Klonen besetzt waren. Hauptsächlich mussten dann die schon erfahrenen Soldaten der Special Tactical Operations Division, so wie ich und meine Kameraden, für diese Infanterie Abteilungen der Klone die Drill Instructors [Ausbilder] stellen. Sie wurden im Wesentlichen als Kanonenfutter der Tactical Operations Division verwendet. Wir bekamen dann weniger direkt auf die Nase als die Klone. Ich kann davon also [aus Erfahrung] berichten und die Frage genau beantworten.

Unsere DNS hatte sich bereits gut an die Umweltbedingungen [auf dem Mars] angepasst und so geschah es, dass sie sich in den meisten Fällen dazu entschieden, Klone von denjenigen Leuten zu machen, die bereits [auf dem Mars] waren. Einige male musste ich also Drills mit Klonen von mir selbst abhalten. Das war schon eine surreale Erfahrung, mit diesen kleinen Zwillingsbrüdern von mir konfrontiert zu sein. Sie waren wie jüngere Zwillingsbrüder, da ich zu jener Zeit ja bereits über 30 war und sie dagegen wie 17 oder 18-Jährige aussahen. Es war, als ob ich auf jüngere Versionen meines eigenen Selbst, auf jüngere Zwillingsbrüder blicken würde. Bei eineiigen Zwillingen ist es nun aber so, dass sie nicht immer exakt gleich aussehen. Stellt man sie nebeneinander, ist offenkundig und man wird bestätigen können, dass sie Zwillinge sind. In der jeweiligen Entwicklung [der Zwillinge] ergeben sich jedoch feine Unterschiede. Manchmal kann man sagen, wer der eine und wer der andere ist anhand dieser kleinen Unterschiede. Hier waren es statt zwei acht identische Zwillingsbrüder, und jeder schien dem anderen zu gleichen. Bei näherer Betrachtung jedoch sah man, wo die kleinen Abweichungen waren.

[Da ist noch eine] andere Antwort auf diese Frage. Abhängig davon, wer diese Klone produzierte und welches in Betrieb befindliche System sie benutzten, um diese Leute zu programmieren und zu trainieren, sah man in den Klonen etwas mehr von einem „Lebensfunken“ und konnte etwa intensiveren Blickkontakt mit ihnen pflegen. Oder aber sie erschienen einem eher als Seelenlose mit schwarzen Augen. Wie gesagt, alles hing dabei vom Produktionsprozess ab, über dessen Details wir nicht sonderlich viel wussten, bis wir sie dann erhielten: 'Oh, warum sind diese Typen nur so wie sie sind? Damit kann man doch nicht arbeiten! Sendet diese Leute zurück, sie sind vollkommmen unbrauchbar.' Unsere Erklärung dafür sollte dann oft sein: 'Nun, diese da entstammen wohl von einer anderen Produktionsreihe, von einem anderen Hersteller in einem anderen Herstellungsverfahren, mit dem experimentiert wurde. Oftmals schickten sie ihre Experimente an die Front, um sie von uns austesten zu lassen. Und manchmal mussten wir sie umgehend wieder zurück schicken und sagen: 'Das ist doch „Müll“. Man kann damit nicht arbeiten. Man kann sie ja nicht einmal dazu bringen, nebeneinander zu marschieren und ihre eigenen Schuhe zu binden. Keine Ahnung, warum ihr uns das hier geschickt habt!'

Da war diese andere Sache, die mir stets auffiel (es fiel jedem von uns auf) und wir fragten die „Eierköpfe“ (ich meine dabei unsere Wissenschaftler) über diese Technologie und warum wir damit diese Probleme hätten. Einer diese Wissenschaftler rang sich durch, mir zu erklären, warum wir nach seiner Einschätzung auf der Grundlage ihrer Einsatzgebiete Schwierigkeiten mit dieser Technologie hätten: 'Damit sie von Dir eine Kopie herstellen können, die lebt, damit ein Bündel von Zellen zusammenhält und sich entwickeln kann, müssen sie ein klitzekleines Teilchen von Deiner Seele nehmen. Und wenn die Infusion des Klons mit diesem kleinen Teil Deiner Seele nicht gelingt, müssen sie es mit irgendeinem anderen „Lebensfunken“ beseelen, um ihn zum Existieren und Funktionieren zu bringen.' Da gibt es eine Menge unterschiedlicher Forschungswege und Experimente, um dieses Problem zu bearbeiten. Man bedient sich also unterschiedlicher Quellen für den „Lebensfunken“, um heraus zu finden, ob andere Wege gangbar sind.

Es stellte sich auch heraus, dass in dieses Verfahren ein gesetzmäßig universelles Limit eingebaut ist. [An diesem Limit angelangt] können sie nur dann wieder eine neue Kopie von dir machen, wenn eine alte die Funktion einstellt. Da gibt es nämlich eine quantitative Begrenzung der Fraktionierung Deiner Seele, welche für die Klone den „Seelenfunken“ abgibt, damit diese gleichzeitig mit dir existieren können. Irgendein universelles Gesetz erlaubt nicht mehr als diese Obergrenze. Sie liegt knapp unter Zehntausend. Diese „magische“ Zahl hat wohl ihren bestimmten Grund. Zu jeder Zeit darf es nicht mehr als diese knapp 10,000 Klone von mir selbst geben, da ein universelles Gesetz vorschreibt, dass nicht mehr von mir geschaffen werden können. Außer man bedient sich eines anderen artifiziellen „Lebensfunkens“, was aber allerlei sonderbare Effekte hatte...

Oh, und da ist noch eine Sache, die ich hinzufügen möchte und die wir bei den Klonen feststellten: sie waren beschränkt und äußerst schwierig zu trainieren. Sie waren unglaublich undiszipliniert und es war ungeheuer schwer, mit ihnen zu arbeiten. Selbst wenn sie von recht intelligenten Personen Kopien anfertigten, deren Fähigkeiten, Information zu speichern groß waren – (die Klone hatten [regelrechte] Computerhirne, um die Daten und Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten) – , war der Versuch, sie zu trainieren, sie zu bestimmten Dingen zu bewegen und Disziplin aufrecht zu halten, unendlich schwer. Es war ganz schlimm, man konnte manchmal wirkliche Zustände davon bekommen. Es war eine der frustrierendsten Erfahrungen, einer Gruppe von Klonen beizubringen, wie man gemeinsam vorrückt und gleichzeitig schießt, ohne sich gegenseitig oder andere dabei zu treffen. Man versuchte ihnen Abzugskontrolle beizubringen, um sich nicht gegenseitig anzuschießen, sodass man [im Ernstfall] kein Problem mit Eigenbeschuß haben würde. Ein wirklich schwieriges Unterfangen.

Das führt mich zu einer interessanten Verbindung, als ich nämlich in den Nachrichten hörte, dass sie nun Hunde klonen. Da hat man also dieses Bündel Welpen und alle sind Klone. Ich fragte mich, was mit den Hunden passiert, wenn sie älter werden, wenn die Leute bemerken, dass sie nicht sonderlich intelligent und schwer zu trainieren sind. Ich befragte alle Internetquellen danach, fand aber interessanterweise keine einzige Information im Nachgang [zu diesen Klonexperimenten]. Es gab da ein paar interessante Nachrichten, [etwa]: 'Oh, dieser Typ da hatte einen Super Dog, einen 9/11 Hero Dog, den er klonen hat lassen, weil er ihn so liebte und der so toll war. Und diese Firma sagte: Wir machen das. Wir klonen Deinen Hund für Dich!', – aber nicht ein einziges Wort darüber, wie sich diese Hunde später im ausgewachsenen Alter als Klonhunde machen. Nicht ein Wort. Darf man fragen, ob es vielleicht daran liegt, dass diese Experimente sich als Fehlschlag heraus gestellt hatten? Ich frage mich, ob sie mit Hunden nicht die gleiche Erfahrung machten wie wir mit Menschen. Ich bin neugierig, ob es da eine Verbindung gibt. Wir jedenfalls hatten ein wirklich ernstes Problem [mit den Klonen]. Die waren doch recht schwer zu handhaben.

Michael Salla: Welchen abschließenden Rat würdest Du den Menschen geben wollen, die sich dieses Interview anhörten und dadurch von Deinem Leben und Deinen einzigartigen Erfahrungen Kenntnis genommen haben? Welchen Gewinn wünschst Du Dir für diese Menschen?

Randy Cramer: Was mich selbst betrifft, bin ich nicht so sehr daran interessiert, irgendeinen persönlichen Gewinn aus dieser Interview-Erfahrung zu ziehen. Mein Hauptanliegen und meine Hoffnung in dieser Unternehmung besteht darin, dass Du diesen Informationen erlaubst, sich in der Öffentlichkeit zu verbreiten in einer Form, welche für die Menschen nutzbringend sein kann.

Und ich habe hauptsächlich zwei Dinge zu sagen denjenigen Menschen, die eine Entführungserfahrung [mit Außerirdischen], eine MILAB-Erfahrung [MILAB: MILitary Abduction] oder eine Erfahrung mit unterdrückten Erinnerungen haben:

Sei Dir niemals zu sicher, dass das, was sie Dir glauben machen wollen, auch die richtige Geschichte ist. Es existieren nämlich mehrere Schichten der Verschleierung, wenn sie Deine Erinnerung „deckeln“ und vor Dir verbergen. Dies erfordert eine gewissenhafte und bodenständige, ich wiederhole: eine auf äußerste Gewissenhaftigkeit und Bodenständigkeit konzentrierte Verfahrensordnung, mit der vorzugehen ist, wenn man zu wahrhaftigen, ehrlichen und aufrichtigen Erfahrungen [bzw. Erfahrungserinnerungen] vorstoßen will.

Glaube nicht, dass es sich auf jene Weise abgespielt hat, an die Du Dich erinnerst. Nur weil Dir jemand gesagt hat, dass es sich so zugetragen hätte, sollte das noch kein Grund sein anzunehmen, dass es sich auch wirklich so zugetragen hat. Der einzige Weg, auf dem Du es am Ende wissen wirst, besteht darin, dass Du Dir jene gewissenhafte und bodenständige Herangehensweise aneignest, um zur Wahrheit zu gelangen. Man muss bereit sein, es immer und immer wieder durchzugehen. Bereit sein, bei einer Sache auch mal falsch zu liegen, um es später mit einer besseren Wahrheit wieder richtig zu stellen. Das ist es, was ich diesen Menschen sagen wollte.

Und da ist noch diese andere Sache, von der ich hoffe, dass sie die Entscheidungsträger dieser Welt erreicht, (Entscheidungsträger, die in der Lage sind, Entscheidungen darüber zu treffen, was in der kleinen und großen Politik geschieht und was wir im Technologiebereich tun, um uns aus einem Zustand heraus zu bewegen, in dem man uns im Grunde auf dem Stand des 19.Jahrhunderts zurück hielt. Statt dessen könnten wir Disclosure haben, uns technologisch und ökologisch vorwärts bewegen und tatsächlich in jenem 21.Jahrhundert ankommen, in dem wir uns befinden. Einfach, indem wir uns in den Stand versetzen, einen Übergang zu schaffen und nicht weiterhin herum trödeln.

Zu diesen Entscheidungsträgern würde ich folgendes sagen wollen: die Kosten, die Geschäfte nach der alten Weise abzuwickeln, werden derart teuer werden, dass schon sehr bald, wenn nicht schon jetzt, die Kosten der alten Weise (Verschmutzung und Räubermethoden) höher sein werden als der Wert, den man mit ihr schaffen kann.

Sehr bald werden die Menschen die Einsicht nötig haben, dass der Übergang zu neuen, sauberen Verfahrenstechniken gewinnträchtig sein kann, sofern die Menschen endlich an die [wirklichen] Probleme gehen, um heraus zu finden, wie die Dinge funktionieren. Ich möchte diesen Leuten zurufen: Ihr strengt euch dabei nicht genügend an, arbeitet nicht hart genug, seid nicht mit genug Hartnäckigkeit an den Problemen, Lösungen und Hindernissen. Euer Blick auf die Tafel ist nicht weit genug. Ihr müsst das Problem mit der festen Absicht und dem Verlangen nach dem Ziel angehen, es zu schaffen. Und ihr müsst mit Leuten zusammenarbeiten, die es [ebenso] vollenden wollen. Macht es einfach so und wir werden dort hingelangen. Andernfalls werden wir nur unsere Zeit verschwenden, im Leerlauf treten und nirgendwohin gelangen. Es wird nur zu mehr Armut, Krankheit und Umweltzerstörung führen.

Michael Salla: Vielen Dank, dass Du Dich zu Wort gemeldet hast und mit uns diese ungeheuerlichen Informationen und Erfahrungen teilst, die Du im Laufe Deiner Dienstzeit gemacht und deren Erinnerungen Du wieder gewonnen hast.

Ich bin mir sicher, dass eine Menge Menschen diese Interviews hören werden und dabei etwas über Themen lernen, von denen sie bisher nur Bruchstücke aufnahmen. Andere wiederum werden ganz schön verblüfft sein, zu welchem Umfang sich Funktionen und Operationen der Schattenregierung ausgewachsen haben.

Ich meine, dass Du uns mit Deinem Auftreten und Deinen Enthüllungen vor der Welt einen großartigen Dienst erwiesen hast. Noch einmal möchte ich Dir dafür danken. Ich bin mir ziemlich sicher, dass alles, was Du uns mitgeteilt hast, auf die Zuhörer einen bedeutenden Einfluss haben wird.

Randy Cramer: Danke! Semper Fi!

['Semper Fi': Kurzform des Mottos der US-Marines für 'Semper Fidelis': „Immer treu!“]


Kommentare:

  1. Was für eine Geschichte.
    Wenn man bedenkt das es vor etwas mehr als hundert Jahren noch nicht einmal Strom gegeben hat und Menschen auf Pferde unterwegs waren, sich die Erde so rasant verändert hat.
    Dann kommt man zu den Schluss das es die Erde und die normalen Menschen in hundert Jahren so nicht mehr geben wird.
    Weil nach diesen Informationen einen Gott gar nicht geben kann der das alles gutheißen würde.
    Es klingt wie eine Zukunftmusik aus der Endzeit wo die Negativen die Welt als ihren Spielball betrachten und auf alles scheißen was die Schöpfung hervorgebracht hat.
    Für mich sind das nur Angstprogramme um die Menschen zu verblenden und von Gott und der Liebe fernzuhalten.
    In der Geschichte fehlt die Liebe und die Liebe ist das Gleichgewicht in der Schöpfung. Ohne sie würde alles nicht existieren.
    Wer so viel negative Dinge beschreibt hat sich von der Schöpfung und der Liebe weit entfernt.
    Ich rate Randy Cramer mal einen Tag im Kindergarten zu verbringen um die Unschuld und Liebe der Schöpfung und ihren Menschen wieder zu finden.

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  2. Es scheint genau umgekehrt zu sein. Weil Liebe im Spiel ist, hat die Deprogrammierung nicht funktioniert. Liebe kann man nicht deprogrammieren. R.C. hat übrigens in diesem Bericht selber erwähnt, dass Liebe im Spiel ist. Ich freue mich, wenn Liebe zum Ausdruck kommt. Mir macht dieser Bericht nicht Angst, sondern Mut.

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