Donnerstag, 4. Juli 2013

Manipulation und Karma




Gastbeitrag von Ingrid Vallières (CMI)
HP, Reinkarnationstherapeutin
 
 zum Thementag:
14.07.13 
Das Ende der Manipulation 

Psychologische Hintergründe, die eine Manipulation ermöglichen:


1. Die Entwicklung im persönlichen Leben erfordert eine Aktivität, eine Veränderung, bzw. es entsteht ein Wunsch oder ein Bedürfnis, welche erfüllt und umgesetzt werden wollen.

2. Diese Umsetzung bedarf konkreter Schritte, die zur Entwicklung dienen und auch
einen Einsatz bzw. eine Überwindung erfordern.
Die karmische Lebensaufgabe hat 3 Aspekte:
Etwas überwinden - etwas akzeptieren - etwas erreichen!
Der ethische konstruktive Weg zum Ziel ist die Herausforderung, die das Leben an uns stellt!

3. Aus Gründen der Bequemlichkeit oder aus Angst zu versagen kokettiert der Mensch mit einer attraktiven Abkürzung, schiebt die Verantwortung auf das Außen ab und überschreibt sich oft einer fremden Instanz, und kreiert Abhängigkeit:
- im privaten oder beruflichen Leben
- im öffentlichen Leben, in der Politik
- in der Religion.

4. Ist die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung einmal in die Hände anderer
gegeben, bleibt nur hoffnungsvolles ausgeliefertes Warten auf den versprochenen Lohn, oder das Abhängigkeitsverhältnis sorgt für extra Arbeit und Bemühen, was oft von den Manipulatoren exzessiv ausgenutzt wird - z.B. muten manche Sekten ihren Anhängern immense Arbeit zu, verlangen unmenschlichen Einsatz und bringen als Gegenwert nur vage Versprechen von Erleuchtung / Erlösung ein.

5. Am Ende zahlt sich der Deal oft für den Abhängigen nicht aus, und wenn es Zeit ist, Bilanz zu ziehen, zeigt sich oft ein erschreckend einseitiges Verhältnis:
Sehr viel Input, Arbeit, Aufwand von der Seite des Abhängigen und sehr wenig oder gar kein Gegenwert von der Seite des Manipulators, so dass es als Missbrauch und Ausbeutung eingestuft werden muss. Eine Enttäuschung und Leere stellt sich ein, gepaart mit Wut, Scham und Schuldgefühl.


Dabei verhält sich der Manipulator immer so, dass er seinem Opfer einen freien Willen einsuggeriert, die Risiken scherzhaft erklärt oder als seltene Ausnahmesituation beschreibt. Der Abhängige hofft, dass die Ausnahmesituation nicht eintritt, kann sie aus eigener Kraft aber kaum beeinflussen.


In den früheren Leben finden wir die typischen manipulativen Ereignisse in folgenden Kategorien:

Ein Mensch dient einem anderen, unterwirft oder opfert sich in der Hoffnung, vom anderen entlohnt zu werden.

In Kriegen wird den Menschen oft ein einfacher Sieg, Triumph und Heldentum versprochen. Dabei sind Begriffe wie „Ehre, Vaterland, Opfer bringen“ Teil der manipulativen Einflussnahme. Gehört man zur Sieger-Armee, so hat man Töten und Zerstörung auf dem Gewissen, gehört man zur Besiegten-Armee, bleibt oft nur Verletzung, Verstümmelung, Verlust, Tod. Im Krieg kann es keine Gewinner geben. Krieg ist die Folge der Feindes-Manipulation, in der es „richtig“ und „falsch“ „Freund und Feind“ gibt, also „Teile und herrsche!“
Krieg ist die Folge einer Gehirnwäsche der Menschheit, und eine übergeordnete Macht nutzt die Naivität der Menschen, um sie gegeneinander aufzuhetzen und für eigene Zwecke zu benutzen.

Kriegen liegt die Autoritäts-Gläubigkeit zugrunde, der Mensch stellt eine andere Instanz über sich im Glauben, dass die Politik mehr weiß als er selbst bzw. besser und sicherer zum Ziel führt, als wenn der Mensch es auf eigene Faust versucht.

In Religionen nutzt man die innewohnende Sehnsucht des Menschen, wieder in den seelischen Urzustand, ins Paradies zurückzukehren und verspricht Möglichkeiten und Wege, dorthin zu gelangen. Auch hier besteht ein einseitiger Arbeitsvertrag:
Der Gläubige soll viel arbeiten, Opfer bringen oder missionieren, die Religion stellt nur eine Erleuchtung in Aussicht, oder die Rückkehr ins Paradies nach dem Tod.

Manipulative religiöse Gemeinschaften haben folgende Merkmale:

- Sie teilen die Menschen ein in Gläubige und Ungläubige, „Gute“ und „Böse“ ein,
wobei der Anhänger nur solange „gut“ ist, wie er dabei bleibt und den Erwartungen
entspricht. Verlässt er die Gemeinschaft, wird er zum Feind erklärt oder
exkommuniziert.
- Sie verlangen Abhängigkeit, Hörigkeit und kritiklose devote Haltung, Stillschweigen
und Geheimhaltung, oft Schwüre bis über den Tod hinaus.
- Sie drohen mit Strafe, falls der Anhänger nicht im Sinne der auferlegten Regeln
funktioniert, somit entsteht ein ständiger Stress für den Gläubigen, der ihn um so
anfälliger für Manipulation und Fremdsteuerung werden lässt.

Das Resonanzfeld für Manipulation ist beim Menschen polar angelegt.

- Eine persönliche Schwäche, wie der Minderwert, soll durch eine versprochene Erhöhung und Anerkennung ausgeglichen werden, der Mensch ist anfällig für Lob, Schmeichelei und Versprechen einer Belohnung. Das macht ihn blind, naiv, unsachlich und unkritisch. Er gibt seine Ethik und Selbstbestimmung zugunsten von Eitelkeit und Fremdbestimmung auf.

- Das Ego in seinem Wunsch nach Erhöhung über andere, im Bestreben, etwas Besonderes und Einzigartiges und BESSERES sein zu wollen, kann den Menschen ebenso ein Opfer seiner Eitelkeit werden lassen. Der Mensch lässt sich für Taten einspannen, von denen sein klarer Verstand ihm abraten würde. Auch hier wird die Selbstbestimmung aufgegeben in der Hoffnung, über die Lenkung von Außen etwas Spektakuläres zu erreichen und zu Anerkennung, Ruhm und Ehre zu gelangen.
Hier ist Gottesglaube und Autoritätshörigkeit zu finden.

Das karmische Gesetz besagt:
Nur was aus ethischen Gesichtspunkten und mit gewissenhaftem Einsatz aufgebaut wird, hat dauerhafte Früchte.
Was aus unethischen Gründen und mit unehrlichen Mitteln aufgebaut wird, gehört einem nicht wirklich. Der Erfolg bleibt oft verwehrt, oder das Ergebnis ist nicht von Dauer.
Der Preis war zu hoch - man hat zuviel gegeben und eingesetzt, aber aus falschen Gründen, daher gibt es keinen echten Lohn.

Karmische Schuld ist ein gestörtes Preis-Leistungs-Verhältnis - man hat gute Potenziale und Fähigkeiten eingesetzt, aber für das falsche Ziel und mit falschen Mitteln. Somit werden die Fähigkeiten verschwendet, und die ‚Zahlung’ wird nicht das gewünschte Ergebnis bringen.


4 Schaltkreise nach Timothy Leary

Gut und Böse
Richtig und Falsch
Stark und Schwach
Sicher und Gefährlich

Des Menschen Denken weilt meist in diesen 4 Schaltkreisen.
Trauma und Tod entstehen aufgrund der Trennung in diese Kategorien.
Manipulation bedient sich dieser Polaritäten und nutzt sie gekonnt aus.


Fazit:
Nur das echte, ehrliche Bemühen führt langfristig zum Ziel.
Respekt und Achtung und Gleichwertigkeit garantieren eine ethische Vorgehensweise, deren Ergebnisse den meisten Beteiligten nützlich sind.

Ego-Fallen sind:
Besonders, besser sein wollen, auf dem schnellen Weg zu großem Erfolg kommen wollen. Der Schaden am Ende ist immens, und wie bei einem teuren Kredit, bezahlt man um ein Vielfaches mehr, als wenn man den geraden Weg eingeschlagen hätte.

Fremd-Manipulation kann erst nach Selbst-Manipulation eintreten:
Bei einem gesunden Selbst-Bewusstsein sind wir uns unserer Stärken
UND Schwächen bewusst!
Daher bietet ein realistischer, ehrlicher Umgang mit sich selbst,
ein kluger Einsatz unserer Potenziale und ein gewissenhaftes Anstreben
unserer Ziele
eine gesunde Immunisierung gegen unrealistische Angebote und Fremdbeeinflussung!